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Tafel 138.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Farsetia clypeata (pag. 456). Habitus.„ la. Blüte nach Entfernung der Kronblätter und
von drei Kelchblättern.„ Ib. Samen (quergeschnitten).„ lc. Samen.
„ 2. Berteroa incana (pag. 458). Habitus.„ 2a. Blüte nach Entfernung eines Teiles der
Kelch- und Kronblätter.„ 2b. Samen.„ 3. Braya alpina (pag. 462). Habitus.
Fig. 3 a. Blüte nach Entfernung der Kelch- und Kron-blätter.
„ 4. Hesperis matronalis (pag.467). Habitus.
„ 4 a. Blüte nach Entfernung der Kelch- und Kron-blätter.
„ 4 b. Frucht.
„ 5. Matthiola tristis var. varia subvar. Vallesiaca(pag. 471). Habitus.
„ 5 a. Blüte nach Entfernung der Kelch- und Kron-blätter.
einzelner Aeste borstig abstehenden Sternhaaren besetzt (Fig. 875 q). Kelchblätter eiförmig,schmal weisshautrandig, 2 bis 2,5 mm lang, wie die Stiele behaart, ungesackt. Kronblätterverkehrt herzförmig-keilig, fast bis zur Mitte 2-spaltig (Fig. 875 n, o), am Grunde kurz nagei-förmig verschmälert, 272 mal (4 bis 57a 6) mm lang. Kürzere Staubblätter innen am Grundemit aufstrebendem, dem Fruchtknoten anliegenden Zahn; längere innen am Grunde etwasflügelförmig verbreitert, ca. 4 mm lang. Kürzere Staubblätter zu beiden Seiten mit jeeiner halbmondförmigen Honigdrüse. Schötchen in stark verlängerter, lockerer Traube(Fig. 875 m) auf aufrechten oder aufrecht-abstehenden, 5 bis 10 mm langen Stielen, oval,7 bis 10 mm lang, vom Rücken her etwas zusammengedrückt, Klappen grau-sternhaarig,verkahlend, gewölbt, fein netznervig mit undeutlichem Mittelnerv. Griffel 1,5 bis 3 mmlang, dünn, spärlich sternhaarig. Narbe wenig breiter als der Griffel, flach. Samen rundlich,1,5 bis 2 mm lang, flach, glatt, braun, ungeflügelt. Keimling seitenwurzelig. — VI bisin den Spätherbst und Winter.
Ziemlich verbreitet und stellenweise gemein und ganz eingebürgert an trockenen,sonnigen Standorten, an Felsen, steinigen Hängen, auf Sandfeldern, in Sandgruben, auf Allu-vionen, Schuttablagerungen, Aeckern (besonders in den Klee- und Luzernefeldern), an Mauern,Wegrändern, Dämmen, Eisenbahnanlagen; von der Ebene bis in die subalpine Stufe an-steigend (im Engadin bis 1715 m). Meidet sehr kalkreiche Unterlagen.
In Deutschland besonders in Mittel-und Nordostdeutschland auf sandigem Boden im Tieflandeverbreitet. In Bayern nur im Maingebiet auf Jura, Keuper, Muschelkalk und Buntsandstein verbreitet, imSandgebiet von Nürnberg gemein, sonst nur ab und zu verschleppt (bei Neuburg a.D. seit 1789 beobachtet);in Württemberg nur zuweilen verschleppt; in Baden ziemlich verbreitet in der Rheinebene, im Jura und beiPfohren, Allmendshofen, Hüfingen, im Schwarzwald und dessen Vorbergen nur bei Melchental bei Freiburg undbei Ebnet; im Elsass 1850 noch sehr selten (z.B. Colmar), 1871 bei Metz und etwas später im Unterelsass,1893 bei Strassburg, 1894 bei Weissenburg und Schlettstadt, heute wohl überall: in der Vorderpfalz verbreitet,sonst zerstreut, so Zweibrücken, Blieskastel, im Nahetal von Kreuznach bis Bingen und das Rheintal hinaufbis Germersheim; in Lothringen ziemlich verbreitet, besonders bei Metz häufig; bei Mainz hie und da; amNiederrhein zerstreut. In der nordwestdeutschen Tiefebene nur adventiv im Sandgebiet der Altmark und des übrigenBrandenburg verbreitet; in Schleswig-Holstein im Anfang des 19. Jahrhunderts eingewandert, jetzt auch aufden Inseln Sylt und Föhr; auch an der Ostseeküste mit Ausnahme von Usedom und Wollin nur adventiv undstellenweise eingebürgert; verbreitet in Ost- und Westpreussen und im östlichen Posen; im hercynischen Gebietzerstreut. — In Oesterreich in Salzburg selten; in Oberösterreich zerstreut unterhalb Passau, Traunalluvionender Welser Heide, St. Peter, Traunufer bei Ebelsberg, Ems, Steyr, Kremsmünster, Freinberg bei Linz; inNiederösterreich häufig und verbreitet; in Böhmen verbreitet; in Mähren verbreitet (in der Ebene und Hügel-stufe gemein, sonst zerstreut); in Steiermark bei Admont, bei Graz, an der Mur bei Feldkirchen und Puntigam,auf dem Schlossberge, an der Safen bei Pöllau, bei Wildon, Spielfeld, um Marburg bei Lembach, Faal,Maria Rast, an der Südbahn durch das ganze Pettauerfeld, bei Neuhaus und Weitenstein; in Kärnten amKreuzbergl, bei St. Paul (Unterhausschlucht), Eberstein, St. Donat und St. Veit, Millstadt, Lurnfeld, Arnoldstein,