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Griffel in einer kleinen Ausrandung der Fruchtspitze, 0,1 mm lang; Narbe kopfig, seicht
zweilappig. Samen flach, eiförmig, ungeflügelt, glatt, hellbraun. Keimling seitenwurzelig;
Keimblätter flach. — III bis IV.
Sehr selten an sonnigen, trockenen Stellen; auf Sand und Löss der untersten Tal-stufe. Einzig in der west-lichen Schweiz im Wallis(vereinzelt von Mazembrozbis Sierre, Longeborgne,Stalden).
Allgemeine Ver-breitung: Mediterran-gebiet.
Aendert ab: subsp. Gau-dini (Trachsel) Thellung. Pflanzeklein. Laubblätter deutlich spatei-förmig, stumpflich. Frucht kleinerals beim Typus, 2 bis 3 (statt 4bis 5) mm breit, breit-verkehrt-eiförmig (statt fast kreisrund),beiderseits etwas gewölbt. Samenmindestens 1 /2mal so breit als dieBreite des Fruchtfaches (beimTypus relativ viel kleiner). Hie-her: var. typica Fiori. Schäf-chen ca. 3 mm breit. Klappenund Flügelrand rauhaarig. Samenl /s bis Va des Faches einnehmend(Hierher die Schweizer Stand-orte). — Die subsp. macrocärpa
Fiori (Fig. 875 a) mit grösseren, 4 bis 5 mm breiten Schötchen kommt in der Schweiz nicht vor. Vgl. auch
Fiori in Nuovo Giornale Bot. Italiano. Vol. XVII, nr. 4, 1910.
Fig. 875. C ly pe ola Jonthlaspi L. subsp. macrocärpa Fiori. a Habitus, subsp.Gaudini (Trachsel) Thellung; var. typica Fiori. r-Habitus, c AeltereBlüte. </, ^/Staub-blätter, g Längsschnitt durch eine ältere Fruchtknotenanlage von C. Jonthlaspi. h Frucht-knoten, i Frucht, k, l Sternhaare. — Berteroaincana (L.) DC. m Blütenstand.n Blüte, o Kronblatt, p Sternhaare vom Stengel, q Sternhaar vom Blütenstiel.
CCCLXII. Berteroa 1 ) DC. Graukresse, Steinkraut, Germsel.
Die Gattung umfasst 5 Arten, von denen 4 das östliche Mittelmeergebiet und Westasien bewohnen.Einzig B. incana kommt fast in ganz Europa und in West- bis Zentralasien vor.
1362. Berteroa incäna DC. (= Alyssum incanum L., = Dräba cheiriformis Lam., = D.cheiranthifölia Lam., = Farsetia 2 ) incana R. Br., = MrJenchia incana Roth). GrauesSteinkraut, graue Germsel. Franz.: Alysse blanche. Taf. 138, Fig. 2; Taf. 125,
Fig. 7, 9 und Fig. 875 m bis q.
Pflanze überwinternd, einjährig oder zweijährig, (15) 30 bis 65 (70) cm hoch.Wurzel kurz, spindelförmig, weisslich. Stengel aufrecht, meist ästig, im unteren Teil ver-holzend, von Sternhaaren graugrün, häufig violett überlaufen. Laubblätter länglich-lan-zettlich, meist spitz, sitzend; die unteren verkehrt-eilänglich, in einen undeutlichen Stielverschmälert, alle ganzrandig oder undeutlich entfernt gezähnt, von Sternhaaren graugrün(Fig. 875 p). Eiweissschläuche sehr spärlich im Mesophyll. Blüten in reichblütiger Trug-dolde, auf aufrecht-abstehenden, 5 bis 8 mm langen, mit normalen und durch Vergrösserung
') Nach dem piemontesischen Reisenden und Botaniker Joseph Bertero (geb. 1789. gest. 1831), derin Südamerika viele neue Pflanzen entdeckte und diese an De Candolle sandte.s ) Vgl. Fussnote Bd. IV, pag. 456.