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der obersten) in den Achseln von Tragblättern stehend. Kelchblätter 4 bis 6 mm lang,eilänglich, weisshautrandig, sternhaarig; äussere sehr undeutlich gesackt. Kronblätter ge-nagelt, lineal-länglich, ca. 7 mm lang, gelblich. Staubfäden einfach; längere gegen den Grund zuverbreitert, kürzere ungezähnt. Längere Staubblätter 3,5 bis 4 mm lang. Honigdrüsen 4;je eine zu den Seiten der kürzeren Staubblätter. Früchte in einer stark verlängerten Traube,auf aufrecht-abstehenden, 1,5 bis 2 mm langen, dicken Stielen aufrecht oder aufrecht-abstehend, elliptisch, 2 bis 2,5 cm lang, parallel zur Scheidewand flachgedrückt, dichtsternhaarig. Klappen flach, mit undeutlichem Mittelnerv. Scheidewand dünn, ohne Fasern;Oberhautzellen mit zahlreichen, parallelen Teilungswänden. Griffel ca. 1,6 mm lang, kegel-förmig, in der unteren Hälfte sternhaarig; Narbe wenig breiter als der Griffel, zweilappig.Samen flach, breit geflügelt (Taf. 138, Fig. lb und 1 c; Taf. 125, Fig. 57), eirundlich,ca. 4 mm lang, braun. Keimblätter flach; Keimling seitenwurzelig (Taf. 138, Fig. 1 b). —IV bis V.
Zerstreut und selten an trockenen, sonnigen Stellen, an Felsen, Mauern; von derEbene bis in die untere montane Stufe. Ursprünglich nur in Oesterreich und zwareinzig in Südtirol. Auf Kalk und Melaphyr.
In Deutschland adventiv im Hafen von Mannheim (1901). — In Oesterreich einzig in Südtirolin der Umgebung von Trient (Alle Laste, Monti dei Frati, Ai Giardini, Giovanelli-Garten, Campagna Cristeliotti,Gocciadoro, Strasse nach Civezzano am Maso Cristeliotti). — In der Schweiz nur adventiv (Rhonedämmebei Yvorne, 16
Allgemeine Verbreitung: Oestliches Mediterrangebiet (Südosteuropa; westlichbis Italien, Südwestasien); adventiv in Südfrankreich.
CCCLXI. Clypeola 1 ) L. Schildkraut.
Die Gattung umfasst 12 das Mittelmeergebiet bewohnende Arten.
1361. Clypeola Jonthläspi 2 ) L. (= Jonthlaspi clypeolätum St. Lag.). GemeinesSchildkraut. Franz.: Bouclier de Narbonne. Fig. 875a bis 1.
Einjährig, 3,5 bis 13 cm hoch. Wurzel dünn, spindelförmig, ästig oder einfach. Stengelaufsteigend oder aufrecht, vom Gründe an mit wagrecht-abstehenden, zuletzt aufsteigendenAesten, von Sternhaaren (Fig. 875 k, 1) grauweiss, zuweilen rotviolett überlaufen. Laub-blätter spateiförmig, verkehrt-eilänglich, in den schmalen Grund keilförmig verschmälert,vorn stumpflich, ganzrandig, von angedrückten Sternhaaren grau; oberste Laubblätterschmal verkehrt-eilänglich. Myrosinzellen spärlich im Mesophyll. Blüten in kurzer, dichter,ziemlich reichblütiger Traube auf 1,5 bis 2 mm langen, sternhaarigen, aufrecht-abstehendenStielen. Kelchblätter eilänglich-lanzettlich 1,2 bis 1,5 mm lang, sternhaarig, grün mit röt-lichem oder gelblichem, kahlem Hautrand, lange erhalten bleibend, zuletzt vollständig rot-violett überlaufen, ungesackt. Kronblätter schmal-keilförmig, 1,5 mm lang, an der Spitzeabgerundet, kurz genagelt, gelb, zuletzt weiss, kahl. Staubblätter frei; die längeren 1 bis1,2 mm lang. Staubfäden am Grunde breit und lang gezähnt (Fig. 875 d bis f). Honig-drüsen 4; je eine an den Seiten der kürzeren Staubblätter. Frucht in verlängertem Frucht-stand auf aufrecht-abstehenden und dann hackenförmig-gekrümmten, ca. 3 mm langen, stern-haarigen Stielen hängend, 4 mm lang, kreisrund oder fast kreisrund (Fig. 875 h, i), nichtaufspringend, vom Rücken her flachgedrückt, einfächerig, einsamig. Klappen flach, vonPapillen rauh, ± reichlich mit radiär angeordneten, einfachen Haaren besetzt oder kahl.
*) Vom Iat. clypeolus = Schildchen; nach der Form der Frucht.
2 ) Vom griech. lov [l'on] = Veilchen und Mdom. [Thläspi]; vgl. Bd. IV, pag. 116.