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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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Staubblätter die Kronblätter fast erreichend. Schoten in verlängertem hin und her gebogenemFruchtstand auf aufrecht abstehenden, 4 bis 7 mm langen Stielen aufrecht, 5 bis 6 mm lang,lineal-lanzettlich, in den 1 mm langen, dünnen Griffel verschmälert (Fig. 805 i); Narbeseicht zweilappig, breiter als der Griffel. Samen 0,6 bis 0,8 mm lang, eiförmig, fast glatt(Fig. 805 k). V bis VII.

Hin und wieder an sonnigen Felshängen, im Haselgebüsch; häufig ruderal anWegrändern, Eisenbahndämmen, auf Feldrainen, in Gräben, selten in Sumpfwiesen. Vonder Ebene bis in die montane Stufe ansteigend. Nur in den Südostalpen. Fehlt inDeutschland und in der Schweiz.

In Oesterreich in Kärnten bei Malborghet; in Krain in Innerkrain von Planina über Adelsberg,Slavina, Praewald, Wippach, Senozece durch das Rasa- und Rekatal (Vreme, Prem, Illyr. Feistritz) bis an denWest- und Südfuss des Schneeberggebietes allgemein verbreitet. In Unterkrain am Friedrichstein bei Gottscheeund wahrscheinlich auch anderswo (Paulin). In Tirol auf einer Kunstwiese und in der Etschau bei San Martin obei Trient (nach Murr hier vielleicht Relikt und nicht blosse Einschleppung!).

Allgemeine Verbreitung: Balkanhalbinsel, Illyrische Länder (westlich bisDalmatien, Kroatien, Istrien, Gebiet von Triest, Görz).

Roripa Lipicensis ist eine Charakterpflanze der Illyrischen Karstheide. Hier erscheint sie in Be-gleitung von Asphodeline Liburnica, Muscari botryoides, Fritillaria tenella (Bd. II, pag. 242), Daphne alpina,Ranunculus Illyricus (Bd. III, pag. 548), Corydalis ochroleuca, Linum Narbonense, Seselinia elata, Medicago,prostrata, Euphrasia Illyrica, Artemisia camphorata etc. Andererseits tritt R. Lipicensis auch in der Dalma-tinischen Felsenheide, im Buschwald von Corylus, Carpinus, Ostrya carpinifolia, Quercus lanuginosa, Acercampestre u.a. auf; seltener und nur zufällig besiedelt sie Sumpfwiesen. In Kärnten und in Krain erscheintsie meistens an ruderalen Standorten und zwar dann zusammen mit anderen Typen der Illyrischen Karstheide.

1276. Roripa Isländica (Oeder) Schinz und Thellung ( = Nastürtium palüstre DC,= Roripa terrestris A. Welson, = Radicula Isländica Druce, = Cardämine palustris L.,= Nastürtium änceps Grabowski, = Sisymbrium hispidum Poir., = S. hybridum ThuilL,= S. silvestre Mohr ex Bab., = Roripa nasturtioides Spach, = Nastürtium terrestre R-Br., = Sisymbrium palüstre Pollich, = S. Islandicum Oeder, = Radicula palustris Moench,= Myagrum palüstre Lam., = Caroli-Gmelina palustris G. M. Seh., = Roripa palustrisBesser). Sumpf-Kresse. Franz.: Roripa faux-cresson. Taf. 132, Fig. 5.

Ein- bis zweijährig, seltener ausdauernd, (1) 15 bis 60 (100) cm hoch. Wurzelspindelförmig, hellgelblich. Stengel aufrecht, seltener niederliegend kantig, röhrig, einfachoder ästig, kahl oder im unteren Teile spärlich behaart. Laubblätter grasgrün, kahl odersamt den Stielen spärlich bewimpert; die unteren gestielt, länglich leierförmig-fiederspaltigmit länglichen, am Grunde wenig verschmälerten, kerbig-gesägten Seitenabschnitten undmit / breiterem, eiförmigem, gelapptem und kerbig-gesägtem Endabschnitt. Blattstiel mitbreitem Grunde halbstengelumfassend. Obere Laubblätter kurzgestielt oder sitzend, amGrunde mit breiten, etwas abstehenden Oehrchen, im Umriss länglich, leierförmig-fieder-spaltig oder geteilt; Seitenabschnitte lanzettlich, meist vom Grunde an verschmälert, ganz-randig oder gegen die Spitze zu wenigzähnig, allmählich in den Endabschnitt übergehend.Blüten in lockerblütigen Doldentrauben auf 2 bis 5 mm langen, aufrecht abstehenden Stielen.Kelchblätter länglich, 2 mm lang, grün. Kronblätter gleich lang oder wenig kürzer, ver-kehrt-eilänglich in einen Nagel verschmälert, bleichgelb. Innere Staubblätter so lang wiedie Kronblätter. Früchte auf 4 bis 10 mm langen, aufrecht oder wagrecht abstehendenStielen, 4 bis 7 (10) mm lang, 1,5 bis 2 mm breit, etwas gedunsen und leicht gekrümmtmit kaum 1 mm langem, plötzlich von der Schote abgesetztem Griffel (Taf. 132, Fig. 5 a)-Narbe kurz zweilappig, wenig breiter als der Griffel. Samen zahlreich, klein, rundlich,0,6 bis 0,8 mm lang, 0,5 mm breit mit grobzelliger Epidermis. (V) VI bis IX.