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und mit wenig breiterem, fiederspaltigem oder tief gezähntem Endabschnitt. Blütenstanddoldentraubig, Vispenartig verzweigt. Blütenstiele 4 bis 6 mm lang, dünn. Kelchblätterabstehend, wenig mehr als halb so lang wie die Kronblätter, länglich, weisshautrandig,gelbgrün. Kronblätter abstehend, 4 mm lang. Nagel und Platte wenig deutlich voneinanderabgesetzt, nur einen kleinen Winkel bildend. Längere Staubblätter so lang wie die Kron-blätter, mit an der Spitze zurückgebogenen Staubbeuteln.Honigdrüsen 6, zwischen je 2 Staubfadenbasen; die seit-lichen stärker ausgebildet als die inneren. Schoten inverlängertem Fruchtstand auf 5 bis 10 mm langen, auf-recht abstehenden Stielen, 7 bis 18 mm lang, geradeoder etwas gekrümmt, aufrecht, lineal (Fig. 804f). Griffelsehr kurz, etwa 0,5 mm lang. Narbe zweilappig, breiterals der Griffel. Samen sehr fein netzig-grubig, länglich,0,6 bis 0,8 mm lang. — (V) VI bis IX (X).
Verbreitet und meist häufig, besonders in denFlussniederungen, seltener in den Berggegenden, im SandUnd Schlick von Fluss- und Seeufern, auf feuchten,sumpfigen Wiesen, Waldwiesen, sehr häufig an feuchten,aber auch an trockenen Ruderalstellen, in Strassengräben,Sandgruben, an Weg- und Ackerrändern, in Getreide-äckern, auf Schutt, Bahndämmen, auf Gartenland; vonder Ebene bis in die subalpine Stufe ansteigend (imWallis bis 2000 m).
In Deutschland verbreitet; nur in den höheren Gebirgenseltener, fehlt in den Alpen gänzlich. —In O esterreich verbreitet;>n den Niederungen gemein, sehr häufig bis in die Voralpen, in denAlpen nur in den Haupttälern. — In der Schweiz verbreitet; in denAlpen selten.
Allgemeine Verbreitung: Eurasien (in Eu-ropa nördlich bis ins nördliche^Dänemark, bis Südschweden[Gesterikland], Estland, Ingrien, Onegatal; auf demBalkan nur in den höheren Gebirgen [Parnass]); Nord-afrika. Adventiv von New-York, aus Argentinien undUruguay angegeben.
Aendert wenig ab: var. rivuläris Rchb. (= Nastürtiumrivulare Rchb.). Abschnitte der unteren Laubblätter fiederteilig mit'änglich-linealen Zipfeln (Griffel länger und dünner als beim Typus).
Selten. Hieher ferner: f. subbipinnäta Murr. Abschnitte aller Laubblätter mit Ausnahme der obersten tieffiederteilig mit schmal-linealen Zipfeln. Sehr zierliche Form (Tirol: Muralto bei Trient). — var. subacaulisHausm. Pflanze niedrig. Stengel kaum beblättert, oft kaum aus den Grundblättern hervortretend. Blütenstand oftkaum zollhoch (Tirol: Pragsersee und Winnebach). — var. s i 1 i c u 16 s a Neilr. Schoten kürzer als beim Typus (dochnieist Uebergänge zu den normalen vorhanden). Selten. — var. arcuäta Bagnet. Schoten lang, so lang wiedie Stiele, halbkreisförmig-gebogen (Ab und zu). — f. submersa Glück. Alle Teile reduziert. Stengel rundlich.Primärblätter nur wenig über 2 cm lang, länglich oder länglich-elliptisch mit ganzrandigen Abschnitten. Folge-blätter fiederspaltig mit breit-lanzettlichen, nach oben stumpf zugespitzten Abschnitten, dunkelolivgrün (SeltenUnd nur an unter Wasser stehenden Stellen).
Die natürlichen Standorte von Roripa silvestris sind feuchte, sandige und schlickige Fluss- und See-Ufer; hier erscheint dann die Pflanze öfters zusammen mit Alisma Plantago, Glyceria spec. div., Alopecurus fulvus,p halaris arundinacea, Carex flava, Juncus articulatus, Polygonum Persicaria, Ranunculus Flammula, MyosotisPalustris u. a. m. Auch von der Niederungs- und Strandwiese wird die Art angegeben. Weit häufiger jedochls t Roripa silvestris als Apophyt an feuchten Ruderalsteilen, in Strassengräben, Sandgruben, an Wegrändern, Acker-
Fig.804. Roripa prostrata (Bergeret) Schinzund Thellung, a Habitus, b und c Frucht.d Samen. — Roripa silvestris (L.) Besser.e Habitus. / Frucht, g Frucht, nach Ent-fernung einer Klappe quergeschnitten.