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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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gezogen); Narbe sitzend, fast scheibenförmig, etwas ausgerandet und über den Plazenten(bzw. den Nahtnerven) kurz herablaufend. Same schmal länglich-ellipsoidisch, etwa 3 mmlang, iy 8 mm breit und 1 mm dick, im Querschnitt dreieckig-eiförmig, mit gelbbrauner,fast glatter (nur etwas runzelig-gestreifter), bei Benetzung nicht verschleimender Samen-schale. Keimblätter fast flach, an der Krümmung des Keimlings entspringend. Würzelchenstark vorspringend. (IV) V bis VII, vereinzelt auch später blühend.

Hie und da an buschig-steinigen Abhängen, an Felsen, Mauern, Flussufern, aufDünen, an Bahndämmen, Ackerrainen (besonders auf tonreichem Kalkboden), in Weinbergen,auf Kunstwiesen; vorzugsweise in den wärmeren Teilen des Gebietes. Wohl überall nur ausehemaliger Kultur verwildert oder eingeschleppt, aber vielfach völlig eingebürgert und in dienatürlichen Pflanzenformationen übergehend; häufig eine urwüchsige Art vortäuschend undauch von manchen Floristen als solche aufgefasst.

In Deutschland ziemlich verbreitet im ganzen Rheintal (von Basel bis Wesel) und in dessen Seiten-tälern, namentlich im Neckar-, Main-, Nahe-, Mosel- und Sauertal (auf den Kalkvorbergen der Vogesen unddes Schwarzwaldes, sowie im Nahetal an sonnigen Felshängen vielfach beständig angesiedelt und den Eindruckeiner einheimischen Art erweckend [wild" bei Kreuznach und Meisenheim nach Hieron. Bock [Tragus"] um1550]; in der Pfalz, wo die Pflanze von Pollich [1777] und F. Schultz [1846] als stellenweise häufig an-gegeben wurde, ist sie nach F.Zimmermann [briefl.] heute viel seltener geworden und an zahlreichen Fund-orten völlig erloschen, einzig am Neckar zwischen Heidelberg [und Mannheim ist sie dauernd eingebürgert,wahrscheinlich aus dem württembergischen Neckargebiet, wo sie früher im Grossen angebaut wurde, herab-gewandert; alljährlich ziemlich zahlreich auch in den Hafenanlagen von Mannheim und Ludwigshafen). InWürttemberg im Unterland ziemlich verbreitet, sonst zerstreut. In Bayern zerstreut, besonders im nördlichenMuschelkalkgebiet und im Jura (hier wie wild). In Mitteldeutschland (namentlich in Thüringen und Sachsen)ehemals im Grossen angebaut (von manchen Floristen auch als einheimisch angegeben), jetzt nur noch ver-wildert bezw. als Kulturrelikt, neuerdings vielfach seltener werdend, auch neu mit Gras- und Kleesamen einge-schleppt; im Königreich Sachsen am Eibufer zerstreut und unbeständig (aus Böhmen herabgeschwemmt). InNorddeutschland wohl überall nur vorübergehend verschleppt oder verwildert, so in Hannover (in den Regierungs-bezirken Hannover, Hildesheim, Lüneburg und Osnabrück), um Hamburg (teilweise durch die Elbe herabge-schwemmt), in Braunschweig (Thiede, Rautheimer Steinbruch, Wolfenbüttel, Oelber a. w. W.), Anhalt (frühergebaut, neuerdings mehrfach eingeschleppt, aber unbeständig), Brandenburg (erst seit 1864 mit fremder Saatln Luzerne-, Esparsetten- und Wasserrübenfeldern eingeschleppt; so bei Pritzerbe [Havelgebiet] 1866, Sprem-°erg. Rüdersdorfer Kalkberge, Wriezen a. O. usw.) und Westpreussen (Thorn nur noch spärlich, Weisshof,Ringchaussee, Vandsburg, Zempelburg, Dratz, Appelwerder); in Schlesien früher gleichfalls gebaut, jetzt nurnoch sporadisch verwildert. In O est erreich ziemlich verbreitet (fehlt nur in Schlesien, Oberösterreich undSalzburg), so in Böhmen (Prag, Polzengebiet, Saaz, Teplltz), Mähren (früher im südlichen Teil gebaut, ver-wildert bei Eibenschitz, Czeitsch, Nikolsburg, Joslowitz, auf Bahndämmen bei Misslitz, Frischau und Grussbach,Vng. Hradisch, Göding: sonst nur noch bei Iglau und Neutitschein), in Niederösterreich (im ganzen Gebiete derPannonischen Flora, besonders in der Ebene häufig, teilweise als pontische Felspflanze; anderwärts nur zufällig),Steiermark (nur auf dem Grazer Schlossberge), im Küstenland (in der var. praecox verschleppt auf dem CampoMarzio bei Triest, desgleichen zwischen Chersano und Fianona [!] und [1861] bei Fasano in Süd-Istrien), inKrain (nach Fleischmann bei Laibach, bei Wippach in Innerkrain und bei Rudolfswert [Neustadtl] in Unter-Kr ∈ nach Paul in [briefl.] neuerdings nirgends gefunden), in Kärnten (zuWulfen's Zeiten [gegen Ende des'S.Jahrhunderts] um Klagenfurt und Wolfberg in Aeckern gebaut; neuerdings in Aeckern und an Rainen imLavanttale, an Kalkfelsen bei Föderaun), Tirol (mehrfach) und in Vorarlberg (verschleppt um Feldkirch). In derSchweiz heute ziemlich verbreitet (zu Haller's und Gaudin's Zeiten [1742, 1829] einzig von Basel undaus dem Wallis bekannt; fehlte 1897 nur den Kantonen.Zug, Glarus und Appenzell). Häufig am ganzen Jura-r and (vorzugsweise an Eisenbahnböschungen) von Genf bis Aargau, sowie in Nordzürich (bei Eglisau) und imDanton Schaff hausen; seltener im Innern des Jura (bei Grenzach unweit Basel schon von C. Bauhin 1622gefunden). Auf dem Plateau und in den Nordalpen sehr zerstreut und meist nur vorübergehend (gut einge-bürgert jedoch z. B. an den warmen Felsen der Axenstrasse am Vierwaldstättersee). Im Wallis ziemlichgemein in der Ebene und der Bergregion des Mittelwallis von Martigny bis Brig (hier wie wild) von 400 m"'s 1950 m (Chandolin im Eifischtal) ansteigend. Im Tessin bei Stalvedro und Airolo, sowie neuerdings\'"14) zwischen Lugano und Melide. In Graubünden mehrfach verschleppt, so noch am Inn bei Samaden in'715m Höhe.

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