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anzutreffenden queren Gliederung der Frucht in ein Klappen- und ein Griffelglied keine Andeutung vorhanden,dass ferner die Verteilung der Eiweissschläuche und die Ausbildung der Honigdrüsen eine von den Brassiceaedurchaus abweichende ist. In diesen zwei letzteren Merkmalen stimmt Myagrum mit Isatis überein, neben welcherGattung Myagrum am richtigsten in der Gruppe der Isatidinae Platz finden dürfte. Die abweichende (rinnige)Gestalt der Keimblätter lässt sich vielleicht aus den eigenartigen, beschränkten Raumverhältnissen erklären,unter denen der Same sich entwickelt; er füllt die Fruchtknotenhöhlung völlig aus und ist gleichsam in einedurch die derben Wände gebildete Form gepresst, dabei wird im Interesse der Erzielung eines möglichst abge-rundeten Querschnittes das Würzelchen in die anliegenden Keimblätter hineingedrückt und veranlasst sozwangsweise ihre rinnenförmige Ausgestaltung.
Selten und meist nur unbeständig (mit fremden Samen eingeführt) in Aeckern(besonders unter Getreide und Raps), auf Brachfeldern, Grasplätzen, an Rainen, auf Oed-land (in Kiesgruben und Bahnhöfen), an Flussufern usw. Sehr zerstreut durch das Gebiet;am beständigsten in der Gegend des Mittelrheins und des Neckars, sonst meist nur vorüber-gehend mit osteuropäischem Getreide eingeschleppt.
In Deutschland im Elsass zu Kirschl egers Zeiten (1852) hin und wieder „verwildert" in Gärtenund auf Feldern, neuerlich einmal (1902) in Strassburg beim Proviantamt gefunden. (Die alte J. Bauhin'scheAngabe [1651] „in agro inter Dampierre & S. Mauritium" bezieht sich nicht, wie Mappus [1742] undGmelin [1808] annahmen, auf St. Maurice in den Vogesen [auf französischem Gebiet unweit der ElsässerGrenze], sondern auf eine gleichnamige Ortschaft im Arrond. Mömpelgard). In Baden am Neckar zwischenHeidelberg und Mannheim, z. B. bei Ilvesheim (auch verschleppt in Mannheim selbst, z. B. 1909 häufig in derMühlau) 1 ). In Württemberg ziemlich verbreitet im Neckargebiet (Ludwigsburg, Asperg, Zuffenhausen; Korntal,Ditzingen; Ellwangen, Ellenberg-Aumühle; Stuttgart, Degerloch, Plieningen; Böblingen; Esslingen, Denkendorf,Köngen; Kirchheim; Nürtingen, Grafenberg; Hagelloch; Unterjesingen; Wurmlingen; Haigerloch); auf der Alb(bei Gammelshausen OA. Göppingen 1865) wohl nur vorübergehend verschleppt. In Bayern wohl erst inneuerer Zeit eingewandert, aber stellenweise eingebürgert (Oberndorf [seit 1866], Ellgau bei Meitingen, Osten-dorf bei Wertingen, Mering, Puchheim [1910], einmal im Südbahnhof München, ferner bei Deggendorf undmehrfach um Nürnberg); in der bayerischen Pfalz bei Speyer. In Hessen früher bei Worms und Mainz. Inder Rheinprovinz bei einer Mühle in Uerdingen 1907. In Westfalen verschleppt im Bahnhof Hattingen a. d.Ruhr. In Hannover zwischen Langenforth und Rothfeld 1911 auf Schutt. Um Hamburg verschleppt beiMühlenkamp (1871) und Kuhwärder (vor 1890). In Anhalt vorübergehend (1907) bei Dessau beobachtet. Inder Provinz Brandenburg bei Rüdersdorf (1887, 1894, 1896), Köpenik (1890) usw. — In O esterreich inMähren (verschleppt bei Kremsier 1866), Niederösterreich (vorübergehend und zerstreut im Gebiete derPannonischen Flora namentlich in der Ebene südlich der Donau bis an die Abfälle des Wiener Waldes, auchbei Floridsdorf, gegen Ungarn zu häufiger; Haläcsy nennt speziell folgende Fundorte: Hernais, NussdorferLinie, Brigittenau, Prater, Floridsdorf, Kaiser-Ebersdorf, Laaerberg, Gramat-Neusiedel, Margarethen am Moos,Moosbrunn, Reisenberg, Münchendorf, Aachau, Laxenburg, Baden, Eichkogel, Mödling, Perchtoldsdorf, Lainz,Hütteldorf, Angern; nach Rechinger verbreitet als Ackerunkraut auf der oberen Haide bei Lassee), inOberösterreich (sehr selten und vorübergehend bei Hörzing und zwischen Neubau und Marchtrenk), Steiermark(vorübergehend in Weiz und bei Marburg), im Küstenland (hie und da, am häufigsten in Istrien, seltener imnördlichen Teil des Gebietes bei Barka und Tublje), in Krain (nach Paul in [briefl.] sehr selten und vielleichtnur zufällig eingeschleppt im nördlichen Innerkrain bei Ober-Lezece und bei Schloss Raunach nächst der Süd-bahnstation St. Peter am Karste), in Kärnten (unter der Saat im Unterlevanttal), Tirol (verschleppt beiInnsbruck, Bozen [1910] und Trient). — In der Schweiz nur vorübergehend verschleppt bei Genf (1881), imWallis (Vetroz nach Murith [1810], Branson), bei Fusio im Tessin, um Solothurn mehrfach (neuerlich z. B.1908), bei Delsberg, im Kanton Basel (um Basel mehrfach, neuerlich z.B. 1902 und 1909; bei Liestal; bei Biel-Benken [nahe der Solothurner Grenze] nach C. F. Hagenbach [1834] im Jahre 1637 von J. J. Hagenbach,nach Haller [1742] von Benedikt Stähelin und später [nach Haller 1768] auch noch von Lachenal (?) 2 )gefunden, seither verschwunden), im Kanton Zürich bei Adlisweil (.1882) und Unter-Affoltern (1899), einmal beimSchlösschen Wörth am Rheinfall, im Bahnhof Buchs (St. Gallen), Bahnhof Chur (1908), St. Moritz (1905),St. Peter ob Samaden (1800 m).
>) Nach Hallier-Wohlfahrt Kochs Synopsis 3. Aufl. I. 1./2. (1890), pag. 150 auch bei Konstanz,Messkirch, in der Bodenseegegend, im Jura, sodann bei Weinheim und Wertheim; offenbar irrtümliche, in denLokalfloren nicht aufzufindende Angaben.
2 ) Diese letztere Angabe Hallers erscheint nicht ganz sicher, da nach Dr. A. Binz-Basel (briefl.) ineiner Notiz im Herbarium von Lachenal (1736 bis 1800) nur J. J. Hagenbach (1595 bis 1649) und Bened.Stähelin (1695 bis 1750) als Finder genannt werden.