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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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'223. Kernera saxätilis (L.) Rchb. (= Cochlearia saxatilis L., = Myagrum saxatile L.,7=1 Nastürtium saxatile Crantz, = Camelina saxatilis Pers., = Alyssum saxatile Clairv. nee L.,Gonyclisia 1 ) saxatilis Dulac, = Alyssum alpinum Scop., = A. myagroides All., = K. mya-groides Medikus, = Camelina myagroides Moretti, = Alyssum rupestre Willd. nee Ten.,= Lepidium cristätum Lapeyr. herb. sec. ßubani, = Crucifera Kernera Krause). Felsen-Kugelschötchen. Taf. 128, Fig. 5; Fig. 768e bis g und Fig. 767.

Ausdauernd, 10 bis 30 (45) cm hoch. Wurzelstock ziemlich kräftig, kurzfaserig,'" oder mehrköpfig. Stengel einzeln oder zu mehreren aus den grundständigen Laub-blattrosetten entspringend, etwas kantig, meist ziemlich dünn und oft etwas zickzackförmigverbogen, einfach oder oberwärts, seltener schon vom Grunde an verzweigt, unterwärtsm eist anliegend borstlich-behaart, oberwärts kahl. Grundblätter in dichten Rosetten, ge-feit, spateiförmig oder elliptisch, stumpf bis spitz, ganzrandig oder gezähnt bis fieder-PP'gr anliegend borstlich-behaart (selten verkahlend). Stengelblätter den Grundblätternähnlich, nach oben schmäler und kleiner werdend; die mittleren und oberen ungestielt undm eist ganzrandig, lanzettlich bis linealisch, am Grunde verschmälert oder ± geöhrt um-lassend, in der Regel kahl. Blütenstände meist ästig; die einzelnen Trauben ziemlichwenigblütig, 1 zur Fruchtzeit locker (Fig. 767). Kelchblätter breit-elliptisch, etwa l 1 /* bis1 A mm lang, kahl, meist gelbgrün, breit weiss-hautrandig. Kronblätter weiss, reichlichdoppelt so lang als der Kelch (etwa [27a] 3 bis 4 mm), verkehrteiförmig-keilig (Fig. 768f),etwa 172 bis 2 mm breit, an der Spitze abgerundet, unterwärts in einen kurzen Nagel ver-schmälert. Längere Staubfäden an der Spitze knieförmig nach auswärts gebogen 2 ) (Fig. 768).Achse des Fruchtstandes meist zickzackförmig verbogen. Fruchtstiele abstehend, dünn,meist mehrmals länger als die Früchte (etwa 10 bis 15 mm lang); die unteren oft mitkleinen Tragblättern. Frucht fast kugelig oder ellipsoidisch bis verkehrt-eiförmig, etwa(2) 2 1 ji bis 3 (372) mm l an g, am Grunde oft kurz stielartig-zusammengezogen, durch denkurzen Griffel bespitzt. Fruchtklappen gewölbt, hart, mit bis zur oder über die Mittegeradem und deutlichem, dann sich netzartig verzweigendem Mittelnerv und ausserdemschwach netzaderig. Scheidewand fast kreisrund, elliptisch oder verkehrt-eiförmig. Samenln jedem Fache meist 4 bis 5 (6), selten mehr, 2-reihig angeordnet, klein (kaum 1 mm lang),breit-eiförmig oder ellipsoidisch, zusammengedrückt, nur an der Spitze etwas flügelartigWandet (Taf. 128, Fig. 5d), fast glatt. VI bis VIII.

Nicht selten an Felsen, steinigen Hängen, im Geröll und Gesteinschutt, in lichtenVv äldern der Kalkalpen und deren Vorberge; ebenso im Schweizerischen und im Badisch-w ürttembergischen sowie im Fränkischen Jura.

In Deutschland im Elsass? (nur von Lützel und St.Peter bei Pfirt im Jura an der Schweizer Grenze von

"°ntandon angegeben, neuerlich nicht bestätigt; fehlt den Vogesen), im Badisch-württembergischen Donautal auf

Jurakalk. (Tuttlingen, Fridingen-Bronnen, Beuron, Irrendorf, Werenwag usw.; vgl. K.Bertschin Allg. bot. Zeitschr.

Xl X [1913], pag. 185) und auf der Schwäbischen Alb (600 bis 800 m [hier als Glazialrelikt gedeutet]: Grüner Fels,

ettinger Rossberg, Hohenneuffen) 3 ) sowie in Bayern (in den Alpen verbreitet [bis 2080 m]; auf der obern Hoch-

0e ne an Mauern der Ruinen Freiberg und Eisenberg bei Pfronten, sonst mit den Flüssen herabsteigend: Hier

bis Ke

Nordb

mpten, mit dem Lech bis Mering [früher Augsburg], Isar bis Landshut. Ausserdem ganz vereinzelt inBayern im Jura: Schambachtal bei Kipfenberg in einer Seitenschlucht bei Böhmfeld). In Oesterreich"breitet in den Alpen und Voralpen (zuweilen auch durch die Flüsse herabgeschwemmt), meist häufig, so in^^Qer-Oesterreich, Steiermark, Krain (auch mehrfach in die Saveebene herabgeschwemmt, z. B. bei Zwischen-

') Griech.'Staubfäden.

2 ) Reichenbachs Abbildung (Ic. fl. Germ. Fig. 4264) zeigt knieförmig ein wärt s gebogene Staub-ae n, was offenbar auf einem Irrtum beruht.

s ) Vgl. Eichler, Gradmann und Meigen, Ergebn. der pflanzengeogr. Durchforsch, von Württem-er g> Baden und Hohenzollern, I., in Beil. zu Jahresh. Ver. Naturk. Württ. 61. Jahrg. (1905), pag. 35 bis 36.

yovv [göny] = Knie und %Xiva [klfno] = ich beuge; wegen der knieförmig-gebogenen