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Tafel 127.
Erklärung der Figuren.
Fig.
l- Coronopus procumbens (pag.1 a. Blüte (vergrössert).1 b. Schötchen.
1 c. Schötchen (im Längsschnitt).
2. Biscutella levigata (pag. 97).
2 a. Blüte (vergrössert).2b. Frucht.
3. Iberis amara. Habitus.
3 a. Blüte (vergrössert).
3b. Samen (durchschnitten).3 c. Frucht.
93) Habitus.
Habitus.
Fig. 4. Aethionema saxatile. Habitus.
„ 4a. Blüte.
„ 4 b. Frucht.
„ 5. Petrocallis Pyrenaica. Habitus.
„ 5 a. Längsschnitt durch die Frucht.
,, 5 b. Samen (durchschnitten).
„ 6. Cochlearia offitinalis. Habitus.
„ 6 a. Frucht (geöffnet) mit Samen.
„ 6b. Frucht (von aussen).
„ 6 c. Querschnitt durch den Samen.
nter den Namen Herba Coronopi sive Nasturtii verrucosi oder Ambrosia campestris als Diure-m °der Antiskorbutikum offizinel!; zu Asche gebrannt machte es den Bestandteil eines einstmals sehr berühmten
e heimmittels gegen Blasenstein aus
Die Blätter werden gelegentlich wie Garten-Kresse als Salat gegessen.
'200. Coronopus dfdymus ') (L.) Sm. (= Lepidium didymum L., = Senebiera didyma
ers <, = Lepidium bonariense Miller nee L., = L. Anglicum Huds., = Biscutella apetala
*» alter, = Senebiera pinnatifida DC, = Cor. pinnatifidus Dulac, = Sen. supina Thore,
Cor. pinnätus Hörnern., = Dileptium diffusum Rafin., = Crucifera Senebiera Krause 2 ).
Zweiknotiger Krähenfuss. Fig. 755.
Ein- oder zweijährig, 10 bis 30 (40) cm hoch, beim Zerreiben mit charakteristisch
stinkendem, an Lepidium ruderale erinnerndem Geruch. Stengel ausgebreitet bis aufrecht,
nur selten niederliegend, starr, gerade oder hin- und hergebogen, am Grunde stark ver-
Wei gt mit abstehenden Aesten, kahl oder mit ziemlich langen, einfachen, abstehenden
haaren besetzt. Laubblätter einfach- oder doppelt fiederteilig, + gestielt; die grundständigen
ot:t zu einer Rosette vereinigt. Blüten (Taf. 125, Fig. 5) in blattgegenständigen, lockeren
rauben, sehr klein. Kronblätter 4, sehr klein, stets kürzer als die etwa 1 ji mm langen
Kelchblätter, pfriemlich, gelblich, oder auch ganz fehlend. Staubblätter 2, seltener 4.
chötchen nierenförmig, oben und unten tief ausgerandet und an der Scheidewand eingeschnürt,
aciurch 2-knotig, beiderseits gewölbt, netzig-runzelig, ohne Griffel (Fig. /55b), zuletzt auf-
Pnngend, an ungefähr doppelt so langen, zarten Fruchtstielen. Samen 1 bis 2 mm lang,
" ell gelb, den ganzen Hohlraum ausfüllend. — VI bis VIII.
Aus Amerika eingeschleppte Wanderpflanze; im Gebiet sehr selten und meist nur°rübergehend auf Schutt und Ballaststellen, wüsten Plätzen, an unbebauten Orten, Ufern,sowie auf Gartenland als Unkraut.
In Deutschland besonders in der Nähe von Meeresküsten (hier meist durch den Schiffsverkehr
"geschleppt) beobachtet, z. B. am Eibufer bei Altona (seit ca. 1830) und Ovelgönne und anderwärts um
mburg (Sternschanze, Hansahöft), Ritzebüttel (Cuxhafen); Rostock, Wyk bei Greifswald, Wolgast (mehrfach
langer Zeit). West- und Ostpreussen: früher selten und unbeständig mit Ballast verschleppt (Westerplatte,
eufahrvvasser und Ganskrug bei Danzig [hier noch 1909]; Tilsit). Brandenburg: Sommerfeld a. Oder (Danke'sche
rik ). Schönebeck (Bezirk Magdeburg) : Allendorf'sehe Kaiserbrauerei. Anhalt: Hautwollfabrik Rodleben (Ross-
Tu» nnover : Döhren (Wollwäscherei), zwischen Esteburg und Moorburg. Westfalen: Siegen. Schnepfental in
ringen (eingebürgert?). Elsass: Rupprechtsau (1855), neuerdings bei Strassburg und Neudorf. Baden: Frei-
s> Uffenburg, Karlsruhe (hier von Gm e lin 1808 „beim Holzmagazin", wohl als Flüchtling aus dem botanischen
_^_^enangegeben), Durlach, Hafen von Mannheim. Württemberg: Tübingen. Bayern: Kaufbeuren, Landshut. In
) Gr. öidvßog (dfdymos) = doppelt, zwiefach, Zwilling; in der botanischen Kunstsprache = zwei-n 'g, hier nach der Form der Frucht.
) Weitere Synonyme siehe bei Muschler a.'a. O. S. 136. Hinzuzufügen sind die Namen Senebieraers., Coronopus Helenae Spreng., Nasturti'olum casträtum Medikus und N. pinnätum Mönch.
di dym a