auf;
sind
M den nördlichen Ländern vielleicht nicht ursprünglich. In der Schweiz 1842 bei Grenzach (Baden!)
• oasel aufgetreten (offenbar rheinaufwärts gewandert), von hier längs der Eisenbahnen landeinwärts vor-
gend. Anderseits benützte die Pflanze sicherlich auch die Rhonepforte unterhalb Genf zur Einwanderung
Hrar >kreich und die Wanderstrasse der „pontischen" Arten aus dem Donautal in die östliche Nordschweiz;
wurde sie bei Schieitheim (Schaffhausen) und Zürich gefunden, 1869 war sie ausserdem aus Genf, Wallis,
a adt, Solothurn, Aargau und St. Gallen bekannt, 1879 auch von Glarus und Landquart. Heutige Verbreitung:
116 U "^ Haupttäler der Alpen, besonders längs der Eisenbahnen und Verkehrsstrassen; oberhalb Arosa bis
m > Salastrains bei St. Moritz bis 2100m ansteigend.
Aendert ab: var. genufnum Thell. (= var. typicum L. Micheletti). Stengelblätter länglich, un-
t= e massig gezähnt, mit meist spitzen O ehrchen (Die häufigste Form). — var. crassifölium N. Terracciano.
atter dicklich. Frucht oft grösser, deutlicher netzaderig (Salzige Stellen der Mittelmeerküste; wohl auch
ebiet). — V ar. subintegrif ölium L. Micheletti. Stengelblätter fast oder völlig ganzrandig, meist breiter
eim Typus, die oberen oft herz-eiförmig, mit stumpfen Oehrchen (Italien; 1910 verschleppt bei Delsberg in
chweiz). — var. Madritense (Pau) Thell. Stengelblätrer schmäler als beim Typus, spitz, wie die ganze
a nze fast kahl (Süd-Euiopa; 1905/1906 verschleppt bei Solothurn [Schweiz]). — Allgemeine Verbreitung
nterart: wie die Gesamtart; eingebürgert im extramediterranen Europa in England, Belgien, Dänemark,
"^-Schweden, Süd-Norwegen usw.
Subsp. II. Chalepense 1 ) (L.) Thell. (= L. Chalepense L., = Thlaspi Chalepense Poir.). Schötchenrunde gestutzt oder abgerundet bis kurz verschmälert. In der var. typicum Thellung selten aus Südwest-en eingeschleppt: Südbahnhof München 1903 (Hegü), Brunnen (Schwyz) 1910.
Die ziemlich kleinen, weissen Blüten dieser Art sind an sich wenig auffällig; doch erhöht die weissliche
n g der Kelchblätter, sowie die Anordnung der Blüten zu dichten Doldenrispen die Augenfälligkeit. Auchein bemerklicher Honigduft anlockend auf die Insekten. Bei hellem Wetter spreizen sich zu Beginn des
Färbuwirkt
ns Kelch, Krone und Staubblätter bis zu einem Blütendurchmesser von 7 bis 8 mm auseinander, und die
nen, aussen zwischen den Basen der Staubfäden sitzenden Nektardrüsen werden auch kurzrüsseligen
en leicht zugänglich. In einem späteren Stadium legen sich die Blütenteile bis zu einem Durchmesser
bis 5 mm zusammen; dabei kommen die Antheren der langen Staubblätter an die Narbe zu liegen und
ewirken Selbstbestäubung.
Die scharf schmeckenden Samen dieser Art wurden ehemals als Würze statt des Pfeffers gebrauchter Aufguss des scharfen Krautes fand arzneiliche Verwendung.
y * Lepidium campestre (L.) R. ßr. (= Thlaspi campestre L., = Lepia campestrisv -> = Iberis campestris Wallr., = Thlaspi incänum Gilib., = Cochleäria fcetidarank, = Crucifera Lepidium Krause). Feld-Kresse. Franz.: Passerage, nasitort,bourse de Judas; engl.: Mithridate pepperwort; ital.: Erba-storna. Taf. 126, Fig. 5.
Ein- bis zweijährig, meist 20 bis 50 cm hoch. Wurzel spindelig, blass, meist ein-P §• Stengel fast stets einzeln, gerade aufrecht, von sehr kurzen und schlanken, wag-abstehenden Haaren weich flaumig-filzig (selten fast kahl), dicht beblättert, oberwärts■t>i.. e ' 3eris träussig-ästig, mit bogig-aufsteigenden, beblätterten Aesten. Grundblätter (zur_ ezeit meist abgestorben) leierförmig-fiederlappig; untere Stengelblätter in einen kurzenverschmälert, mittlere und obere meist 1 bis 2 cm lang, dreieckig- oder eiförmig-tuch, m ^ herzpfeilförmigem Grunde stengelumfassend, meist ausgeschweift-gezähnelt,gleich dem Stengel weichhaarig. Blüten ziemlich unansehnlich. Kelchblätter eiförmig,— /2 mm lang. Kronblätter 1 x \i mal so lang als der Kelch, mit verkehrt-eiförmig-keiliger,mählich in den langen Nagel verschmälerter Platte. Staubblätter 2 + 4. Fruchtstieleg echt abstehend, (wie die Traubenspindel) abstehend weichhaarig bis fast kahl,cnen meist 5 :4 mm, aufsteigend (mit dem Fruchtstiel einen stumpfen Winkel bildend),seits stark konvex, oberseits wegen der aufwärts gebogenen Flügelränder schwachv j breit-eiförmig, am Grunde gedunsen und abgerundet, oberwärts stark zusammen-ck t, an der Spitze ausgerandet. Fruchtklappen fast vom Grunde bis zum unterenY el sehr schmal-, dann breiter geflügelt (Flügelbreite an der Spitze = l js der Scheide-ange)^ von schuppenartigen, dicht stehenden Papillen rauh; Scheidewand rhombisch-') Nach der Stadt Aleppo (Haleb) in Syrien benannt.