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Tafel 126.
Erklärung der Figuren.
'S- 1. Teesdalia ntidicaulis (pag. 72). Habitus.1 a. Geschlechtsapparat.lb- Schnitt durch die Frucht.2 - Lepidium mderale (pag. 83). Blütenspross.2a. Samenträger mit Samen.
Lepidium Draba (pag. 78). Blütenspross.
3.
Fig. 3 a. Blüte (vergrössert).„ 3b. Schnitt durch das Schötchen.„ 3 c. Samen.
„ 4. Lepidium latifolium (pag. 89).„ 5. Lepidium campestre (pag. 79).„ 5 a. Frucht.
ormig, zusammengedrückt, 1 bis 1,2 mm lang, hellbraun, glatt, nicht berandet. Keimling
envvurzelig; Keimblätter breit, mit ihren kurzen Stielen etwas über die Krümmung des
eimlings hinübergreifend. Mesophyll-Idioblasten. — IV, V (vereinzelt bis in den Herbst).
Auf sandigen und tonigen Aeckern, an Rainen, auf Sandboden, auf Grasplätzen, Heiden
V •&■ auf Heiden der Eifel mit Sarothamnus scoparius, Gräsern, Potentillen, Hieracien,Vaccinium
ytillus usw.), Hügeln, Bergwiesen, in Kiefernwäldern, an Felsabhängen; kalkfliehend.
Ziemlich verbreitet durch das Gebiet; fehlt jedoch in den Gebirgsgegenden und in der Schweiz fast
'g. in Deutschland nicht selten, fehlt wohl keinem grösseren Gebiet (am seltensten in Württemberg und dem
enen Bayern) ; im Thüringerwald bis 400 m ansteigend, auch in den Vogesen in der montanen Stufe. In
terreich in Böhmen (Sudetengebiet, Weisswasser, Bösig, Böhm. Schweiz, Georgswalde, Elbeniederungen,
geoirge, Budweis, Wittingau) und Niederösterreich (häufig im Becken von Gmünd bis nach Litschau und
er böhmischen Grenze, ferner bei Langegg, Kollapriel). In der Schweiz innerhalb der politischen Grenze
e nicht sicher nachgewiesen (beim „Neuen Haus" zwischen Basel und Weil, wo die Pflanze von C. Bauhin
^ 4 J beobachtet worden war, ist sie sicher erloschen); zunächst in Oberbaden nahe der Baseler Grenze
ei l auf sandigen Brachfeldern mit Rumex Acetosella, Scleranthus, Crassula rubens, Trifolium arvense,
tnopus perpusillus, Lycopsis arvensis, Arnoseris minima usw. (nach Christ [briefl.]; nach ebendemselben
hier jetzt durch intensive Kultur verdrängt), vielleicht noch bei Haltingen; die alten Haller'schen An-
s en aus dem Genfer-, Neuenburger-, Berner-, Aargauer- und Solothurner Jura (Saleve, Thoiry, Colombier,
ndson, Tavannes, zwischen Court und Sonvillers, Baistal, Biberstein) sind mit Rücksicht auf die Kalkfeindlich-
üer Pflanze wohl sicher irrig, diejenige aus dem nördlichen Aargau (zwischen Möhlin und Wallbach, auf
rucano) zwar nicht unwahrscheinlich, aber neuerlich nicht bestätigt; dagegen findet sie sich häufig an der
nze des französischen Jura gegen die Vogesen bei Montbeliard. Ausserdem einmal bei Ennenda (Kt. Glarus)
eobachtet (Binz!). Vgl. Thellung in Ber. der Schweiz, bot. Gesellschaft 1913.
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (besonders im mittleren Teil);Kaukasus ?
Aendert nur unbedeutend ab: f. integrifölia (Dumortier) Lackowitz (= T. Iberis ß integrifölia
mort.). Pflanze mit ungeteilten Laubblättern (Meist blosse Kümmerform). — f. ramösa (Boenningh.) Thellung
V~~ Iberis var. ramösa Boenningh., = T. nudic. var caulescens Rchb.). Pflanze mit ästigem, + beblättertem
n gel (Vereinzelt unter dem Typus; meist nur individuelle Variation, besonders bei spätblühenden Individuen).
~~ £ -hirsuta Rchb. Pflanze stärker behaart.
Während der Blütezeit sind die Blüten zu einer Fläche zusammengedrängt, wobei die nach aussen
cnteten Kronblätter, ähnlich wie bei den Umbelliferen, stärker entwickelt sind als die nach innen liegenden.
a er in dem Masse, wie das Verblühen fortschreitet, die Blütenstandsachse sich streckt und die Blüten-
e in eine Traube auseinanderzieht, so kommt jede Blüte gerade während ihrer Vollblütezeit an den Rand
lache zu liegen. Dementsprechend sind nicht wie bei den Umbelliferen und Compositen nur die
prunglich randständigen, sondern sämtliche Blüten zygomorph ausgebildet. — Die Auffälligkeit der sehr
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n Blüten wird ausserdem durch die an der Spitze weissgefärbten Kelchblätter und die kronblattartigen
n gsel der Staubblätter erhöht. Die Anhängsel der langen Staubblätter umschliessen dicht den Frucht-
en , über der Mitte des Grundes des benachbarten Kronblattes hat jedes Anhängsel eine Ausbuchtung, mit
_ • eine Honigdrüse umfasst; auf der entgegengesetzten (äusseren) Seite wird jede Honigdrüse von der
c alls ausgebuchteten Mitte des Kronblattgrundes umschlossen. Die Antheren der 4 langen Staubblätter
gen die Narbe etwas und drehen sich beim Aufblühen nach dem benachbarten kurzen Staubblatt hin;
d aubbeut el der kurzen Staubblätter stehen in der Höhe der Narbe und wenden sich nach der Aussenseite
j ut enstandes. Besuchende Insekten bewirken sowohl Fremd- als Selbstbestäubung; bei ausbleibendem
tenbesuch erfolgt letztere spontan durch die langen Staubblätter.