583
pinselförmig zusammenfallend), meist kürzer als die Stengelglieder. Schwimmblätter (wennvorhanden) tief 3-teilig, mit meist keilförmigen, vorn oft zerschlitzten Abschnitten. Blüten-achse halbkugelig (Fig. 708 b). Blüten langgestielt, durchschnittlich kleiner als bei nr. 1143,sich über den Wasserspiegel erhebend. Honigblätter weiss (Fig. 708c), schmäler als beinr. 1143, klein (oft 3 bis 7 mm lang), weiss, gelb benagelt. Staubblätter 6 bis 20, längeroder etwas kürzer als das Fruchtköpfchen. Früchtchen rauhhaarig oder kahl, mit schiefendständiger Spitze (Fig. 708 i und 1). — V bis VII.
Ziemlich verbreitet in stehenden oder langsam fliessenden Gewässern; vereinzeltbis in die alpine Region (im Oberengadin bis 2580 m).
Allgemeine Ve rbreitung: Fast ganz Europa.
Diese Art, welche von R. aquatilis oft nur schwer zu unterscheiden ist, zeigt einen sehr grossenFormenreichtum, a) Heterophylle Formen, d. h. neben den untergetauchten Laubblättern sind noch Schwimm-blätter vorhanden. Hieher var. rädians Revel. Schwimmblätter 3- bis 5-teilig. Abschnitte verkehrt-eiförmig,am Grund keilförmig, vorn spitz oder eingeschnitten gezähnt. Blüten ziemlich gross. Blütenstiele dick undkurz, meist länger als das Laubblatt (Selten). — var. Godröni Gren. nee Marsson. Aehnlich der vorigenForm, jedoch die Blüten kleiner. Blütenstiele schlank, so lang oder länger als das Laubblatt (Selten). —subsp. Petiveri l ) Koch als Art (= R. confüsus Godron, = R. triparti'tus Nolte, = Batrachium Petiveri vanden Bosch, = B.confusumGarcke). Fig./07f bish. Pflanze zart, gelbgrün, 10 bis 30 (50) cm lang. Stengel stumpf kantig,wenig verzweigt, oft kurzgliederig, wie die Blütenstiele kahl. Laubblätter meist zweigestaltig und alle gestielt;die untergetauchten mit linealischen, starren Zipfeln.Schwimmblätter langgestielt, am Grunde schild-förmig oder gestutzt, 3-spaltig bis 3-teilig (dieTeile zuweilen sogar gestielt), mit konvexen, ge-raden oder konkaven Seitenrändern, oben gekerbt,gewöhnlich mit stumpfen Zähnen. Blattscheidenklein, auf 2 /s ihrer Länge mit dem Blütenstiel ver-wachsen, schwach behaart. Blütenstiele 1,5 bis3 cm lang, meist etwas länger als die benachbartenBlätter, nach oben nicht oder nur sehr wenig ver-jüngt. Blüten mittelgross bis klein (1,5 bis 8 mm).Honigblätter sehr hinfällig, umgekehrt-schmalei-förmig, doppelt so lang als die Perianthblätter_Honigdrüse satteltaschenförmig mit runder Oeff-nung. Staubblätter 6 bis 15. Blütenachse fast kugelig(Fig. 707h), dicht mit langen Borsten besetzt. Frücht-chenwenigzahlreich (Ibis/),nahezu halbkreisförmig(Fig.707g), mit fast gerader Innenseite,welche in einedie Wölbung überragende Spitze endigt, auf demRücken stark borstig (Besonders an der Küste derNord- und Ostsee, selten [vielleicht übersehen ?]auch im Binnenlande, z. B. im salzigen See beiEisleben). — Hieher var. carinätus (Schur) Freyn.Schwimmblätter fehlend (Niederösterreich). —subsp. COnfÜSUS Godron (= R. triparti'tus Nolte,= R. Petiverii Coss. et Germ., = Batrachiumhololeucum van den Bosch). Pflanze in der Trachtvon R. Baudotii, freudiggrün, zart. Stengel. Blatt-und oft auch die Blütenstiele behaart. Unter-getauchte Laubblätter ungestielt, mit zarten, haar-förmigen, ausserhalb des Wassers pinselartig zu-sammenfallenden Zipfeln. Schwimmblätter lang-gestielt, tief keilig-dreispaltig mit gekerbten Lappen.Blattscheiden gross, zart, die der oberen Blättermit dem Blütenstiele höchstens auf ! /3 ihrer Länge
Fig. 708. Ranunculus flaccidus Pers. var. p aucistamineusTausch, a Habitus ('/s natürl. Grösse), b Blütenstandsachse, c Honig-blatt, d Fruchtköpfchen, e Früchtchen, — /var. R i o n i i Lagg. Habitus.g Blütenstandsachse, h Fruchtstand, i Früchtchen. — i var. con-fervoides Fr. Habitus. / Früchtchen. — m forma terrestrisGren. et Godr.
') Benannt nach James Petiver, gest. 1718, Apotheker in London.