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Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa ausser dem Norden und Osten (inNorwegen bis 60° 24'), nordwestliches Asien bis Nordpersien; in Nordamerika eingeschleppt.
Aendert ab : var. typicus Erdner. Perianthblätter — wenigstens am Ende der Blütezeit— alle zurück-geschlagen (Verbreitet). — var. distans Erdner. Perianthblätter — auch am Ende der Blütezeit — nur ab-stehend nicht zurückgeschlagen (Selten). — var. deci'piens Erdner. Unteres Stengclblatt fast handförmigtief geteilt mit etwas längerem Mittelzipfel, im Umriss rundlich, die beiden obern eiförmig-länglich mit fastganzrandigen, schmalen Zipfeln. Behaarung schwächer. — var. Hüthii Aschers, et Graebner (= var. glaber-rimus Huth). Pflanze bis auf die Aussenseite der Perianthblätter vollständig kahl (Selten). —var. b rachiätusSchleich. Stengel verkürzt. Perianthblätter sehr stark behaart (Dürre, trockene Orte). — var. valdepvibensJordan. Ganze Pflanze dicht weichhaarig (Tessin). — var. albon&vus Jordan. Pflanze kräftig. Laubblätterreichlich behaart, weissgefleckt (Wallis, Tessin). — var. dissectus Babey, Laubblätter dicklich, mit lineal-lanzettlichen bis linealen Abschnitten. — var. pygmaeus Schwarz. 2 bis 3 cm hohe, einblütige Zwergform,mit bogig gekrümmtem Stengel (Selten).
Dieser an dem verdickten Stengelgrunde, an dem kantigen Blütenstiel und an den zurückgeschlagenenPerianthblättern sehr leicht kenntliche Hahnenfuss ist weit weniger häufig als der scharfe Hahnenfuss und bewohntmehr trockene Standorte. Auf kurzgrasigen Triften erscheint er im Frühsommer zuweilen neben Luzula campestris,Anthoxanthum odoratum, Briza media, Phleum pratense var. nodosum, Brachypodium pinnatum, Avena pubescens,Anemone pratensis (in Norddeutschland), Saxifraga granulata, Dianthus Carthusianorum, Trifolium montanum,Polygala vulgaris, Cerastium arvense, Ononis repens, Pimpinella saxifraga, Leucanthemum vulgare etc. Nachder Samenreife verdorren Stengel und Blätter sehr schnell. — Von Monstrositäten kommen bei dieser Art inBetracht Stengelfasciation, Durchwachsung der Blüte, Vermehrung der Perianthblätter, Honig- und Staubblätter,so dass dicht „gefüllte" Blüten entstehen. Gelegentlich finden sich auch rein weibliche Blüten mit verküm-mertem Androeceum vor. Ferner können die Laubblätter leicht Adventivknospen hervorbringen.
1123. Ranunculus repens L. Kriechender Hahnenfuss. Franz.: Renonculerampante, bassinet, pied de poule, pied de coq, piepon, chasse; engl.: Creeping buttercüp,meg-many-feet; ital.: Stelletine, stroscione, crescione selvatico. Tai 120, Fig. 2 und Fig. 691.
Zu Knien-, Kranenfoet (Nordwestl. Deutschland), Krahfuss (Nassau), Krobes [= Krähen-fuss] (Nahegebiet), gelbe Krontatschen (Böhmerwald), Wittfötkes [= weisse Füsschen?] (Westfalen)vgl. Ranunculus acer pag. 561! Nach der Aehnlichkeit der Blätter mit denen des Sellerie (= niederd.„Mark", bayer. Zeller). Mark, Willemark [wilder Mark], Holtmark (Nordwestl. Deutschland), Zeller-gras (Egerland). Zu Strupfe, Strumpfe (Oesterreich) vgl. unten die ähnlich am Boden umherkriechendeAckerwinde (Convolvulus arvensis). Im Nahegebiet heisst diese Hahnenfussart Wätzblumen, Sichelwätz,im Böhmerwald Görisch-, Tö-rischgras. Zahlreiche Benenn-ungen führt die oft in Gärtengezogene gefüllte Form: Krun-kein (Weichseldelta), Onkelchen[siel] (Gotha), Aurunke 1 (Sig-maringen), Arunkele, Harung-gele, Narungkl (Elsass) aus demlatein. Ranunculus; Goldknöpe,G ol d k n ö p k en (Nordwestl.Deutsch-land), Dukatenblum e, -röschen(Oberösterreich), Röserl (Böhmer-wald), Soldatenriesla, gelbesSammtriesla (Riesengebirge),gelbes Busserl, gelbesMond-scheinl, Schweinzerl (Böhmer-wald), Rockerl (Niederöstereich).
Ausdauernd, (15) 30bis 40 (50) cm hoch, mitbüsche-ligen, faserigen Wurzeln, amGrunde nur wenig verdickt,
oberirdische beblätterte und Fig. 691. Ranunculus repens L. Phot. Brutschy, Seon (Schweiz).