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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt in der Arktis), gemässigtesAsien (östlich bis zum Himalaya). Nordafrika.

Aendert etwas ab: var. tvpicus Beck (= var. spinösus Neilr.). Früchtchen bestachelt (Verbreitet).- var tuberculätus DC. (= var. segetalis Rchb.). Früchtchen statt mit Stacheln (teilweise oder ganz)nur mi't stumpfen Hockern besetzt (Selten). - var. e tuber c u latus Ser. Früchtchen auf beiden Selten mitvorspringenden, ineinanderfliessenden Adern, vollständig wehrlos (Selten). - Diese mit den e.genar igen,* rucht-rhen ausgestattete Art tritt, besonders auf lehmigem Boden, in Getreideäckern zuweilen massenhaft auf. häufigin Begleitung von Papaver Rhoeas, Centaurea Cyanus, Delphinium Consolida, Adonis aestivalis, Anagallisarvensis Viola tricolor Polvgonum aviculare, Sinapis arvensis, Lithospermum arvense, Melampyrum arvense etc._ Die'schwefelgelben Blüten öffnen sich bereits bevor die Geschlechtsorgane vollständig entwickelt sind.Neben den normalen Zwitterblüten können auch kleinere weibliche Blüten vorkommen. Die Zahl der Staub-blätter beträgt in der Regel 10 bis 13; doch verkümmern nicht selten einzelne, so dass nur 5 bis 2 vorhandensind ^Mitunter schlagen alle fehl, wodurch die Pflanze gynomonoecisch wird. Die normal stark bewehrtenFrüchtchen bleiben an vorbeistreifenden Tieren leicht hängen.

1120. Ranunculus muricätus L. Stachelfrüchtiger Hahnenfuss. Fig. 690d und e.

Einjährig, 10 bis 50 cm hoch, zerstreut borstenhaarig mit faserigem Wurzelstock.Stengel niederliegend, aufsteigend oder aufrecht, kräftig, verzweigt, behaart. GrundständigeLaubblätter gestielt, im Umfang rundlich bis nierenförmig, 3- bis 5-lappig mit grob gesägt-p-ekerbten Abschnitten. Stengelblätter den grundstänigen gleichgestaltet, gestielt (Stieleabstehend behaart), anliegend behaart, später verkahlend. Blüten gestielt, relativ klein, denLaubblättern gegenüberstehend. Perianthblätter abstehend. Honigblätter hellgelb, länglichverkehrt-eiförmig, allmählich in den Nagel verschmälert. Honigschuppe gross. Staubblätternur 10 bis 20. Fruchtboden behaart. Früchte gross, länglich-eiförmig, beidseitig flach,mit kahlem, überragendem, grünem Rand und fast geradem, 2 bis 3 mm langem, dickemSchnabel, auf den Seiten mit kurzen Dornen besetzt (Fig. 690 e). V bis VII.

Selten an feuchten, sumpfigen Stellen.Einzig in Oe st erreich in Krain und Küsten-land (nicht in Südtirol). Selten auch adventiv.

Allgemeine Verbreitung: Mittel-meergebiet, Portugal; in Nordamerika undAustralien eingeführt.

1121. Ranunculus Sardöus 1 ) Crantz (= R.Philonotis 2 ) Ehrh., = R. hirsütus Curt.). Sar-dinischer Hahnenfuss. Ital.: Erba di SantoMartino. Fig. 690a bis c.Pflanze einjährig, im Habitus von R. bul-bosus, 10 bis 30 (50) cm hoch, mit büscheligen,faserigen Wurzeln, am Grunde nicht verdickt.Grundständige Laubblätter gestielt, 3-zählig.Mittleres Blättchen ± gestielt, alle 3-spaltig bis3-teilig mit unregelmässig gesägt-gezähnten Ab-schnitten und spitzen Zähnen. StengelständigeLaubblätter den grundständigen gleichgestaltet,nach oben einfacher werdend, die obersten sitzend

Fig. 690. Ranunculus Sardous Crantz. a Habitus

(1/3 natürl. Grösse). b Fruchtstand, c Teilfrucht. R. muri-

<( Habitus (1,3 natürl. Grösse), e Fruchtstand.

ltus L.

') Lat. Sardöus = sardinisch; herba Sardoa bei Vergil Name einer Giftpflanze, die als eine Ranunculus-

Art gedeutet wurde.

2) Gr. qi/.os [philos] = liebend und vorig [nötis] = Feuchtigkeit, Nässe; nach dem feuchten Standort

der Pflanze.

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