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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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kugelig. Früchte zahlreich (Fig. 672 f, g), klein (bis 3 mm lang), dicht weisswollig-filzig, kurz-geschnäbelt. IV bis VI.

Zerstreut an sonnigen Hügeln, in lichten Nadelwäldern, an steinigen Abhängen, in

Gebüschen, an Wegrändern, auf Heiden; besonders auf kalk-reicher Unterlage, doch auch auf Sandboden. Von der Ebenebis in die Vorberge (bis ca. 1000 m).

In Deutschland besonders in den Kalkbergen von Mittel-deutschland, Thüringen, Harz etc.; fehlt im nordwestlichen Gebiet, inSchleswig-Holstein sowie im Norden von Ost- und Westpreussen gänzlich.Nordwestlich bis Mecklenburg (Klüschenberg bei Stargard) und nördlichesHannover (bei Alfeld und Iberge im Hils neuerdings aufgetaucht). ImSüden seltener, in Bayern südlich der Donau einzig bei Aibling (beiMering bei Augsburg angepflanzt), auch im Albgebiet nur am Ursulabergbei Pfullingen und bei Hechingen, im württembergischen Oberland ganzfehlend. In Oesterreich einzig in Böhmen (verbreitet), Mähren (zer-streut), Niederösterreich, Oberösterreich und Steiermark. In der Schweizeinzig im Basler Jura an der Nordseite des Hauensteins ob Läufelfingen.

Allgemeine Verbreitung: Stellenweise in Süd-und Mitteleuropa (fehlt in den Pyrenäen, im grössten Teilder Alpen, in Zentralfrankreich, Belgien, Holland, England,Dänemark, Nordeuropa [mit Ausnahme der Halbinsel Kanin],Italien [mit Ausnahme von Piemont], Griechenland; nördlichbis Stockholm [ca. 60° nördl. Breite], zum Onegasee, Kasan,Ural), Kaukasus, Vorderasien, Transbaikalien, Mongolei,Dahurien, Mandschurei, Ost- und Nordsibirien (an der Lenabis zur Küste des Eismeeres), Kamtschatka.

A. silvestris, welche Art in Mitteleuropa stellenweise namentlichin den Kalkgebirgen, sowie auf mergelhaltigem Diluvialsand verbreitetist, tritt im ganzen europäischen Verbreitungsareal sehr gleichartig auf.

Fig. 673. Anemone silvestris L.Habitus (i/a natürl. Grösse).

Alle hier in Betracht kommendenFormen gehören dem Kreise der var.mai'or Janczewski an: Blüten gross,mindestens 2 cm (oft aber bis 7 cm) imDurchmesser, meist einzeln, seltener zuzweien (f. b i f 1 6 r a Grütter), in der Regelweiss, aussen oft rötlich, sehr seltenrötlich. Eine Monstrosität stellt m.Uechtritziäna Seemen dar: Blüten-hüllblätter + dunkelpurpurn überlaufen.Carpelle häufig verlaubend (Branden-burg: Rüdersdorf; Niederösterreich:Rodaun). Formen mit fehlendem oderkurzem Blütenstiel wurden als f.acaü-lis Schur bezw. f. subacaülis Schurbeschrieben. Auf den Wurzeln tretenAdventivknospen auf. Die Blüten er-reichen, wenn sie sich im Sonnenscheinausbreiten, einen Durchmesser von70 mm und locken daher zahlreicheInsekten an. Diese letzteren vollziehen

sowohl Selbst- als Fremdbestäubung.

0 Fig. 0/4. Anemone silvestris L. Vegetationsbild.

A. silvestris ist eine Charakter- Phot. Joseph Ostermaier, Dresden.