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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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die folgenden, durch die bewimperten Staubfäden miteinander übereinstimmenden Formen daselbst verbreitetsind: f. callibötryon (Rchb.) Gayer (= A. macrostächys Ser.). Laubblätter wie beim Typus breitgeteilt.Traubenspindel und Blütenstiele (seltener auch die Blütenhülle) in der Jugend flaumig behaart, später oftverkahlend. Untere Tragblätter nicht länger als die Blüten. f. Koehleri (Rchb.) Gäyer. Wie vorige,aber die Blattzipfel schmal, vorgestreckt, zugespitzt. f. l&tum (Rchb.) Gäyer (= A. amcenumRchb.). Ebenso, aber die Blüten himmelblau (Vereinzelt). f. commutätum (Rchb.) Gäyer (= A.bracteösum Ser.). Wie f. callibötryon, doch die Behaarung bleibender. Tragblätter gross, laubblattartig,die Traube daher im unteren Teile durchblättert. f. plicätum (Rchb.) Gäyer. Wie vorige. Helmstark vorgewölbt mit unregelmässig gefalteter Stirn (Selten). f. rigidum (Rchb.) Gäyer. Stengel3 bis 5 dm hoch, dünn, steiflich. Blattzipfel schmal, kurz bespitzt. Traube einfach, lockerblütig. Tragblätterklein. Behaarung wie bei f. callibötryon oder commutätum. Die Form offener Standorte, häufig auf Torf-stichen. Ausserhalb des Gebietes durch die Karpaten verbreitet.

e*. Helm nicht so hoch- und breit-gewölbt, meist halbkreisförmig, selten etwas höher, dann offenmit stark gebuchteter Grundlinie............................f.

f. Blattzipfel schmal, verlängert, 3 bis 4 mm breit, der Mittelabschnitt oft gestielt.

8. subsp. Lobeliänum Rchb. Fig. 654a bis c. Stengel schlank, 1 m hoch und höher, im oberen Teilesamt der Traubenspindel, den Blütenstielen und Blüten krausflaumig behaart. Laubblätter tief 5- bis 7-teilig(Fig. 654a), der Mittelabschnitt stets stielförmig zusammengezogen. Blattzipfel verlängert, lineal, zugespitzt. Blüten-stand ästig mit schwachen, dünnen Seitentrauben. Endtraube lang, an der Spitze auffallend verschmälert. Trag-blätter schmallineal, kurz, die untersten schmal, deutlich eingeschnitten, die Blüten nicht überragend. Blüten-stiele aufrecht-abstehend, die unteren bedeutend länger alsdie Blüten. Helm offen, oben breit gerundet, am Grunde langverschmälert mit stark gebuchteter Grundlinie und deutlich vor-gezogener Spitze (Fig. 654b). Sporn der Honigblätter kopfförmigaufwärts gekrümmt (Fig.654c). Staubfäden wimperhaarig. Frucht-knoten kahl. Schweiz (Kanton Graubünden, Bern, Zug, Unter-waiden, Zürich, St. Gallen, Appenzell), Württemberg (Längen-argen), Bayern (Alpen, besonders im Algäu). Wahrscheinlichauch im angrenzenden Vorarlberg und Tirol. In Steiermark(Mariazell, Sulzbach) neuerdings nicht gefunden. Aendert ab:f. brachytrichum Gäyer. Traubenspindel, Blütenstiele undBlütenhülle kurz abstehend, weichhaarig mit eingemengtenDrüsenhaaren. Algäu (Pfronten).

9. subsp. Bauhfni Rchb. Wie vorige. Stengel ofthöher. Der mittlere Blattzipfel am Grunde stark verschmälert,aber nicht gestielt. Blattzipfel kürzer bespitzt. Seitentraubenkräftig, oft zahlreich. Endtraube an der Spitze nicht auffallendverschmälert. Helm meist verkahlend. Im Gebiete nurin der westlichen Schweiz (Jura: Mont Tendre, Valleyres,Chasseral). In Frankreich verbreitet.

f*. Blattzipfel lanzettlich, oft verkürzt, meist 4 bis7 mm breit.

10. subsp. neomontänum Wulf. (= A. NeubergenseDC.). Fig. 655 h bis 1. Stengel bis über 1 m hoch, im oberenTeil samt der Traubenspindel, den Blütenstielen und der Aussen-seite der Perianthblätter kurz flaumig. Laubblätter tief 5- bis7-teilig mit breit keilig-rhombischen Abschnitten und lanzett-lichen, kurzen Zipfeln (Fig. 655h, i). Blüten in massig dichter, ein-facher oder etwas ästigerTraube. Tragblätter lineal, fast so langwie die Blütenstiele, die unteren eingeschnitten, etwas länger.Blütenstiele aufrecht-abstehend oder mehr aufrecht, kurz, dieunteren kaum länger. Vorblätter lineal. Blüten violett. Helmaufliegend, so breit oder breiter als hoch, fast halbkreisförmig, mit

gerader oder schwach gebuchteter Grundlinie. Sporn der

» r rig. uoo. A com tum N ap el lus L. subsp. iormosum

Honigblätter kopfig aufwärts gekrümmt. Staubfäden behaart. Rchb. a Laubblatt, b Blüte, c Honigblatt. subsp.

Fruchtknoten kahl. Der Typus nur in den Ostalpen: firmum Rchb. d Laubblatt, c und /Blüte7 0 «- Honig-

blatt. subsp. neomontänum Wulf, h, i Laubblatt,

bteiermark, Nieder- und Oberosterreich. f. Meyeri Rchb. k Blüte. /Honigblatt. Alle Figuren verkleinert.

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