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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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(Venediger Gebiet) und in Kärnten (Glocknergebiet: Astenalm bei Sagritz und Kapponigalm bei Obervellachim Mölltal, Kreuzkofelgruppe südlich von Lienz). In der Schweiz vereinzelt in den Alpen der Waadt(Diablerets, Dent de Mordes, Paneyrossaz, Alpen ob Bex, Martinets, Orannaz, Enzeindaz). von Wallis (Mt. Brun,Mt. Fully, Alesse, Lötschental, Loze, Gemmi, Torrenthorn, Pierre ä Voir, St. Bernhard) und in Graubünden(Engadin, Davos, Bergünerstöcke, Hochwang etc.).

Allgemeine Verbreitung: Alpen (zerstreut), nördliche und arktische Zone(Labrador, Alaska, Grönland, Island, Spitzbergen, nördliches Skandinavien, Sibirien), Ural(südwärts bis Koswinski-Kamen 59y4°), Gebirge von Zentralasien (Altai, Tianschan, Alatau,

Alexanderkette[4684m],Tschotkal-gebirge).

Aisire bifloraist ein echt arktisch-alpiner Typus, welcherin den Alpen nur ganzzerstreut auftritt. AmKrimmler Tori 2860 mim Pinzgaufindet sie sichnach Roman Schulz(Verhandlungen des

Botanisch. Vereins derProvinz Brandenburg.Bd. XLVIII, Heft 1) inBegleitung von Phy-teuma pauciflorum undhemisphaericum, Gen-tiana Bavarica, Primulaglutinosa und minima,Androsace glacialis, Sol-danella pusilla, Car-damine resedifolia undalpina, Arenaria biflora(pag. 408), Cerastium cerastoides (pag. 362), Alchemilla fissa, Sedum atratum, Saxifraga androsacea, bryoidesund oppositifolia, Veronica bellidioides, Juncus Jacquini (Bd. II, pag. 152), Carex curvula, Sesleria disticha(Bd. I, pag. 266), Silene acaulis etc. Zweifelsohne ist Alsine biflora in den Alpen noch weiter verbreitet undvielerorts wegen der grossen habituellen Aehnlichkeit mit Moehringia ciliata (pag. 416) oder Arenaria bifloraübersehen worden. Von der ersteren unterscheidet sie sich auch im blühenden Zustande sofort durch diegerundet-stumpfen Kelchblätter und die drüsig-behaarten Blattstiele.

Eine gedrungene, meist einblütige Form wird als f. densissima Abromeit (= Sabuh'na obtüsa Rchb.)unterschieden. Die von Brügger aufgestellte Varietät versfcolor aus dem Engadin (Blumenblätter an-fänglich weiss, später rosa) bezeichnet nur einen bestimmten Zustand der Pflanze, da die Blütenblätter öftereine wenigstens teilweise rosenrote Färbung annehmen (Schulz).

Fig. 613. Alsine biflora Wahlenb. a Habitus (natürl. Grösse), b Blüte nach Entfernung dervorderen Hälfte, c Kelchblatt, d Fruchtkapsel mit Kelch. Alsine r e cur va Wahlenb. e Habitus(natürl. Grösse). yBlüte nach Entfernung der vorderen Kelch und Kronblatter, jr Kronblatt, h Kelch-blatt, i Fruchtkapsel mit Kelch.

1013. Alsine verna Wahlenb. (= Arenaria verna L., = A. saxatilis Roth, = Sabulina vernaRchb., = Minuartia verna Hiern). Frühlings- Miere. Taf. 106, Fig. 9, Fig. 614 u. 615a.

Ausdauernd, 5 bis 15 (20) em hoch, ± dichtrasig, blühende und nichtblühendeSprosse treibend. Stämmchen am Grunde nicht holzig. Blühende Stengel aufrecht oderaufsteigend, oberwärts gabelig verzweigt, kahl oder nebst den Blütenstielen drüsenhaarig.Laubblätter lineal- pfriemlich, stumpf, oberseits flach, unterseits konvex und schwach3-nervig (getrocknet Nerven deutlicher). Blüten in lockerer, endständiger, 4- bis vielblütiger(in der Regel mehr als 3 Blüten!) Trugdolde. Blütenstiele sehr dünn, abstehend, drüsen-haarig. Kelchblätter eilanzettlich, spitz, deutlich (erhaben) 3-nervig (Taf. 106, Fig. 9 b),2,5 bis 3 mm lang, etwas hautrandig, drüsig behaart bis fast kahl. Kronblätter weiss,