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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Aendert etwas ab: f. incäna (Rchb.) Gurke. Drüsenbehaarung der Zweige, Blütenstiele und Kelcheaschgrau (Südtirol).

Allgemeine Verbreitung: Zentral- und Südfrankreich, westl. Jura, Südalpen,Apennin, Balkan.

1008. Alsine Austriaca Wahlenb. (== Minuartia Austriaca [Jacq.] Hayek, = ArenariaAustriaca Jacq., = Sabulina Austriaca Rchb., = Neumayera Austriaca Rchb.). Oester-

reichische Miere. Fig. 612 a bis c.

Ausdauernd, 8 bis 20 cm hoch, lockerrasig, blühende und nichtblühende, ziemlichdichtbeblätterte Sprosse treibend. Stengel zahlreich, zart, fädlich, aus niederliegendem Grundeaufsteigend, einfach oder ästig, kahl oder oberwärts zerstreut drüsenhaarig. Laubblätterschmal lineal-lanzettlich, bis 2 cm lang, 0,5 bis 1 mm breit, spitz, getrocknet deutlich 3-nervig.Blüten trichterförmig, 8 bis 10 cm breit, lang gestielt, in lockeren, 1- bis 3-blütigen Trug-dolden. Blütenstiele aufrecht, kahl oder oberwärts schwach drüsig-flaumig, mit 1 oder 2 Paarkleinen Tragblättern. Kelch-blätter eiförmig, fein zugespitzt,5 bis 6 mm lang, grün, am Randeschmal häutig,erhaben 3-nervig,kahl, kürzer als die Kapsel.Kronblätter weiss, länglich-ver-kehrteiförmig, am Grunde keil-förmig, an der Spitze gezäh-nelt oder gestutzt, fast doppeltso lang als der Kelch, von derMitte an abstehend. Griffel 3,an der Spitze kolbenförmigverdickt. Kapsel 5 bis 9 mmlang, wenig länger bis fastdoppelt so lang als der Kelch.Samen nierenförmig, braun,1,3 mm breit, dicht warzig(Fig. 612d,e). VI bis VIII.

Zerstreut an Felsen,steinigen Orten, im Felsschuttder östlichen, nördlichen undsüdlichen Kalkalpen, von ca.1400 bis 2470 m; selten auch

tiefer herabgeschwemmt (Kranebitterklamm [1100m] und Mühlauerbach [650 m] bei Innsbruck;an der Save bei Sava und Renke [270 m] sowie im Sklendrovecgraben gegenüber Sagor).

In Deutschland zerstreut im Mittelstock; (ICarwendel, Krapfenkarspitze, Federkopf bei Mittenwald.Seinsberg). In Oesterreich im Gebiet der Kalkalpen ziemlich verbreitet (fehlt Salzburg gänzlich). In Tirolreicht diese ostalpine Art nach Dalla-Torre und Sarnthein westlich bis LeutaschSolsteinStubaierKalkkögel Pinnisjoch Valmingtal Mendelkette Brentagruppe Scanuppia Monte Baldo. Fehlt in derSchweiz vollständig.

Allgemeine Verbreitung: Oestliche, nördliche und südliche Kalkalpen (westlichbis Bayern, Tirol und Lombardei).

Aendert wenig ab: f. typica Beck. Laubblätter aufrecht abstehend, von hervorragenden Nerven durch-zogen, ca. 0,5 mm breit. Kapsel 7 bis 9 mm lang, fast doppelt so lang als der Kelch. f. b rachycärpa Beck.Laubblätter abstehend, flach, oft 1 mm breit. Kapsel nur wenig länger als der Kelch, 5 bis 6 mm lang. Pflanzelockerrasig. Eine besonders drüsige (Blütenstiele und Kelch drüsig) wird als f. glandulös a Kotula unterschieden.

Fig. 612. Alsine Austriaca AVahlenb. a Habitus ( 2 /f, natürl. Grösse), h Blüten-längsschnitt, c Fruchtknoten mit Griffeln, d, e Samen von aussen und im Schnitt. Alsine tenuifolia Crantz. /Habitus (t/2 natürl. Grösse), g Blütenlängsschnitt.h Fruchtkapsel mit Kelch. Alsine stricta Wahlenb. i Habitus ( 2 /5 natürl.Grösse), k Blüte von aussen. / Fruchtkapsel mit Kelch.