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Aendert etwas ab: f. incäna (Rchb.) Gurke. Drüsenbehaarung der Zweige, Blütenstiele und Kelcheaschgrau (Südtirol).
Allgemeine Verbreitung: Zentral- und Südfrankreich, westl. Jura, Südalpen,Apennin, Balkan.
1008. Alsine Austriaca Wahlenb. (== Minuartia Austriaca [Jacq.] Hayek, = ArenariaAustriaca Jacq., = Sabulina Austriaca Rchb., = Neumayera Austriaca Rchb.). Oester-
reichische Miere. Fig. 612 a bis c.
Ausdauernd, 8 bis 20 cm hoch, lockerrasig, blühende und nichtblühende, ziemlichdichtbeblätterte Sprosse treibend. Stengel zahlreich, zart, fädlich, aus niederliegendem Grundeaufsteigend, einfach oder ästig, kahl oder oberwärts zerstreut drüsenhaarig. Laubblätterschmal lineal-lanzettlich, bis 2 cm lang, 0,5 bis 1 mm breit, spitz, getrocknet deutlich 3-nervig.Blüten trichterförmig, 8 bis 10 cm breit, lang gestielt, in lockeren, 1- bis 3-blütigen Trug-dolden. Blütenstiele aufrecht, kahl oder oberwärts schwach drüsig-flaumig, mit 1 oder 2 Paarkleinen Tragblättern. Kelch-blätter eiförmig, fein zugespitzt,5 bis 6 mm lang, grün, am Randeschmal häutig,erhaben 3-nervig,kahl, kürzer als die Kapsel.Kronblätter weiss, länglich-ver-kehrteiförmig, am Grunde keil-förmig, an der Spitze gezäh-nelt oder gestutzt, fast doppeltso lang als der Kelch, von derMitte an abstehend. Griffel 3,an der Spitze kolbenförmigverdickt. Kapsel 5 bis 9 mmlang, wenig länger bis fastdoppelt so lang als der Kelch.Samen nierenförmig, braun,1,3 mm breit, dicht warzig(Fig. 612d,e). — VI bis VIII.
Zerstreut an Felsen,steinigen Orten, im Felsschuttder östlichen, nördlichen undsüdlichen Kalkalpen, von ca.1400 bis 2470 m; selten auch
tiefer herabgeschwemmt (Kranebitterklamm [1100m] und Mühlauerbach [650 m] bei Innsbruck;an der Save bei Sava und Renke [270 m] sowie im Sklendrovecgraben gegenüber Sagor).
In Deutschland zerstreut im Mittelstock; (ICarwendel, Krapfenkarspitze, Federkopf bei Mittenwald.Seinsberg). In Oesterreich im Gebiet der Kalkalpen ziemlich verbreitet (fehlt Salzburg gänzlich). In Tirolreicht diese ostalpine Art nach Dalla-Torre und Sarnthein westlich bis Leutasch—Solstein—StubaierKalkkögel — Pinnisjoch — Valmingtal — Mendelkette — Brentagruppe — Scanuppia — Monte Baldo. Fehlt in derSchweiz vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Oestliche, nördliche und südliche Kalkalpen (westlichbis Bayern, Tirol und Lombardei).
Aendert wenig ab: f. typica Beck. Laubblätter aufrecht abstehend, von hervorragenden Nerven durch-zogen, ca. 0,5 mm breit. Kapsel 7 bis 9 mm lang, fast doppelt so lang als der Kelch. — f. b rachycärpa Beck.Laubblätter abstehend, flach, oft 1 mm breit. Kapsel nur wenig länger als der Kelch, 5 bis 6 mm lang. Pflanzelockerrasig. — Eine besonders drüsige (Blütenstiele und Kelch drüsig) wird als f. glandulös a Kotula unterschieden.
Fig. 612. Alsine Austriaca AVahlenb. a Habitus ( 2 /f, natürl. Grösse), h Blüten-längsschnitt, c Fruchtknoten mit Griffeln, d, e Samen von aussen und im Schnitt.— Alsine tenuifolia Crantz. /Habitus (t/2 natürl. Grösse), g Blütenlängsschnitt.h Fruchtkapsel mit Kelch. — Alsine stricta Wahlenb. i Habitus ( 2 /5 natürl.Grösse), k Blüte von aussen. / Fruchtkapsel mit Kelch.