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dolden. Blütenstiele kahl, 2 bis 4 mal so lang als der Kelch. Kelchblätter eilanzettlich,spitz, 2,5 bis 3 mm lang, weissknorpelig, mit grünem, durch den weissen Mittelnervenlängsgeteilten Mittelstreifen (Fig. 611c). Kronblätter länglich-oval, weiss, etwas länger alsder Kelch, in den kurzen Nagel ziemlich rasch verschmälert. Kapsel so lang oder etwaslänger als der Kelch. Samen nierenförmig, 0,7 bis 0,8 mm breit, warzig. — V bis VIII.Selten und zerstreut an sonnigen Kalkfelsen, sandigen Stellen des östlichen Gebietes.
InDeutschland einzig in Bayern (Donautal von Weltenburg bis Abbach, um Regensburg, Altmühltalzwischen Kelheim undEssing, Nabtal zwischenKaimünz und Rieders-dorf); früher auch inOberbaden bei Limburgam Kaiserstuhl (hierdurch den Steinbruchwahrscheinlich ver-
schwunden). InO Öster-reich sehr vereinzeltin Böhmen (St. Ivan beiPrag auf Kalk, Ziegen-berg bei Gross-Priesennächst Aussig), inMähren (Nikolsburg,Pollauer Berge, Kronau.Znaim, Eibenschitz), inNiederösterreich (im Ge-biete der pannonischenFlora bei Baden, Mer-kenstein, Pernitz, Guten-stein, Grünbach, auf derhohen Wand [bis 700 m],im Steinfelde von Le-obersdorf bis Neun-kirchen und Ternitz, imLeithagebirge bei St.
György und Goysz, Staatz und Falkensteinder Peggauer Wand hinter Peggau) und ivollständig.
Allgemeine Verbreitung: Südöstliches und mittleres Europa (westlich bisKärnten und Bayern), Nordafrika, Kleinasien, Armenien, Transkaukasien, westliches Sibirien.
Von den verschiedenen Formen dieser Art kommt für Mitteleuropa nur die folgende in Betracht: var.Banätica (Heuffel) Hayek. Kelchblätter bis 4 mm lang, fein zugespitzt. Kronblätter kaum so lang als derKelch (Steiermark, Niederösterreich). — Ausserdem wurden in Niederösterreich Exemplare ohne Kronblätter (beiFelixdorf) und solche mit gefüllten Blüten (bei Staatz) beobachtet. — Diese wenig auffällige Spezies gehörtzu den echt pontisch-pannonischen Vertretern der mitteleuropäischen Flora, welche in Deutschland ähnlich wieClematis recta, Thalictrum angustifolium, Ceratocephalus falcatus, Sisymbrium Austriacum, Alyssum saxatile,Linum flavum, Rhamnus saxatilis, Cytisus hirsutus und capitatus, Sempervivum soboliferum, Cornus mas, Inulaensifolia, Adenophora liliifolia, Artemisia Pontica, Nonnea pulla, Euphorbia virgata und procera, Iris variegata etc.fast nur im bayerischen Donaugebiet vorkommen.
1006. Alsine IaricifÖHa') Crantz (= A. striata Gren., = Minuartia laricifolia Schinz etThellung, = Arenaria striata L., = Sabulina striata Rchb., = Wierzbickia striata Rchb.,= Stellaria laricifolia Scop.). Lärchenblätterige Mi ere. Taf. 106, Fig. 6 und Fig. 611c.Ausdauernd, 8 bis 30 cm hoch, lockerrasig. Grundachse holzig, kriechend, blühendeund nichtblühende, dichtbeblätterte Sprosse treibend. Stengel zahlreich, aus niederliegendem
] ) lat. larix = Lärche (vgl. Bd. I, pag. 95); nach der Gestalt der Laubblätter.
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Fig. 611. Alsine setacea Mert. et Koch, o Habitus (natürl. Grösse), b Blüte, c Kelchblatt.d Fruchtknoten. — Alsine laricifolia Crantz, e Fruchtkapsel mit Kelch. — Alsine lini-flora Hegetschw. /Habitus (natürl. Grösse), g Fruchtkapsel mit Kelch. //, i Samen von aussen
und im Schnitt.
I, in Oberösterreich (selten), Steiermark (die var. Banätica ann Kärnten (Eberndorf am Ederplan). Fehlt in der Schweiz