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pfriemlich, gekeilt, am Rande knorpelig verdickt und dadurch fast dreikantig, oberseitsnnnig, stumpf, 1-nervig, am Rande rauh, auf den Flächen meist kahl, 4 bis 6 mm lang,kaum 1 mm breit, am Grunde verwachsen. Blüten einzeln, endständig sitzend, oder kurzgestielt (Blütenstiele behaart). Kelchblätter 5, eiförmig, hellgrün, stumpf, 2 bis 2,5 mm* an g, 3-nervig, am Rande trockenhäutig, behaart. Kronblätter fehlend (ausnahmsweise vor-handen und dann fädlich). Staubblätter 10 (zuweilen fehlschlagend), die äussern am Grundemit 2 linealen Drüsen (Taf. 106, Fig. IIb). Kapsel fast doppelt so lang als der Kelch, bis zurHälfte 3-klappig. Samen verhältnismässig gross (0,5 mm lang), etwas warzig. — VII, VIII.
Ziemlich verbreitet in Felsritzen, auf Schutthalden, Moränenschutt, humosen Polstern,steinigen Triften der Alpen, von ca. 1800 bis 3800 m (sehr vereinzelt auch tiefer: Isargeröllbei Scharnitz 932 m, bei Schottwien und Steyr in Niederösterreich). Besonders auf Kalkund Dolomit, doch auch auf Urgestein.
Allgemeine Verbreitung: Gebirge von Schottland, Pyrenäen, Alpen, Karpaten.
Aendert etwas ab: var. ciliäta (Huter) Gurke. Laubblätter kurz bewimpert (Kärnten, Südtirol). —var. viridis (Rouy et Fouc.) Gurke. Kronblätter 5, kurz, grün, wie Staminodien aussehend.
A. sedoides bildet mit ihren halbkugeligen Polstern, in welche die unscheinbaren, grünlichen, in derRegel kronblattlosen (deshalb früher als Typus einer besonderen Gattung angesehen) Blüten eingesenkt sind,eine häufige Erscheinung unserer höheren Alpen. Die Blüten, die zwitterig oder weiblich sind, werden vonFliegen besucht. Mit Vorliebe findet sich die Art auf Felsen, Geröll und Schutthalden vor, auf Urgestein gernin Gesellschaft von Cystopteris fragilis (Bd. I, pag. 9), Festuca Halleri (Bd. I, pag. 336), Elyna, Juncus trifidus(Bd. II, pag. 160), Lloydia serotina, Silene rupestris (pag. 28/), Saxifraga exarata und bryoides, Poten-tilla grandillora, Primula viscosa, Eritrichium nanum, Artemisia mutellina etc., auf Kalk neben Thlaspi rotundi-folium, Carex firma, Agrostis rupestris, Hutchinsia alpina, Crepis Terglouensis, Leontodon Taraxaci, Cerastiumlatifolium (pag, 368), Moehringia ciliata (pag. 416), Silene acaulis, Dryas, etc. Uebrigens ist die Pflanze nichtfelsstet, sondern kommt auch in Humuspolstern und im Curvuletum (vgl. Bd. II, pag. 70) vor.
1003. Alsine fasciculäta (L.) Wahlenb. (= A. Jacquini Koch, = A. fastigiäta Babingt.,= A. mucronäta Poir., = Minuärtia fasciculäta Hiern, = Arenaria fasciculäta L., = A. fasti-giäta Sm., = Sabulina fastigiäta Rchb.). Büschel-Miere. Taf. 106, Fig. 7-
Ein- oder zweijährig, 8 bis 35 cm hoch, mehrere ungleich hohe Stengel treibend.Stengel meist kahl, nach oben zu ästig, ziemlich steif aufrecht, unterwärts meist rotbraun,besonders nach dem Grunde zu dicht beblättert. Laubblätter borstlich-pfriemlich, aufrecht,wenig abstehend, am Grunde stark verbreitert und 3-nervig (Taf. 106, Fig. 7c), am Randehäutig, bewimpert, die untern in den Achseln Blattbüschel tragend. Blüten an der Spitzeder Stengel und Aeste büschelig-trugdoldig, kurzgestielt, selten einzeln. Tragblätter längerals die Blütenstiele, aus eiförmigem Grunde pfriemlich, weisshäutig, mit grünem Rücken-streifen. Kelchblätter ungleich lang, lanzettlich-pfriemlich, weissknorpelig mit grünemMittelstreifen, 5 bis 6 mm lang (Taf. 106, Fig. 7b), fein zugespitzt, aufrecht oder etwasabstehend, länger als die Kapsel. Kronblätter weiss, eiförmig-länglich, sehr kurz (höchstens*/3 so lang als das längste Kelchblatt). Kapsel länglich, kürzer als der Kelch. Samennierenförmig, 0,7 bis 0,8 mm breit, mit Stachelreihen besetzt. — VII, VIII.
Zerstreut und stellenweise ganz fehlend an trockenen, heissen Abhängen, auf steinigen,sonnigen Hügeln, auf Heidewiesen, sandigen Aeckern, Mauern und Weinbergen, im Gerolle.In den Alpentälern (Wallis) bis 1800 m.
In Deutschland in Baden (Breisgau: Grenzach, Istein, Vogtsburg, Oberbergen, Kleinkems),im Elsass (Neu-Breisach, Sulzmatt etc.), in der Rheinebene von Dürkheim und Darmstadt abwärts bis Mainzund Ingelheim und im südlichen Bayern (untere Hochebene, bei Regensburg, Kelheim). In Oesterreich sehrvereinzelt in Mähren (Pollauer Berge, Julienfeld und Lateiner Berg bei Brunn), in Niederösterreich (im Gebieteder pannonischen Flora, auf den Vorbergen des Wiener Waldes vom Kahlenberge bis Gutenstein und durchdas Steinfeld über Neunkirchen bis Schottwien, im Leithagebirge, Hainburger Berge, von St. Polten bis Liiien-feld, bei Melk, Mautern, Dürrenstein, Krems, auf den Ernstbrunner Bergen, bei Staatz, Marchegg im Marchfeld),
Hegi, Flora. Bd. III. 79