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Kelchblätter 5 mm lang, eilanzettlich, stumpf, drüsig-flaumig, breit trockenhäutig berandet.Kronblätter 8 bis 12 mm lang, über doppelt so lang als der Kelch, herzförmig ausgerandet.Kapsel 7 bis 8 mm lang, etwa 1 /a länger als der Kelch, schwach gekrümmt (Fig. 604 b). Samen1 mm breit, fast tetraedrisch, an den Kanten länger-, an den Flächen kürzer warzig. — IV, V.Selten in feuchtem Kalkgeröll, an feuchten Felsen und sehr vereinzelt in Buchen-wäldern der südöstlichen Kalkalpen.
In Oesterreich einzig in Krain (Mitaler Wasserfall gegenüber der Station Trifail) und im Küsten-land (häufig im ganzen Isonzotal, jedoch erst unterhalb Selo gegen Doblar; hier mit Saxifraga petraea undGeranium macrorrhizum).
Allgemeine Verbreitung: Krain, Küstenland (Isonzotal).
983. Cerastium subtriflörum Rchb. (= C. lanuginösum Willd. ß subtriflorum Rchb.).
Armblütiges Hornkraut. Fig. 604 d bis f.
Ausdauernd, wenigstengelig, höchstens 20 cm hoch, mit zahlreichen beblätterten,am Grunde wurzelnden Seitentrieben. Stengel zart, niederliegend oder aufsteigend, amGrunde wurzelnd, behaart. Laubblätter dunkelgrün, elliptisch, + behaart, höchstens 14 mmlang und 6 mm breit. Blütenstand unregelmässig, wenig- (oft nur 3-) blutig, seltener ver-zweigt und bis 13-blütig. Unterste Tragblätter krautartig, die obern häutig berandet.Kelchblätter schwach hautrandig, kahl oder am Mittelnerven schwach behaart (Fig. 604 c).Kronblätter 10 bis 12 mm lang, doppelt so lang als der Kelch. Kapsel 9 mm lang, doppeltso lang als der Kelch (Fig. 604 e). Fruchtstiele abstehend oder zurückgebogen, bis20 mm lang, schwach behaart. — VI, VII.
Selten in feuchtem, steinigem Kalkgeröll der südöstlichen Kalkalpen, von ca. 2100bis 2200 m.
In Oesterreich einzig in Kärnten, (Wischberg bei Raibl, Oberwischbach, Cregnedul-Scharte), Krain(am Berge Mangart und Storzic) und im österreichischen Küstengebiet (Alpe Gorcica auf dem Rombon,Bansicatal, auf dem Matajur, Alpe Kern); jedoch nicht in Tirol, in den Karawanken und in den angrenzendenitalienischen Alpen. — C. subtriflorum gehört wie C. Sonticum nach Beck (Oesterr. Botan. Zeitschrift 1908) inden Formenkreis von C. silvaticum; mit C. latifolium, zu welchem C. subtriflorum mehrfach gezogen wurde,hat letzteres nichts zu tun. Beide Arten (nr. 982 und 983) repräsentieren endemisch-südalpine Typen, welcheauf die Raibler Alpen, bezw. das Isonzotal beschränkt sind. Pflanzengeographisch verhalten sie sich analog wieSempervivum Dolomiticum, Kernera alpina, Saxifraga depressa, Primula Tiruliensis und Campanula Morettiana.
Allgemeine Verbreitung: Südöstliche Kalkalpen (Raibler Alpen).
984. Cerastium Carinthfacum Vest (= C. ovatum Hoppe, = C. mutäbile ovatumGren., = C. heterophyllum Schur, = C. Lerchenfeldiänum Schur, = C. coronense Schur,
= Stelläria Carinthiaca Jessen). Kärntner Hornkraut. Fig. 605a bis d.
Ausdauernd, bis 20'cm hoch, lockerrasig, meist mit beblätterten, am Grunde aber nichtrosettigen Seitensprossen. Stengel aus liegendem Grunde aufsteigend, am Grunde oft wurzelnd,kurzhaarig, einfach oder ästig. Laubblätter eiförmig bis eilanzettlich, seltener lanzettlichbis lineal, in den Blattachseln keine unfruchtbaren Laubsprossen entwickelnd, 13 bis 26 mmlang und 3 bis 8 mm breit, meist kahl oder fast kahl, am Rande kaum bewimpert,seltener dicht behaart oder drüsenhaarig. Blüten in sparrig-verzweigter, 1- bis 9-blütigerDoldentraube. Tragblätter kurz-eiförmig, alle mit breitem Hautrand (Fig.605a). Blütenstielekurzhaarig, oft mit eingestreuten Drüsenhaaren, nach dem Verblühen wagrecht abstehend,zur Fruchtzeit aufrecht. Blüten glockig ungefähr so gross wie bei C. arvense. Kelchblättereiförmig, stumpf, 3 bis 6 mm lang, breit hautrandig, kahl oder höchstens am Grunde etwasflaumig und drüsenhaarig (Fig. 605 c). Kronblätter weiss mit durchsichtigen Streifen, bismehr als doppelt so lang als der Kelch, herzförmig ausgerandet. Kapsel gerade, 1 bis