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(Fig 6011), an der Spitze oft gezähnelt. Kronblätter weiss, so lang oder ein wenig kürzer alsder Kelch (Fig. 611g), etwa auf */* gespalten (zuweilen auch ungleich gespalten oder amRande unregelmässig gezähnt). Staubblätter kaum halb so lang als der Kelch, kahl,zuweilen einzelne fehlend. Kapsel fast doppelt so lang als der Kelch, nach aufwärtsgekrümmt (Fig. 601 1). Samen 0,3 bis 0,6 mm breit, hellbraun, undeutlich warzig. — III bis VI.
Stellenweise auf trockenen Grasplätzen, an Rainen, Weg- und Ackerrändern, aufsandigen Hügeln, in trockenen Wäldern (zuweilen mit Holosteum und Myosotis hispida);von der Ebene bis in die Voralpen (Tal des Glenners in Graubünden, 1400 m). Ausserdemhie und da ruderal auf Bahnhöfen und Strassenpflaster.
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa (nördlich bis Südskandinavien),Nordafrika, Kleinasien, Transkaukasien.
Aendert ab: f. macilentum (Aspegren) Fries. Pflanze ganz kahl (Selten). —f. abortivum Coss.et Germ. (= var. hjbridum Gren., = f. monströso-sterile F. W. Schultz, — var. parviflörum Celak). Blütensehr klein. Fruchtstiele meist aufrecht. Kapsel oft verkümmert. — f. stenopetalum Beck. Kronblätterschmal, länglich, an der Spitze gezähnelt, undeutlich nervig oder nervenlos, schmäler als die 3 mm langen, ander Spitze wie die Tragblätter breithäutigen Kelchblätter (Selten).
976. Cerastitltn pümilum Curtis (= C. glutinösum Fries, = C. semidecändrum L.ß glutinosum Rchb., = C. obscurum Chaubard, = C. Grenieri F. Schultz). Niedriges
Flornkraut. Fig. 601 q bis t.
Ein- oder zweijährig, P/a bis 20 cm hoch, ohne nichtblühende Sprosse, meistdunkelgrün (seltener blassgrün), unten rötlich überlaufen, doch auch blasser, mit kurzen,abstehenden Flaaren, dichtdrüsig-klebrig. Stengel aufrecht oder aufstrebend. Laubblätterlänglich oder eilänglich, stumpf oder zugespitzt, behaart, viel kürzer als die Stengel-internodien, die untern in einen kurzen Stiel verjüngt. Blüten in 3- bis mehrblütigen Trug-dolden. Tragblätter eiförmig, die obern schmal hautrandig, die untern krautig oder nuran der Spitze wenig trockenhäutig (Fig. 601s). Blütenstiele drüsig und kurzhaarig, nachdem Verblühen aufrecht oder abstehend, nicht zurückgeschlagen, an der Spitze hakig um-gebogen. Kelchblätter eiförmig, spitz, 4 bis 5 mm lang, kurzhaarig und drüsig, am Randeund an der Spitze trockenhäutig, kahl (Fig. 60 lr). Kronblätter weiss, meist so lang als derKelch oder wenig kürzer, bis über 1 [n der Länge zweispaltig. Fruchtstiele zur Fruchtzeit2 bis 4 mal länger als der Kelch. Kapsel fast doppelt so lang als der Kelch, nach auf-wärts gekrümmt (Fig. 601t). Samen dunkelbraun, 0,8 mm lang, fein warzig. — IV bis VI.
Stellenweise — jedenfalls oft übersehen — an sonnigen, kurzrasigen Abhängen,Ackerrändern der Ebene. Verbreitung in Mitteleuropa nicht genau festgestellt!
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa (nördlich bis Südskandinavien),Nordafrika, westliches Asien. Am Kap und in Australien eingeführt.
Diese von der vorigen nur schwer zu trennende Art — sie wird vielfach auch nur als Formderselben betrachtet und ist mit dieser durch Uebergänge verbunden — ist in die beiden folgenden Formen zugliedern: 1. var. obscurum Chaubard. Pflanze trübgrün. Untere Tragblätter ganz oder beinahe ganz krautig,unterwärts meist rötlich überlaufen. — 2. var. pällens F. W. Schultz (var. leetius Ducomm.). Pflanze blass-grün und weniger drüsig als die vorige. Untere Tragblätter breiter hautrandig (jedoch weniger als beiC. semidecändrum), unterwärts nie rötlich überlaufen. Eine + reichstengelige Riesenform wird von Murr(Allgem. Botan. Zeitschr. 1905, pag. 5) als var. agricola unterschieden. — Jedenfalls in den gleichen Formen-kreis gehört C. subtetrandrum (Lange) Murbeck (= C. glutinösum Fries var. bracteätum C. A. Wester-lund). Alle Tragblätter ganz krautig. Die meisten Blüten 4-zählig. Kapsel gerade (Selten, z. B. bei Wien[Linienwall] beobachtet. Vgl. hierüber Murbeck, Botaniska Notiser. Lund 1898, pag. 259).
977. Cerastium caespitÖSUtn Gilib. (= C. vulgatum auct., = C. triviale Link, = C. vul-gäre Hartm., = Stellaria triviälis Link). Gemeines Hornkraut. Taf. 105, Fig. 2.
Ausdauernd, 7 bis 30 (60) cm hoch, rasig, kurze beblätterte Sprosse und blühendeSprosse treibend, dunkel- oder graugrün, von abwärts gerichteten Haaren abstehend dichthaarig,