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1 bis 3 mm breit, 3- bis 5-nervig; stumpf, kurz behaart, am Rande rauh, sitzend, kurz-scheidig (Scheide kürzer als die Breite der Blätter). Blüten sitzend oder sehr kurz gestielt,zu 2- bis 10-blütigen, dichten, fächerförmigen Büscheln vereinigt. Deckblätter und Kelch-schuppen krautartig, lanzettlich-pfriemlich, rauhhaarig,gefurcht. Kelchschuppen aufrecht, fast so lang alsdie Kelchröhre. Kelch 13 bis 20 mm lang, zylindrisch,nach der Spitze zu allmählich verengt, erhaben längs-nervig, dichtflaumig, grün oder rötlich überlaufen.Krone bis 13 mm im Durchmesser. Kronplatte ziem-lich klein (4 bis 5 mm lang), länglich-verkehrt-eiförmig,hellpurpurn mit dunklen Punkten, vorn gezähnt. Nagelweiss. Kapsel so lang als der Kelch (Fig. 583 h).Samen 1,5 mm breit. — VI, VII.
Zerstreut und meist einzeln an Waldrändern,buschigen Abhängen, sonnigen Hügeln, in lichtenWäldern, Kastanienhainen, Weinbergen, an Weg-rändern; von der Ebene bis in die Voralpen. Seltenauch verwildert.
Im nordwestlichen Deutschland selten, immerhin noch beiRatzeburg, Rendsburg an der Eider, zwischen Berne und Volks-dorf im Hamburger Gebiet, früher auch bei St. Magnus an derLesum unterhalb Bremen. Gelegentlich auch als Gartenlliichtling(z.B. an den Lech- und Wertachufern in Bayern).
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mittel-europa (nördlich bis England, Dänemark, Südschweden),Transkaukasien; in Nordamerika eingeschleppt.
Aendert etwas ab: f. glab er Scholtz (= var. glabrätusAbromeit, = var. läevis Heuffel). Pflanze + vollständig kahl. —D. Armeria besitzt unscheinbare Blüten; die Pflanze ist gyno-dioecisch und gynomonoecisch. Die Blüten weisen einen sehrspärlichen Insektenbesuch auf. Da die Griffel schon entwickeltsind, wenn die Staubbeutel der äusseren Staubblätter noch mitPollen beladen sind, so ist spontane Selbstbestäubung möglich.
Fig. 583. a Dianthus barbatus L. Blütenspross(!/3 natürl, Grösse), b Blütenlängsschnitt, c Kelchmit Kelchschuppen, d Kapsel, e Querschnitt durchden untern Teil der Kapsel. — /, /i DianthusArmeriaL. Habitus(*/snatürl. Grösse). g Blüten-länirsschnitt. // Kapsel.
940. Dianthus barbatus L. (= D. pulcherrimus Loisel., = Tünica barbata Scop.,= Caryophyllus barbatus Moench). Bart -Nelke. Franz.: Jalousie, oeillet de poete,bouquet parfait: engl.: Bearded pink; ital.: Viola a mazzetti, speranze. Fig. 583 a bis e
und Fig. 584.
Die Bart-Nelke führt ihre meisten Volksnamen nach den dicht beisammenstehenden Blüten: Kluster-»egelk (Holstein), Kluusternälken [zu „Kluster" = Klumpen, was dicht beisammen sitzt?] (Untere Weser),uschnägelchen (Ostpreussen), Buschnagerl (Kärnten), Büschnägeli, Buschenägeli(n), Nägeli1 c wetz). Auf die (begrannten) Kelchschuppen weisen Ts chuppnägeli (St. Gallen, Churfirstengebiet), Sai->arscht [Saubürste] (Nahegebiet), Stechnägeli (St. Gallen) hin. Andere Schweizer Benennungen der Bart-^elke sind noch Chrütznägeli (St. Gallen), Chap uziner-Nägeli (Glarus, St. Gallen), Pf af f e(n)-N ägeli( arus), b leisch- Nägeli [Blütenfarbe] (Appenzell), K ar tu ser -Nägeli.
Ausdauernd, 30 bis 70 cm hoch. Grundachse kräftig, schräg im Boden liegend,oder mehrere aufrechte, stielrunde, lockerbeblätterte, einfache oder oben ästige Stengeltreibend. Laubblätter breit-lanzettlich bis eilanzettlich, 5 bis 18 mm breit, beidendig ver-schmälert, mehrnervig, mit scheidigem Grund sitzend (Scheide 5 bis 8 mm lang), am Randeetwas rauh. Blüten sehr kurz gestielt, zu 3 bis 30 dicht-büschelig gehäuft, von schmal-lanzetthchen oder linealen, spitzen, zurückgeschlagenen, am Rande rauhen Hochblättern