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pergamentartiger Innenschicht. Samen zahlreich, 1,5 mm breit, zuerst weiss, später gelb,zuletzt glänzend schwarz (Taf. 101, Fig. 1 d). Keimling ringförmig. — VII bis IX.
Stellenweise in Auen, feuchten Gebüschen, an Zäunen, in Hecken, Dünentälern, anStrassenrändern der Niederungen und Gebirgstäler; besonders in den grossen Flusstälern.
In Deutschland, besonders im mittleren und östlichen Gebiet; fehlt im nordwestlichen Tief-land (in Hannover selten: linkes Eibufer von Garto w bis Gorleben; W'ehningen) und in Württemberg vollständig. InBaden selten in der Rheinebene (Kehl, Ettlingen, Bruchsal, Mannheim), im Maingebiet (Bestenheid und Eichelbei Wertheim) und in Bayern (an der Donau von Marxheim bis unter Passau, zerstreut im Keuper-, Muschel-kalk- und Buntsandsteingebiet, sowie in der Vorderpfalz; in Südbayern einzig in den Amperauen bei Freising).In Schleswig-Holstein eingeschleppt und unbeständig bei Hamburg und Kiel. In Oesterreich ziemlichverbreitet; fehlt einzig in Salzburg, Vorarlberg und wahrscheinl ch in Nordtirol (ca. 1850 einmal in der Halleraubei Innsbruck beobachtet). In Kärnten nach Scharfetter (briefl.) hauptsächlich im Becken von Klagenfurt. Inder Schweiz einzig um Genf und im südlichen Tessin.
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa (nördlich bis Perm, Nishni-Nowgorod, Moskau, Witebsk, Liv- und Kurland, Norddeutschland, Holland, Südengland),Orient, Kaukasusländer, südl. Sibirien, Amurland, Zentralasien bis Japan.
Diese zu den Spreizklimmern zählende Art bewohnt in erster Linie die Niederungen der grossenFlüsse, namentlich der Elbe, Saale, Main, Rrgnitz, Rhein, Oder, Weichsel, Memel, Nogat, Donau, Drau,Etsch etc. Die Nordgrenze fällt nach Kupffer in Europa zwischen die Augustisothermen von 16 und 17°(Reifezeit der Beeren). In den Weidenkämpen von Ost- und Westpreussen bildet der Taubenkropf mit Rubuscaesius, Humulus, Urtica diceca, Galium Aparine, Polygonum dumetorum (pag. 206), Bryonia alba öfters eigentlicheDickichte. Andrerseits findet er sich auch in den Dünentälern. Im Süden tritt er (z. B. bei Bozen) auch an denStrassenrändern in Gesellschaft von Galega officinalis, Epilobium adnatum, Lactuca Scariola und Panicumciliatum etc. auf. — Neben proterandrischen Zwitterblüten kommen auf denselben oder auf anderen Stöckenin geringer Zahl weibliche Blüten vor. Die beerenartigen Kapselfrüchte werden wohl durch Vögel verbreitet.In den Achseln der Kelchblätter wurden schon mehrfach Laubsprosse beobachtet. Früher war das Kraut alsHerba Cucubali, H. Viscaginls bacciferi oder Aisines bacciferae als Adstringens offizinell.
CCLV. DrypiV) L. Kronenkraut.
Zu dieser Gattung gehört einzig die folgende ostmediterrane Att, welche sich nach den Untersuch-ungen von Wettstein und Murbeck (Beitrag zur Flora Albaniens, Bibliotheca Botanica, Heft 26, 1892) inzwei geographisch getrennte Unterarten gliedert.
931. Drypis spinösa L. Dorniges Kronenkraut. Fig. 5/9 a bis n.
Ausdauernd, 8 bis 15 cm hoch. Wurzelstock mehrere steife, aufrechte, 4 kantige,namentlich oberwärts stark verästelte, vollständig kahle Stengel treibend. Laubblätterstarr, sehr schmal linealisch, sehr spitz, steif» dornartig. Dichasien zu endständigen,köpfchenartigen Dolden gehäuft; letztere von lanzettlichen bis eiförmigen, 5 bis 12 mmlangen, in einen kurzen oder langen Dorn auslaufenden, die Blüten nicht oder aber weitüberragenden Hüllblättern umgeben. Kelch röhrig-glockig, stumpf 5-zähnig (Fig. 579b),+ lederig. Kronblätter sehr schmal, tief 2-spaltig (Fig. 579c), mit sehr schmalen Krönchen.Staubblätter 5. Frucht eine ringsum aufspringende, verkehrt-eiförmige Kapsel (Fig. 579 e).Samen nierenförmig, mit stark gekrümmtem Keimling (Fig. 579 f). — VI, VII.
Zerstreut an felsigen Abhängen, auf Sandflächen, auf Dünen; besonders am Meeres-strand. Einzig in Oesterreich (Küstenland, südliches Krain).
Allgemeine Verbreitung: Westl. Mittelmeergebiet von Italien bis Griechenland.
Zerfällt in die beiden folgenden Unterarten: 1. subsp. Linneäna Murbeck et Wettstein (= D. spinösa L.).Stämmchen dicht und steif. Laubblätter und Internodien verkürzt. Aeussere Hüllblätter lanzettlich, 8 bis 12 mmlang, mit langem Enddorn (Fig. 579 h, i), die Blüten weit überragend. Kelch nach dem Grunde zu deutlich verschmälert,oben lederig, unten häutig (Fig. 5/9k). Kronblätter bis zum Grunde der Platte 2-spaltig, ihr Nagel deutlich aus demKelch herausragend. Zerstreut in Krain (Roblekschlucht und bei Stahovca am Feistritzufer), im österreichischen
') Gr. ÖQvnzctv [dryptein] = Iat. laceräre = verletzen, stechen; nach den dornigen Hüllblättern.