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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Tafel 100.

Erklärung der Figuren.

fig- 1. Lychnis Coronaria (pag. 297). Blütenspross. 2. Lychnis Flos cuculi (pag. 298). Blütenspross. 2a. Kronblatt.

3. Melandrium rubrum (pag. 300). Blütenspross. 3 a. Kronblatt.

Fig. 4. Melandrium album (pag. 301). Blütenspross. 4 a. Weibliche Blüte (Längsschnitt). 4b. Männliche Blüte (Längsschnitt). 4 c. Same (vergrössert).

(Melano am Monte Generoso; für Olivone?), Freiburg (les Cates d'Aillieres), Berner-Oberland (?) und Graubünden(üngadin [Roseggtal, Bevers, zwischen Zernez und Brail, Val Urezza. von Lavin bis Ardez. Sent, Silvrettagruppe],Munstertal und Puschlav [Sursasso]). Ausserdem sehr selten als Gartenflüchtling verwildert.

Allgemeine Verbreitung: Südalpen (von Frankreich durch die Schweiz undNorditalien bis Westtirol). Fehlt im eigentlichen Südeuropa.

Diese für einzelne südalpine Täler charakteristische, ausgesprochen xerophil gebaute Art gehört nichtwie vielfach angenommen wird, der mediterranen Flora an. Denn der eigentlichen Mittelmeerflora fehlt sievollständig. Sie ist also als ein Produkt der zentralen Südalpen anzusehen. Biologisch repräsentiert sie eine aus-gesprochen proterandrische Tagfalterblume, die besonders von Schmetterlingen (seltener Apiden) besucht wird.Da der Nektar auf der Innenseite des Staubblattgrundes abgesondert wird, ist er nur Insekten mit einem ca.15 mm langen Rüssel zugänglich (Vgl. im weiteren Briquet, John. Etudes de Biologie florale dans les,Alpes occidentales. Geneve 1896).

920. Lychnis Coronaria 1 ) (L.) Desr. (= Agrostemma Coronaria L., = Coronaria tomentosaA. Br.). Kranz-Lichtnelke, Vexiernelke. Franz.: Coquelourde; engl.: Mullein pink, rosecampion; ital.: Crotonelle, corona, (bei Locarno) vellutin. Taf. 100, Fig. 1 und Fig. 575 g bis m.

Ausdauernd, 30 bis 100 cmhoch, dicht seidenhaarig weissfilzig-zottig. Stengel aufrecht, oben gabel-artig verzweigt, am Grunde ziemlichdicht, oben entfernt beblättert. Laub-blätter sitzend, eiförmig bis eilanzett-hch, spitz. Blüten einzeln, lang-gestielt.Kelch trichterförmig, zuletzt länglich,lederartig, 15 bis 18 mm lang, mit5 ungleich starken Rippen, dicht be-haart (Fig. 575 i). Kelchzähne 5 bis7 mm lang, lanzettlich, nach rechtsgedreht. Kronblätter breit - eiförmig,bläulichpurpurrot (seltener rosarotbis weiss), am Rande ungeteilt oderausgerandet. Krönchen vorhanden(Fig. 575 k), 2-teilig, spitz. Kapseleiförmig (Fig. 5751), fast sitzend,in den Kelch eingeschlossen, mitfünf zurückrollenden Zähnen sichöffnend. Samen nierenförmio- eckip-

i . .. &' &' Fig. 575. Lychnis Flos JorisDesr. a Blütenspross (>/3 natürl. Grosse).

SCnWdrZ, runzelig (Fig. 575g, m). ---- S Kelch, c Kronblatt, d Fruchtkapsel mit Stiel, e Querschnitt durch den

VI bis IX. Fruchtknoten. / Samen. - L. Coron a ria Desr. g Querschnitt durch den

Samen, h Blütenlängsschnitt, i Kelch, k Kronhlatt. I Kapsel, m Samen._------------------- L. C halc e don ica L, «Blütenspross.

] ) Lat. coröna = Kranz; nach der Form der Krone.Hegi, Flora Bd. III.

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