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2a, ob; Taf. 107, Fig. 3b, 4c, 5b), seltener mit einem Deckel aufspringend (Drypsis), einetrockene, einsamige Schliessfrucht (Taf. 108, Fig. 5 c) oder eine Beere (Cucubalus). Samenmit Nährgewebe, rundlich, nieren- oder birnförmig, hie und da mit Anhängsel (Taf. 107,Fig. 4 b) oder geflügelt (Taf. 107, Fig. 6 b; Taf. 108, Fig. 2e) oft warzig - stachelig oderpapillös. Embryo gekrümmt bis kreisförmig oder fast gerade (Taf. 108, Fig. 1 e, 2f), mitschmalen Keimblättern.
Diese artenreiche Familie wird gewöhnlich in die beiden Unterfamilien Silenoideae (Kelchblätterzu einer Röhre verwachsen. Kronblätter häufig mit Nebenkrone; letztere auf der Fläche zuweilen mit Längs-leisten) und Alsinoi'deae (Kelch freiblätterig) gegliedert. Von der letzten lassen sich weiter die 3 folgendenGruppen unterscheiden: a) AI sine ae. Frucht eine mit Zähnen sich öffnende, fast stets vielsamige Kapsel.b) Paronychieae. Frucht eine 1-samige Schliessfrucht. Laubblätter Wechsel- oder gegenständig. Neben-blätter trockenhäutig, c) Scleranthoi'deae. Frucht wie bei den Paronychieen, aber Laubblätter gegen-ständ^ und Nebenblätter fehlend. Die Familie setzt sich hauptsächlich aus einjährigen bis ausdauerndenKräutern zusammen; strauchige Formen kommen nur in wärmeren Gebieten vor (Gymnocarpus, Lochia,Acanthophyllum und Sphaerocöma etc. in Arabien, auf Sokotra, in Armenien, Persien, Beludschistan). Nieder-liegende rasen- oder polsterbildende Formen finden sich in den Alpen (Silene acaulis, Saponaria pumila,Cerastium uniflorum, Sagina Linnaei, Arenaria ciliata, Moehringia ciliata, Alsine recurva, aretioides, sedoides,Herniaria alpina), in den, Gebirgen von Zentralasien (z. B. Thylacospermum rupifragum Fenzl), in den Andenvon Südamerika (Pycnophyllum, Acanthonychia), auf den Kerguelen (hier die endemische Lyällia KerguelensisHook, f.), auf den Gebirgen von Neu-Seeland und Australien (Colobanthus). Xerophil gebaute Formen mit starren,stacheligen, stark gabelig verzweigten, spitzen, schmal-linealen Blättern sind charakteristisch für das Mittelmeergebiet(Drypsis, Velezia rigida, verschiedene Dianthus-Arten) und für die arabisch-afrikanischen Wüstenländer(Sphaerocöma, Sclerocephalus Aräbicus Boiss.), für Persien, Kleinasien (z. T. Thurya capitata Boiss. et Reut.).Wie bei den Chenopodiaceen gibt es auch bei den Caryophyllaceen mehrere salzliebende Arten, in Europa u. a.Spergula salina und marginata, Honckenya peploides, im arkt. Ostasien und Nordwestamerika Merckia physödesFisch. Viele einheimische Arten sind ausgesprochene Sandpflanzen (zum grossen Teil auch kalkfeindlich!),so Scleranthus perennis, Alsine fasciculata, Sagina subulata, Holosteum umbellatum, Gypsophila muralis,Dianthus deltoides und arenarius, Herniaria glabra, Spergularia rubra und Morisonii, Arenaria graminifolia,Spergula arvensis, Illecebrum verticillatum etc. Als kalkfeindliche Alpenpflanzen mögen Dianthus inodorusund vaginatus, Cerastium uniflorum, filiforme und alpinum, Viscaria alpina, Silene rupestris, Alsine recurva,laricifolia, Herniaria alpina, als kalkliebende Gypsophila repens, Heliosperma quadrifidum und alpestre, Cerastiumlatifolium, Alsine lanceolata und octandra, Moehringia ciliata, Saponaria lutea etc. genannt sein. Die Familieder Caryophyllaceen ist über die ganze Erde verbreitet; vom arktischen Gebiet (Melandrium apetalum Fenzl,Stellaria Friesiäna, boreälis Bigel. und humifüsa Rottb., Cerastium trigynum) lässt sie sich durch die gemässigtenZonen und die Tropen bis in die Antarktis (Melandrium Magellänicum Fenzl) verfolgen. Kosmopoliten findensich namentlich unter den Alsineen, so Cerastium triviale, Stellaria media, verschiedene Alsine-, Arenaria-,Corrigiola- und Spergula-Arten. Ueberhaupt besitzen die Alsinoideen eine viel allgemeinere Verbreitung über dieErde als die Sileneen, welch letztere — abgesehen von eingeschleppten Arten ■— in Australien gänzlich fehlen.Stark vertreten ist die Familie namentlich im Mittelmeergebiet (Buffönia, Lepyrodi'clis, Queria HispänicaLcefl., Thurya, Telephium, Ortegia Hispänica L., Loeflingia, Illecebrum verticillatum, Paronychia, Polycarpon,Velezia, viele Dianthus-Arten und Silenen; Gypsophila und Tunica im östlichen Mittelmeergebiet), von welchemaus verschiedene Arten weit nach Mitteleuropa ausstrahlen (Telephium Imperati, Alsine viscosa, Moenchia erecta,Tunica saxifraga, Saponaria ocymoides, Cerastium anomalum etc.) oder als Getreide- und Ackerunkräuter, als Ruderal-oder Zierpflanzen weit über die Grenzen des ursprünglichen Verbreitungsgebietes (Agrostemma Githago, Silenedichotoma, Gallica, Armeria und conica, Dianthus barbatus, Lychnis Coronaria, Cerastium tomentosum,Polycarpon tetraphyllum etc.) verschleppt worden sind. Stark vertreten sind die Caryophyllaceen ferner in denWüsten- und Steppengebieten von Südrussland, des Orientes, von Vorderasien, Arabien, Abyssinien (Acantho-phyllum, Thurya, Sphaerocöma, Psyllothämnus Beevöri Oliv, bei Aden, Haya oboväta Balf. und Lochiabracteäta Balf. auf Sokota, Sclerocephalus Aräbicus, Habrösia spinulifiöra Fenzl, Cometes, Pteränthus etc.).Für das antarktische Gebiet kommen die Gattungen Colobanthus, Microphyes, Pycnophyllum, Pentacina sowiedie Sektion Mniärum von Scleranthus in Betracht. — Fast alle Caryophyllaceen sind in der Hauptsacheentomophil (Blüten namentlich bei den Sileneen auffällig, bunt, wohlriechend); daneben kommt allerdings auch(besonders bei den Alsineen) Autogamie und selbst Cleistogamie vor. Innerhalb der Familie lässt sich deutlichein stufenweiser Uebergang von offenen, geruchlosen, unscheinbaren Blüten (Alsineen) mit allgemein zugäng-lichem Honig und mit gemischtem Besucherkreis (namentlich Dipteren) zu röhrenförmigen Blumenbildungenmit tief geborgenem Honig (Kelch zudem eng geschlossen) und einem beschränkten Besucherkreise (vorwiegend