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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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obere linealisch-länglich. Blütenstände end- und seitenständig. Kapsel 1,5 mm lang, 1 /3 längerals der Kelch (Fig. 5631, m). Samen höckerig-warzig, 0,8 bis 1 mm lang, schwarz, fastglanzlos, matt (Fig. 563 o). IV, V (selten im Herbst).

Zerstreut stellenweise fehlend auf feuchten Sandfeldern, überschwemmtenStellen, an Ufern, in Gräben; nur in der Ebene.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa, Nordafrika, Kaukasusländer,Sibirien, Zentralasien, arktisches und nördliches Amerika, antarktische Regionen.

^ ohl als eine saisondimorphe Form ist die spätblühende var. aestivälis Aschers, et Graebner zubezeichnen. Pflanze grösser und kräftiger. Blüht im Spätherbst. Bei Magdeburg (Neuhaldensleben, beiBodendorf) beobachtet.

895. Montia rivuläris Gmel. Bach-Quellkraut. Taf. 98, Fig. 1.

Ausdauernd oder zweijährig, schlaff, kahl, dunkelgrün, etwas fleischig. Stengelniederliegend, aufsteigend oder flutend, 8 bis 30 cm lang, z. T. Adventivwurzeln bildend.Laubblätter sitzend, länglich, spateiförmig, stumpf (bis 3 cm lang). Alle Blütenständeseitenständig. Kapsel 1,7 bis 2 mm lang, fast doppelt so lang als der Kelch. Samen 1 mmlang, schwarz-braun, glänzend, flach, warzig. Samenschale sehr spröde. VI, VII.

An feuchten Stellen und in fliessendem Wasser, an Gräben, Bächen, in Teichen,in Pfützen, in klarem Quellwasser, auf überschwemmt gewesenem Sand- und Kiesboden;von der Ebene bis in die alpine Region (hinter Vent im Oetztal in Tirol, ca. 2200 m;Berninapass in Graubünden, 2300 m). Besonders in der montanen und subalpinen Region.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa.

Tritt in den beiden folgenden Formen auf: var. typica Beck. Ausdauernd. Pflanze + flutend,verlängert, 10 bis 25 cm lang. var. lamprosperma (Cham.). Stengel niederliegend, aufsteigend, verkürzt,bis 8 cm lang. Diese Art, deren Kraut während des ganzen Jahres frisch bleibt, findet sich im Mittelgebirgein Bächen gern in Begleitung von Stellaria uliginosa (oft mischen sich die niedern Rasen dieser beiden Artenmiteinander), Glyceria fluitans, Veronica beccabunga, Berula angustifolia, in höhern Lagen in den Alpen in Gesell-schaft von Cardamine amara, Saxifraga stellaris, Epilobium alsinifolium etc. Am Vernagtferner in Tirol wurdediese Spezies noch bei 2090 m fruchtend angetroffen.

47- Farn. Caryophylläceae. Nelkengewächse.

Ein- oder mehrjährige Kräuter oder Halbsträucher mit ungeteilten, meist schmalenund gegenständigen, seltener abwechselnden (Pycnophyllum) Laubblättern. Nebenblättermeist fehlend, seltener vorhanden (Spergularia, Corrigiola, Illecebrum, Telephium, Herniäria),zuweilen häutig (Taf. 108, Fig. 1 b, 5 c, 6 a). Blütenstände cymös (selten Einzelblüten),meist reichblütig, von breitrispigem(Gypsöphila) oder traubigem Habitus. Blüten meist zwitterig,zuweilen durch Abort eingeschlechtig (Taf. 100, Fig. 4a, 4b), strahlig (Fig. 564, 566h),5- oder 4-zählig, in Kelch und Krone gegliedert (seltener letztere fehlend), zuweilen von Hoch-blättern umgeben (Paronychia, Tünica, Dianthus). Kelch frei- oder verwachsenblätterig,5-, 10 bis 60-nervig, zuweilen trockenhäutig, selten aufgeblasen (Cucübalus, Vaccäria). Kron-blätter 4, 5 oder 10, nicht selten mit Ligularbildung (d. h. mit einem Krönchen; Taf. 100,Fig. 3 a), häufig in Platte (letztere ganz oder an der Spitze ± tief eingeschnitten bezw. gefranst;Taf. 100, Fig. 2a; Taf. 105, Fig. 6 e) und Nagel gegliedert. Staubblätter 5 oder 10 (seltenerweniger). Fruchtknoten oberständig, zuweilen + eingesenkt (Taf. 108, Fig. 5 a, 7 a), aus5 bis 2 Fruchtblättern gebildet, 1-fächerig oder unvollständig, seltener vollkommen gefächert.Griffel und Narben so viele als Fruchtblätter, in der Regel getrennt, fädlich, auf derInnenseite papillös. Samen meist zahlreich, seltener wenige, auf grundständiger oder kurzer,freier Zentralplazenta angeheftet (Taf. 98, Fig. 3a; Taf. 108, Fig. 2e; Fig. 576i), mit deut-lichem Samenstrang (Taf. 108, Fig. 5 a, 8 b), meist campylotrop (seltener anatrop). Frucht einean der Spitze oder vom Grunde an + unregelmässig aufspringende Kapsel (Taf. 105, Fig. la,