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linealisch-lanzettlich, ganzrandig. Blütenknäuel wenigblütig, zuerst einander genähert, späterentfernt, die obern blattlos, zu lockern, an der Spitze nickenden Scheinähren vereinigt.Vorblätter zur Fruchtzeit sehr ungleich gross (2 bis 13 mm lang), die grössten eirund-dreieckig oder breit-rhombisch, ganzrandig oder über dem abgerundeten Grunde beiderseitsmit nur einem Zahn, glatt, deutlich länger als die Frucht (die kleinern Vorblätter abge-rundet-viereckig, so lang als die Frucht), zur Fruchtzeit schmutziggrün, zuletzt nichtselten etwas geschwärzt. Samen 2 bis 4 mm breit, glanzlos. — VII bis IX.
Zerstreut und ziemlich selten an Wegen, Häusern, auf Feldern, wüsten Plätzen,Schuttstellen, an felsigen Orten, in Weingärten, unter Gebüsch, in Hafenanlagen.
In Deutschland selten in Baden (Schwetzingen, Mannheim), in Württemberg (Güterbahnhof Stuttgart1904; Heilbronn), in der bayer. Pfalz (Dürkheim, Speyer, Kreuznach), in Bayern (bei München [Berg am Laim] undFürth), im Rheingebiet, in Thüringen, Sachsen, zerstreut im nördlichen Deutschland (nördlich bis zur LinieWittenberg — Schönebeck — Magdeburg; ausserdem bei Krossen und in Landsberg a. d. Warthe), in West-preussen längs der Weichsel in den Kreisen Schwetz (z. B. Grutschno, Topolinken) und Kulm (Bienkowo,Kokotzko, Kulm) sowie adventiv bei Königsberg (Kaibahnhof), bei Hamburg (Diebsteich, 1886) und in Schlesien(mehrfach bei Grünberg) adventiv. Fehlt in Elsass-Lothringen und im nordwestlichen Deutschland gänzlich. InOesterreich mehrfach in Böhmen (um Prag, Elbeniederung, Teplitz, Saaz, Pilsen, Cirkvice, Aussig) und Mähren(Gebiet um Znaim, der Schwarza-, Thaya- und unteren Marchebene, sonst nur bei Prossnitz) und vereinzelt inNieder- und Oberösterreich, Steiermark (einzig in den windischen Büheln beim Bauernhofe Verbanic in Triebeinbei St. Benedikten) und im Küstenland. Fehlt in der Schweiz —■ auch adventiv — gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: Südöstliches Europa (nordwestlich bis Dänemark undSüdschweden, westlich bis zum Oberrhein und Steiermark), Nordafrika, Orient, Kaukasus-länder, Zentralasien, Sibirien.
Aendert wenig ab: var. robüstum G. Beck. Pflanze sehr gross. Stengel kräftig, fingerdick, 1 bis1,2 m hoch, in der Regel stark verzweigt. Aeste aufrecht-abstehend. Untere Laubblätter 5 bis 6 cm breit.Oberer Teil des Blütenstandes nackt. — var. campe-stre (Koch et Ziz) Gurke. Stengel rutenförmig. Aestesteif. Laubblätter schmäler, alle lanzettlich oder die obersten lineal (Trockene Stellen). — var. foliösumG. Beck. Stengel verlängert. Blütenknäuel reichlich beblättert. Stützblätter die Blütenknäuel verdeckend, dieSpitze des Blütenstandes oft überragend (Kulturform). — var. arendsum G. Beck. Stengel einfach, niederig.
Blütenstand eine einzige endständige, wenigblütige Scheinähre bildend (Sandige, trockene Stellen). __ var.
rubrum Bagnet. Ganze Pflanze (inkl. Vorblätter) purpurrot.
874. Atriplex pätulum L. (= A. procümbens Jundz., = A. angustifölium Gaud., = A.
polymörphum Coss. et Germ., = Schizotheca patula Fourr., = Teutliöpsis patula Celak.).
Gemeine Melde. Taf. 96, Fig. 2 und Fig. 552i.
Zu den Bezeichnungen Meli (Eifel), Mulda (Schwäbische Alb), Schissmilb (Elsass), Schiss-m alt er (Schweiz) vgl. Chenopodium album pag. 2251
Einjährig, 30 bis 90 cm hoch. Stengel aufrecht oder aufsteigend, kahl, stumpf-kantig, zumeist schon vom Grunde an reichlich verzweigt. Untere Aeste abstehend oderniedergestreckt, in der Jugend mehlig bestäubt (daher meist bläulichgrün), zuletzt beiderseitsgrün. Laubblätter gestielt, rhombisch-lanzettlich, aus keiligem Grunde dreilappig-spiess-förmig, mit vorgezogenem, spitzem, meist wenig gezähntem Mittellappen; die obern lanzettlichbis lineal, vollständig ganzrandig, alle deutlich nervig. Blütenknäuel in unterbrochenen,meist blattlosen, aufrechten Scheinähren. Fruchthülle (Vorbätter) breit-rhombisch, zugespitzt,durch einen kurzen Zahn beiderseits über dem Grunde etwas spiessförmig oder fast vier-eckig, sonst ganzrandig, glatt oder + weichstachelig, 2 bis 7 (13) cm lang, grün odergrau-schülferig. Früchte zweigestaltig: die grössern 2 bis 3 mm im Durchmesser miteinem scherbenfarbigen oder ockergelben Samen, die kleinern 1 bis 2 mm breit, einenkleinen, schwarzen Samen enthaltend. — VII bis X.
Nicht selten auf unbebautem Boden, Erdhaufen, Schutt, auf Dorfplätzen, an Häusern,auf Brachfeldern, Kulturland, an Wegen, Dämmen, Flussufern, in Weinbergen; vom Meeres-strande bis in die Voralpentäler (Bourg St. Pierre im Wallis 1750 m).