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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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ber als saftiger und wohlschmeckender Salat in Gärten angebaut (vgl. var. hortensis und tenax). Früherwar das Kraut als Herba Acetosa Romana offizinell. Aus den Gärten hat er sich an vielen Stellen inder Umgebung angesiedelt (siehe oben). An der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz findet er sich in

'esellschaft von zahlreichen andern interessanten Ruderal- und Adventivpflanzen, wie Myrrhis odorata, Artemisiaabsmthium, Isatis tinctoria, Sedum album und mite, Cheiranthus Cheiri (an den Felsen in Menge). Alliariaofficinalis, Geranium Pyrenaicum etc.

Die Zahl der aufgestellten Bastarde ist wie bei den Weiden eine sehr beträchtliche; alle gehörender Sektion Lapathum an. Bei der grossen Variabilität der Arten selbst liegt es sehr nahe, dass die Bewertungder einzelnen Bastarde stark dem subjektiven Empfinden des betreffenden Autors anheimgestellt ist. EinzelneRumices figurieren in den einen Floren als Arten bezw. Unterarten, in anderen dagegen als Bastarde (vgl. R.paluster [pag. 169] und R. domesticus). Hier sind nur die wichtigeren kurz beschrieben, die selteneren dagegennur genannt. Die sehr hypothetischen Tripelbastarde, auf die zuerst Haussknecht aufmerksam machte, folgenam Schlüsse gesondert nach. Ausführliche Diagnosen finden sich in den Arbeiten von Haussknecht (Mitteilungender geogr. Gesellsch. Thüringen. III (1885), von Schatz, Rechinger, Wildt, Murbeck und namentlichin der neuen von Beck von Mannagetta bearbeiteten Ausgabe der Icones Florae Germanicae et Helvetiae(Leipzig und Gera. F. von Zezschwitz, 1903 bis 1909). 1. Rumex domesticus Hartm. [als Art] (= R aqua-ticus L. ß crispätus Wahlenb., = R. longifölius DC.) Fig. 528g,h. Gehört in die Verwandtschaft von R aquaticus,steht aber (habituell) auch dem R. crispus sehr nahe. Ist nach Buchen au vielleicht aus R. aquaticus L Xcnspus L. entstanden und allmählich konstant geworden. Ausdauernd, 60 bis 150 cm hoch. GrundständigeBlatter verlängert, länglich-eirund bis lanzettlich, am Grunde verschmälert, gestutzt oder abgerundet (kaumherzförmig), an der Spitze allmählich zugespitzt, die obern lanzettlich, alle am Rande wellig-kraus Blattstiele oberseits flach, schmal gerandet. Blütenstand nur am Grunde beblättert, zur Fruchtzeit ziemlichdicht, mit aufrechten Aesten. Blüten vielehig-einhäusig, die weiblichen mit verkümmerten StaubblätternFruchtstiele unter der Mitte gegliedert. Aeussere Perianthblätter zur Fruchtzeit zurückgeschlagen, sehr kleintruchtklappen 5 bis 7 mm lang und 6 bis 9 mm breit, nierenförmig-kreisrund, am Grunde tief herzförmigganzrand.g oder stumpf gezähnelt, nur eine undeutlich schwielig oder alle schwielenlos (Fig. 528 h) Nüsse dunkel-braun, 2,5 b,s 3 mm lang. Diese durch ganz Nordeuropa an Gräben, Wegen, bebauten Stellen verbreitete Pflanzettttm Deutschland nur im nordwestlichen Teile (auch hier nicht beständig) auf, so in Schleswig-Holstein (nachPrahl besonders im mittlem nördlichen Teile, südlich bis zu einer Linie von der Mitte Angelns etwa bisTondern , am Unterlauf der Elbe und auf den Elbinseln, auf dem Iheringsfehn im hannov. Regierungsbezirk Aurich,an der Weser unterhalb Bremen sowie in Ostfriesland. Ausserdem selten adventiv, z.B. bei Danzig (auf derWesterp atte), bei Königsberg (Gasanstalt), früher in Sachsen (Gablenz bei Chemnitz) und selten in der Schweiz(Bahnhof Zürich [1904] und Buchs [1907] im Rheintal). - 2. R. alpinus L. X R. obtusifolius L. ( = R.Mezei Hausskn.). Als Seltenheit in Baden (Feldberg), Bayern, Vorarlberg (Triesener Berg), Tirol (Achental)und in der Schweiz beobachtet. Hieher auch R. Austriacus Teyber (= R. alpinus L. X R. Silvester Wallr.) ausNiederosterreich (Voralpe bei Gross-Hollenstein a. d. Y. Vgl. Verband!, der zoolog.-botan. Gesellsch. Wien 1908.Heft 1) und R. R oticus Brügger (= R. alpinus L. X R. obtusifolius L. var. purpureus). 3. R. aquaticu s L.X R. conglomeratus Murray (= R. ämbigens Hausskn.). Gleicht in der Tracht einem verästelten,schlanken R. aquaticus, in den Fruchtklappen dem R. conglomeratus. Sehr selten in Thüringen (Schleusingen,Vessra, Zeutsch) beobachtet. Hieher auch R. dumuldsus Hausskn. und als Tripelbastarde R. Thuringi acusBeck. 4. R. aquaticus L. X R. crispus L. (= R. conspersus Hartm., = R. similätus Hausskn., R. Rechingeri Blocki). Grundblätter verlängert-eirund oder schmal länglich, am Rande 4- wellig-kraus.Blutenstiele unter der Mitte undeutlich gegliedert. Fruchtklappen 5 bis 6 mm lang und breit, am Grunde herz-ormig, schwielenlos oder nur eine mit einer schmalen Schwiele versehen. Mehrfach konstatiert. Hieher auchHaussknechti Beck (nach Beck nur eine Form von R. conspersus, nicht aber Tripelbastard R. aquaticus^ wispus^ X obtusifolius). 5. R. aquaticus L. X Hy d r olapa thum Huds. (= R. heterophyllusfast U ] tZ ' ~ R ' mäximUS Schreb - nec Gmel., = R. acutus Schultz nee L.). Fig. 528a bis d. Grundständige BlätterAest V^' Unglich ° der anglich-lanzettlich, am Grunde gestutzt, fast herzförmig^ die obersten lanzettlich.(Fi 6 . 2 ^ S B1Utenstandes aufrecht-abstehend. Blütenquirle blattlos. Blütenstiele unter der Mitte gegliedertc). Fruchtklappen 3-eckig, am Grunde fast herzförmig oder gestutzt, ganzrandig oder nach demsich" e ZU kl61nkerbi S> alle mit länglichen, oft ungleichen Schwielen. Gut fruchtbar. R. aquaticus unterscheidetihre ßTr ^ BaStard durch breitere, am Grunde zu grösster Breite gelangende Blätter (diese sind kürzer alststiele) und durch häutige, schwielenlose Klappen, R. Hydrolapathum jedoch durch schmälere, ver-F^htkl a GrUnde versclälerte Blätter, durch fast lederige, mehr zugespitzte, deutliche Schwielen tragendeappen, welche länger als breit sind. Zerstreut (gelegentlich auch in Abwesenheit von R. aquaticus).ie er erner: R. subhy drol äpath um Schatz und R. Bastelairi Beck. 6. R. aquaticus L. X R.. ius L. ( r platyphvllus Aresch.). Grundblätter + breit-länglich bis fast 3-eckig, gegen dieHegi, Flora Bd. III. 55