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einfach oder wenig verzweigt, fast walzlich. Blüten zweihäusig, zu einander genähertenScheinquirlen vereinigt; letztere blattlose, lockere Trauben bildend. Aeussere Perigonblätterfast spateiförmig, zurückgeschlagen, dem gegliederten Blütenstiel anliegend (Fig. 527 c).Fruchtklappen herzförmig, bis fast rundlich, ganzrandig oder etwas ausgeschweift, aussenam Grunde mit einer kurzen herabgeschlagenen Schwiele, rot, ca. 3 mm lang, die hell-gefärbte Nuss überragend, ungefähr so lang als der gegliederte Blütenstiel. -
Stellenweise auf Schutthalden, steinigen Wiesen,Felsschutt der Kalkalpen; von ca. 1600 bis 2750 m (Rhein-waldgruppe in Graubünden).
In Deutschland einzig im bayerischen Algäu (Feldalpeam Daumen, Bachalpe, Kreuzeck, Rauheck, Dittersbacherwanne,Obermädelejoch, Kratzer, Rappensee, Nebelhorn). In Oesterreichin Vorarlberg (Alpen des lllgebietes, Rätikon), Tirol (Lechtaler-alpen, Arlberg), Salzburg (Nassfelder Tauern, Niedere Tauern), Ober-österreich (Hoher Nock, Hoher Priel), Steiermark (im Todten Gebirge,Hochschwabgruppe; angeblich auch auf dem Hohen Pyrgas), Krain(Triglav) und Istrien (Czrna Gora); fehlt in den Alpen von Nieder-österreich und von Kärnten vollständig. In der Schweiz nur in denöstlichen und mittlem Alpen in den Kantonen St. Gallen (ChurRrsten[Hinterrugg], Flumseralpen, Weistannental, Alvier), Appenzell (Säntis-gebiet, Altmann), Graubünden (zerstreut in den Kalk- und Schiefer.
alpen; fehlt im Engadin und Puschlav), Glarus (mehrfach), Urkantone,Berner-Oberland (Engstlenalp, Faulhorn, Suleck) und selten im Tessin
(einzig im Blegnotal); für das Wallis? — R. nivalis ist eine ostalpine
Art, welche in den nördlichen Kalkalpen (westlich bis ins Berner
Oberland) ein ziemlich geschlossenes Verbreitungsareal aufweist,
während sie in den Südalpen nur ganz vereinzelt auftritt. Der
Schnee-Ampfer ist eine hochalpine Schuttpflanze und gedeiht nur
auf einem kalkreichen Boden (Dolomit, Tonmergel etc). In seiner
Tracht hat er mit Oxyria digyna (Blüten dort 2-zählig!) oder mit
kleineren Exemplaren von R. scutatus (äussere Perianthblätter jedoch
anliegend!) grosse Aehnlichkeit, was schon mehrfach zu Verwechslungen
geführt hat.
Allgemeine Verbreitung: Oestliche undmittlere Alpen (vom Berner-Oberland und Tessin bisKrain), Montenegro (Kom, Sinjavina, Durmitor); für dieDauphine sehr unwahrscheinlich.
Fig. 527. Rumex nivalis Hegetschw.a Habitus ( 2 /6 nat. Gr.). b Teil des Blüten-standes (vergr.). c Weibliche Blüte, d Frucht.
832. Rumex scutatus L. (= Acetösa scutäta Mill., = Lapathum scutatum Lam.,
= L. alpestre Scop.). Schild-Ampfer, römischer Sauerampfer. Franz.: Oseille ronde,
patience ecusson; ital.: Erba pan a vin (Tessin). Taf. 90, Fig. 4.
Ausdauernd, 10 bis 50 cm hoch, im untern Teile zuweilen fast strauchig. Wurzel-stock verlängert, spindelförmig, verholzend, vielköpfig, rasig, oft mit verlängerten, im(jerölle kriechenden Köpfen. Stengel aufrecht, einfach oder wenig ästig, nicht selten hinund hergebogen, gestreift, zerbrechlich, wie die ganze Pflanze bereift-seegrün oder ± grün.-Laubblätter (auch die obersten) lang gestielt, am Grunde spiessförmig, dreieckig, rundlich-herzförmig oder fast geigenförmig, kahl, bläulich bereift oder grün, ganzrandig, zuweilengeneckt, die grund- und stengelständigen etwa so breit als lang. Spiessecken meist wag-recht abstehend, gleich der Blattspitze abgerundet oder spitz. Tuten ganzrandig. Blütenvielehig (zwitterige, männliche und weibliche), zu wenigblütigen Scheinquirlen vereinigt;letztere lockere, blattlose, verlängerte, aufrecht-abstehende Scheintrauben bildend. Blüten-