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am Grunde 5- bis 7-nervig, spiessförmig, länglich-eiförmig, die unteren lang gestielt, rundlichoder breit-eirund, an der Spitze abgerundet, am Grunde gestutzt oder spiessförmig, mitauseinander gespreizten, dreieckigen Lappen, 1,3 bis 2,5 mal länger als breit (3 bis 5[9] cm breit), die obern kürzer gestielt bis sitzend, zugespitzt, am Grunde geöhrelt, mitbreiten, gegen den Blattstiel eingekrümmten, eckigen oder abgerundeten Lappen. Tutenmeist ganzrandig, spitz, bis 1,5 cm lang. Blütenstand länglich. Blüten zweihäusig, in zumeist unterbrochenen und blattlosen (nur die untern von einem Blatte gestützt), etwas steifaufrechten, verzweigten Trauben angeordneten Scheinquirlen. Aeussere Perianthblätterzurückgeschlagen (Taf. 92, Fig. 2b). Fruchtklappen fast rundlich, etwas länger als breit,stumpf, erhaben netznervig, 4 bis 5 mm lang, ganzrandig, am Grunde mit einer deutlichen,kleinen, zurückgekrümmten Schwiele, länger als der gegliederte Blütenstiel. Nuss schwarz,glänzend, dreikantig (Taf. 92, Fig. 2 c), 3 mm lang. — VI bis VIII.
Häufig auf kräuterreichen, feuchten und fetten Wiesen und Weiden, in Gebüschen,lichten Wäldern, im Krummholz, an buschigen Abhängen, an Bachufern der Alpen undVoralpen; von ca. 1200 bis 2400 m. Auf Kalk und Urgestein.
Ausser den Alpen erscheint R. arifolius im Schweiz. Jura (östlich bis in den Aargau), in den Hoch-vogesen, im südlichen Schwarzwald (Belchen, Blauen, Nonnmattweiler, Feldberg, Hornisgrinde, Kandel, Schau-insland, Bisten etc.), im Bayerischen- und Böhmerwald, Thüringerwald (Schmücke, Oberhof), am Brocken (bisSpiegelslust herab und an der Heinrichshöhe bis zum Königsberge), im Erzgebirge (besonders am Fichtel-berg und Keilberg), Riesengebirge (verbreitet), Gesenke, Glatzer Schneeberg, Salwiesen und Barania.
Allgemeine Verbreitung: Alpen, Mts. Dores, Jura, Mittelgebirge, Karpaten,Siebenbürgen, westl. Balkan, Gebirge von Italien und Korsika.
Aendert wenig ab: var. amplexifölius Lapeyr. (= R. rugösus Campd.). Stengel kräftig, höher,bis 12 mm dick. Laubblätter zuweilen breiter (bis 9 cm), deutlich herzförmig, mit eingekrümmten, stengel-umfassenden, oft sich gegenseitig aufeinanderlegenden Lappen. Blütenstand ebensträussig, meist mit büschel-förmig stehenden Aesten (Zuweilen mit dem Typus). — var. deltofdes Issler (6. Bericht der Freien Ver-einigung der systematischen Botaniker. 1909, pag. 52). Aeste wagrecht abstehend. Mittlere Stengelblättervon der Form eines gleichschenkeligen Dreieckes mit nach innen gebogenen Seitenrändern, lang zugespitzt,obere aus breit-pfeilförmigem Grunde plötzlich verschmälert und lang ausgezogen (Vogesen: Reisberg). —Rumex arifolius vertritt im Gebirge den R. Acetosa und ist wie dieser als ein schädliches Wiesen- und Weide-unkraut anzusehn. Er liefert ein hartes, kraft- und saftloses Futter. In dem Mittelgebirge, wo er besonders in derKoniferenzone neben Mulgedium und Luzula maxima vorkommt, sind zuweilen Formen anzutreffen, welche starkan R. Acetosa erinnern. In den Alpen findet er sich mit Vorliebe auf dem fetten, feuchten Weideboden, oft inGesellschaft von Veratrum album, Cirsium spinosissimum, Gentiana verna, Bavarica und excisa, Ranunculusaconitifolius und montanus, Poa alpina, Meum Mutellina, Geranium silvaticum, Geum montanum, Melandriumrubrum, Peucedanum ostruthium, Viola biflora, Crepis aurea, Adenostyles albifrons, Veronica serpyllifolia, Trollius,Primula farinosa, Anthyllis vulneraria etc. Andrerseits trifft man ihn beständig in der Karflurformation (mit Phleumalpinum [Bd. I, pag. 213], Lilium Martagon [Bd. II, pag. 236], Thalictrum aquilegifolum, Aconitum lycoctonum,Achillea macrophylla, Crepis paludosa, Epilobium angustifolium etc.) sowie in den Grünerlen-Beständen. In denschattigen Alpentälern steigt er sehr oft tief hinab und erscheint daselbst an feuchten Stellen in Gesellschaftvon zahlreichen Stauden wie Petasites officinalis, Carduus Personata, Cirsium oleraceum, Senecio alpinus undFuchsii, Epilobium trigonum, Chaerophyllum Cicutaria, Myosotis palustris, Deschampsia caespitosa (Band I,pag. 243), Aspidium filix mas, Geranium silvaticum, Phyteuma spicatum, Stachys alpinus, Veratrum album etc.
831. Rumex nivalis Hegetschw. (= R. arifolius All. ß nivalis Duftschm.). Schnee-Ampfer, Fig. 527.
Ausdauernd, 7 bis 20 (30) cm hoch. Wurzelstock holzig, vielköpfig. Stengeleinfach, aufrecht, aufsteigend oder niederliegend, kahl, blattlos oder mit 1 bis 2 Blätternversehen, am Grunde dicht mit braunen Blattresten bedeckt. Laubblätter etwas dicklich,mit kaum sichtbaren Nerven, rundlich-eiförmig; die grundständigen lang gestielt, abgerundet,stumpf, die äusseren rundlich, eirund, nieren- oder herzförmig, die inneren oft spiessförmig.Stengelblätter (wenn vorhanden!) kleiner, lanzettlich oder etwas spiessförmig. Blütenstand