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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
Entstehung
Seite
176
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1,7 mm breit), ganzrandig (Taf. 90, Fig. 2 a) oder seltener etwas gezähnelt, meist alle Perianth-blätter mit einer hellgelben, grossen, länglichen oder halbkugeligen Schwiele. Fruchtstielekurz, auch an den längsten das obere Glied kaum so lang als das Fruchtperianth. Nüssescharfkantig, oben spitz, am Grunde abgerundet, 1,3 bis 1,7 mm lang, schwarzbraun. VII bis IX.

Häufig an feuchten Stellen, in Gräben, Sümpfen, an Ufern, Strassenrändern, infeuchtem Gebüsch, auf Schutt, wüsten Plätzen, Flussgeschiebe; von der Ebene bis in dieVoralpen.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (fehlt nur ganz im Norden; aufIsland vielleicht eingeführt), Westasien, Nordafrika, Kanaren, Nordamerika.

Aendert wenig ab: f. atropurpüreus Aschers. Blattstiel und Blattrippen dunkelpurpurrot (SonnigeStellen). var. pusi'llus Delarb. (= var. pycnocärpus Wallr., = R. campestris Gurke). Fruchtklappen eirund-länglich, mit kaum vorgezogener Spitze, durch eine dicke, gegen den Grund zu oft grubige Schwiele fast völligverdeckt und verschrumpft. Aeste des Blütenstandes ausgespreizt.

824. Rumex sangufneus L. (= R. nemorösus Schrad., = R. viridis Sm., = R. Nemo-läpathum Ehrh. z. T.). Hain-Ampfer. Franz.: Patience sang-dragon; engl.: Bloddy

oder red-veined Dock. Fig. 524 g bis m.

Ausdauernd, bis 60(100) cm hoch. Wurzelstock ästig, mehrköpfig. Stengel aufrecht,gerillt, einfach oder aufrecht-ästig, oft rötlich angelaufen. Untere Staubblätter gestielt,länglich-eiförmig (Fig. 524 g), meist stumpf (seltener zugespitzt), am Grunde abgestutztoder herzförmig, zuweilen etwas geöhrt, am Rande wellig-kerbig, obere lanzettlich,spitz, kürzer gestielt. Blüten zwitterig, Scheintrauben nur am Grunde oder bis zur Mittebeblättert, oben blattlos, nackt. Blütenstiele fast am Grunde gegliedert; das untereGlied ca. 1 /t mm l an g- Innere Perianthblätter zur Fruchtzeit lineal-länglich, zungen-förmig, deutlich länger als breit (3 bis 3,8 mm lang und 1 bis 1,5 mm breit), stumpf, ganz-randig (Fig. 524 h), nur einzelne (oft nur 1) eine kugelig-eiförmige, rotbraune oder blut-rote Schwiele tragend (Fig. 524 i, k). Fruchtstiele länger als bei nr. 822; oberes Glied solang oder länger als das Fruchtperianth. VII bis VIII.

Ziemlich häufig an schattigen, feuchten Waldstellen, an Quellen, in Auen, Gebüschen,an Bächen; nur in der Ebene und Bergregion. Fehlt den eigentlichen Alpen (Tirol,Graubünden etc.).

Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa; in Nordamerika verschleppt.

Kommt in den beiden folgenden Abänderungen vor: var. genüinus Koch (= R. sangui'neus L.).Stengel, Blattstiele, Blattrippen und Schwiele blutrot. var. viridis Koch (= R. viridis Sm.). Stengel, Blatt-stiele und Blattrippen grün.

825. Rumex crfspus L. (= Läpathum crispum Moench). Engl.: Curled dock. Taf. 90,

Fig. 3 und Fig. 525.

Ausdauernd, 50 bis 100 cm hoch. Wurzelstock möhrenartig, fast holzig. Stengelaufrecht, kräftig, kantig, oft rot unterlaufen, locker beblättert, einfach oder ästig, wie dieganze Pflanze papillentragend, zuletzt kahl. Laubblätter derb, dicklich, am Rande in derRegel wellig kraus oder kleinwellig-gekerbt, die grundständigen länglich bis länglich-lanzettlich, stumpf oder spitz, am Grunde verschmälert, abgerundet, gestutzt oder etwasherzförmig, massig lang gestielt, die 'stengelständigen lanzettlich, spitz, kürzer gestielt, dieobersten lineal. Blattstiele oberseits flach. Blüten zwitterig oder weiblich, in zu gedrungenenblattlosen, fast aufrecht ästigen Scheintrauben zusammengestellten Scheinwirteln. Gliederzwischen den Quirlen anfangs sichtbar, später durch die Früchte verdeckt. Innere Perianth-