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1. Blüten in den Blattachseln gebüschelt. Grundachse kurz, kriechend . A. Clematitis nr. 813.1*. Blüten in den Blattachseln einzeln. Grundachse knollig.............. 2.
2. Laubblätter fast sitzend. Perianth von rotbrauner Grundfarbe . . . . A. r otun da nr. 814.2*. Laubblätter gestielt. Perianth von gelblicher Grundfarbe.......A. pallida nr. 815.
813. Aristolochia Clematitis 1 ) L. Gemeine Osterluzei. Franz.: Sarrasine, aristoloche;engl.: Birthworth; ital. (im Dialekt des Tessin): Bacciocch de fraa. Taf. 89, Fig. 4 und
Fig. 520 g bis 1.
Der Name Osterluzei ist aus dem griech.-lat. aristolochia (im Latein des Mittelalters „aristolocia")„verdeutscht" (Anlehnung an „Ostern"!). Mundartliche Formen sind: Osterlakzie (Weichsel-Delta),Austerluzigge (Westfalen), Osterlung (Oberösterreich), Osterlizeiachrut, Zeiachrut (St. Gallen).Zu den Bezeichnungen Lepelkrut (Schleswig), Löffelchrut (St. Gallen) gab die Form der BlütenhülleAnlass. Sind die Benennungen Wolfsapfel (Oberösterreich), Wolfskraut, Wolfszausat auf diegiftigen Eigenschaften der Pflanze zurückzuführen (vgl. Atropa Belladonna, Paris quadrifolius)? — Die Pflanzegilt in der Volksmedizin als Wundmittel; auch in der Tierheilkunde wird sie verwendet.
Ausdauernd, 25 bis 50 (100) cm hoch. Grundachse gegliedert, gelblichbraun, kurz-kriechend, stielrund, ästig. Stengel krautig, einfach, aufrecht, im obern Teil hin undhergebogen, wie die ganze Pflanze gelbgrün, kahl und von eigentümlichem (obstartig)Geruch, am Grunde einige eiförmige, bräun-liche, angedrückte Schuppen tragend. Laub-blätter lang gestielt, aus tief ausgebuchtetem,herzförmigem Grunde rundlich bis eiförmig,bis 10 cm lang und breit, stumpf, schwach aus-gerandet, am Rande durch kleine Zähnchenrauh, unterseits hellgrün. Blüten mittel-gross, viel kürzer als die Blätter, in achsel-ständigen, wenigblütigen (2 bis 8 Blüten),doldenähnlichen Wickeln, am Grunde desStiels mit einem sehr kleinen Vorblatt, zurBlütezeit aufrecht, nach derselben herab-geschlagen. Blütenhülle schwefelgelb, amGrunde bauchig erweitert, mit geraderRöhre, oben in eine eiförmige Zunge ver-breitert. Perigonröhre inwendig mit anfangsnach abwärts gerichteten Haaren besetzt;ungefähr doppelt so lang als die Zunge(Taf. 89, Fig. 4 a). Fruchtknoten stiel-förmig verlängert, grün. Frucht grün, birn-förmig bis kugelig, überhängend, unten zu-gespitzt, 6-klappig aufspringend, von derGrösse einer Nuss, sehr oft nicht aus-gebildet. Samen flach, dreieckig, kastanien-braun, in jedem Fach einreihig angeordnet,mit schwammiger Aussenschicht. — V, VI.
Stellenweise in Weinbergen, inHecken, Gemüsefeldern, an Zäunen, ansonnigen, buschigen Abhängen, an Acker-rändern, Mauern, auf Schutt in Wäldern
____________ ' ocnuil, 111 VV diaern, knoten (Fig. g-undm nach Eich ler).
) Gnech. xfo^avl-ug [klematitis], Name einer Rankenpflanze bei Dioskoridis; vielleicht A. boeöticaL. (vgl. Clematis).
Fig. 520. Aristolochia rotunda L. a Habitus (*/3 nat. Gr.).b Fruchtkapsel, c, ci Same. — A. p alli da Willd. rfHabitus('/3 nat.Gr.). e Fruchtkapsel. /Same. — A. Cl e matitis L. .^Diagramm.h Querschnitt durch den Fruchtknoten, i Reusenhaar in normalerStellung, k Dasselbe arretiert (nach S ol ms-Laubac h). I Längs-schnitt durch die Blüte (mähnliches Stadium). — AsarumEuropaeum L. in Diagramm, n Querschnitt durch den Frucht-