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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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grün. Blüten durch Fehlschlagen 2-häusig, gegenständig, in endständigen, lockerenAehren (die weiblichen) oder in Trauben (die männlichen). Blütenachse unterhalb derBlüte eine einen Kelch vortäuschende Wucherung (calyculus) bildend (Fig. 513c); letztererkurz, etwas gezähnt. Blütenhüllblätter 4 bis 6, länglich, gelblichgrün, 3 bis 4 mm lang,frei. Staubblätter so viele wie Blütenhüllblätter, vor denselben stehend und am unternTeile eingefügt (Fig. 513h), in den weiblichen Blüten als Staminodien vorhanden (Fig. 513d),mit unbeweglichen, am Grunde rückseitig dem Ende des Fadens anliegenden, länglichen,mit Längsspalten sich öffnenden Staubbeuteln (Fig. 513i, k). Fruchtknoten unterständig.Griffel fädlich, mit kopfförmiger Narbe (Fig. 513 c). Scheinfrucht beerenartig, birnförmig-

kugelig, nach dem Grunde zu rasch verschmälert,ca. 10 mm lang, mit saftreicher, klebriger Mittel-schicht, oben den Griffelrest tragend (Fig. 513 a).Same mit stielrundlichem Keimling im reichlichenNährgewebe. V, VI.

Zerstreut auf verschiedenen Eichen - Arten(namentlich Quercus pubescensund Q. Cerris, seltenerauch auf Q. Robur [Fig. 514] und sessiliflora) oderauch auf Castanea.

In Deutschland einzig in Sachsen bei Pirna (Dohnaund Dohma) konstatiert (nicht im Bayerischen Wald). InO est erreich zerstreut in Böhmen (Prag, Elbeniederungen Saaz,Gitschin, Brdy-Gebirge), in Mähren (Znaim, Kromau, Namiest,Dürnholz, Nikolsburg, Polau, Brunn [Paradiesau, Schreibwald,Schöllschitz, Keltschan], Olmütz, Littau, Prossnitz, Kremsier,Chropin, Ung.-Hradisch, Göding, Bisenz), in Niederösterreich (inden Niederungen, häufig im Wiener Becken und im Hügellandenördlich der Donau, entlang der March und im unteren Donau-laufe etc.; am seltensten im Granitplateau des Waldviertels),in Steiermark (in Südsteiermark hie und da in den WindischenBüheln, bei Marburg, Wurmberg, Pettau, Sauritsch, Lovrecan,Monsberg, Statenberg, Bad Neuhaus, Cilli, über Prassberg;aber bei Aussee ebensowenig wie Adiantum Capillus Veneris,Erica tetralix etc.), in Krain und Küstenland. Fehlt in Kärnten,Tirol (Alpen bei Borgo sehr unwahrscheinlich), in Salzburg,Oberösterreich und Schlesien gänzlich, ebenso in der Schweiz.

Allgemeine Verbreitung: SüdöstlichesEuropa (nördlich bis zum Erzgebirge und bis Pirnain Sachsen, westlich bis Italien), Kleinasien.

Loranthus Europaeus, das Viscum querci'num der Alten,liefert wie Viscum den Vogelleim. Die vegetative Vermehrung geschieht durch Adventivknospen auf denhorizontalen Senkern. Hinsichtlich des biologischen Verhaltens schliesst sich die Riemenblume ziemlich engan Viscum an. Im Gegensatz zu der letztern verlaufen die Rindensaugstränge aber nicht in der Rinde, sondernim Cambium sowie in dem jungen Holzgewebe. Dabei leisten die allmählich erhärteten Holzelemente dervordringenden Saugstrangspitze einen ziemlich grossen Widerstand, so dass diese im spitzen Winkel umkehrenddie weicheren, weiter peripher gelegenen Holzschichten aufsuchen muss.

Fig. 514. LoranthusEuropaeus Jacq. auf Quercus

Robur, in der Lobau bei Wien (XXI. Bezirk). Phot.

Professor Dr. Ludwig Linsbauer, Klosterneuburg

bei Wien.

41. Fam. Santaläceae. Sandelholzgewächse.

Bäume, Sträucher oder Kräuter, zum grossen Teil Schmarotzer oder Halbschmarotzer.Laubblätter Wechsel- oder gegenständig, ungeteilt, zuweilen schuppenförmig und sehr hinfällig.Nebenblätter fehlend. Blüten meist klein, ziemlich unscheinbar, strahlig, 5- (seltener 3-,4- oder 6-) zählig, zwitterig oder durch Abort eingeschlechtig, einzeln achselständig oder