117
reola, Coronilla Emerus. Clematis recta, Melittis melissophyllum, Tamus communis (Bd. II, pag. 281), Rutagraveolens, Dictamnus, Campanula Sibirica, Inula hirta, Dorycnium Germanicum, Astragalus glycyphyllos,Leontodon incanus, Melica ciliata, Carex Baldensis (Bd. II, pag. 59), Campanula caespitosa etc. zusammen-gesetzt. Im Mittelmeergebiet erscheint sie als Bestandteil der immergrünen Buschformation (Macchia).
Von den Eichen sind verschiedene Bastarde bekannt, welche aber meist schwer zu erkennen sind, zumalja die Stammeltern selbst in ihren Merkmalen sehr veränderlich sind. Hieher: 1. Q.Robur L. X Q. sessili-f lora Salisb. (= Q. rosäcea Bechst, = Q. brevipes Heuffel, = Q. intermedia Boenn. = Q. hybrida Bechstein).Unterscheidet sich von der letzten Art durch kürzer gestielte, fast kahle Blätter und gestielte Früchte, vonder ersten durch etwas länger gestielte, unterseits zerstreut behaarte Blätter und kürzeren Fruchtstiel (Mehr-fach beobachtet). — 2. Q. pubescens Willd. X Q- sessiliflora Salisb. (= Q. Strei'mii Heuffel, = Q.Kernen Simk.). Unterscheidet sich von der erstem Art durch die im Alter unterseits nur schwach betiaarten,kürzer gestielten Blätter (mehrfach in Steiermark, Südtirol, Niederösterreich etc. beobachtet). Als Formen dieserKreuzung gelten ferner Q. Ti'szae Simk. et Fek., Q. intercedens Beck, Q Badensis Beck, Q. SauteriDalla Torre et Sarnthein. — 3. Q. pubescens Willd. X Q. RoburL. (= Q. pendulfna Kit, -•= Q, DevensisSimk.) Selten im Süden.
37- Fam. Ulmäceae. Ulmengewächse.
Holzgewächse (meist Bäume, seltener Sträucher) mit 2-zeilig (Fig. 495 f) angeordneten,einfachen, ungeteilten Blättern. Milchsaft fehlend. Nebenblätter frühzeitig abfallend. Blütenzwitterig oder eingeschlechtig, einzeln stehend oder zu büschelartigen (cymösen) Blütenständenvereinigt. Blutenhülle einfach, meist 4- bis 5- (seltener 3- bis 8-) blätterig (Tai 86, Fig. 3b, 4b).Staubblätter meist ebenso (seltener doppelt) viele wie Perianthblätter und vor denselbenstehend. Staubbeutel durch Längsspalten sich öffnend, ohne deutliches Konnektiv (Fig. 495 i, k).Fruchtknoten oberständig, aus 2 median stehenden Fruchtblättern gebildet, 2- oder meist (durchAbort) 1-fächerig, l-bis2-samig (Fig. 495 g). Samen von der Spitze des Faches herabhängend,anatrop oder amphitrop. Narben 2, verlängert, lineal, namentlich auf der Innenseite Papillentragend (Fig. 495h). Frucht nicht aufspringend, entweder eine 1-sämige, oft breit- geflügelteNuss (Flügel in der Medianebene verlaufend; Fig. 4951, n, o) oder eine Steinfrucht (Fig. 497 k, 1).Samen mit dünner, häutiger Samenschale, meist ohne Nährgewebe. Keimling gerade (Fig. 495 m)oder gekrümmt (Fig. 4971), mit flachen oder verschiedenartig gefalteten Keimblättern.
Die Familie der Ulmaceen ist gegenwärtig im tropischen und extratropischen Gebiet fast überall, woBäume noch gedeihen können, verbreitet. Sie gliedert sich in die beiden Unterfamilien Ulmoidea e (Blüten alleoder doch wenigstens die männlichen am alten Holz. Früchte nicht steinfruchtartig, sehr oft geflügelt. Samenflach zusammengedrückt. Keimling gerade) und Celtoi'deae (Blüten [wenigstens die weiblichen] am dies-jährigen Holz. Früchte meist steinfruchtartig. Keimling gefaltet oder eingerollt). — Ausser einigen Ulmen-Arten (siehe dort!) werden in Mitteleuropa gelegentlich 2 oder 3 Arten der zu den Celtoideen gehörigen GattungZelköwa (Perianthblätter im Gegensatz zu Celtis fast ihrer ganzen Länge nach vereinigt) kultiviert, so vorallem Z. carpinifölia Dippel (= Abelicea ulmoides O. Kuntze, = Planera crenata Desf.) aus dem östlichenKaukasus und Nord-Persien, seltener auch Z. Keäki Dippel (= Z. acuminäta Planch., = Abelicea hirta C. K.Schneider, = Planera acuminäta Ldl.), Keaki der Japaner, aus dem Gebirge von Japan und China (hält imwärmeren Süddeutschland aus). — Im Miozaen reichte die Gattung Ulmus bis Grönland, Celtis bis Mittel-deutschland, während die Gattung Zelkowa eine viel grössere Verbreitung (Z. Ungeri [Ettingsh.] in Europa,Spitzbergen, Sibirien, Japan etc.) besass als gegenwärtig. Am Südfusse der Alpen kennt man nr. 786 aus den■nterglazialen Ablagerungen.
'• Blütenhüllblätter am Grunde breit verwachsen. Frucht nussig, breitgeflügelt. Staubbeutel rot.
Ulmus CCXVI.
1*. Blütenhüllblätter fast ganz frei. Frucht eine Steinfrucht(Fig. 497 k, 1). Staubbeutel gelb. Celtis CCXVII.
CCXVI. Ulmus L. Ulme, Rüster. Franz.: Orme; engl.: Elm; ital.: Olmo.
.. Ume mit 2 " r eihigen, gesägten, am Grunde ungleichhälftigen Blättern. Blütenstände! standige, geknäuelte oder büschelige Doppelwickel, vor den Blättern erscheinend. Blütenen g, geteilt oder fast sitzend. Blütenhülle glockig, grün, oberwärts meist rötlich, 5- bis 6-