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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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kätzchenartig (Scheinähren) oder köpfchenförmig, welche häufig (besonders die weiblichen)aus cymösen Partialblütenständen bestehen. Männliche Blüten mit 5- bis 8-spaltigem (bezw.-teiligem) Perigon und mit ebenso oder doppelt so vielen bis zahlreichen, nicht gespaltenenStaubblättern (Taf. 77, Fig. 39, 41; Fig. 488 b); zuweilen mit rudimentärem Griffel. WeiblicheBlüten einzeln oder zu 2 bis 5 von einer ring- oder becherförmigen, aus der Achse ge-bildeten, später lederigen oder verholzten, oft klappig aufspringenden Hülle (Fruchtbecheroder cüpula) umgeben, welche auf der Aussenseite mit zahlreichen zurückgebildeten oderin Dornen umgewandelten Blättchen besetzt ist (Taf. 77, Fig. 40). Fruchtknoten unter-ständig, 3- bis 6-fächerig (Taf. 77, Fig. 42), in jedem Fach 2 hängende, umgewendeteSamenanlagen enthaltend (Fig. 485h, 488m). Griffel 3 bis 6. Narben 3 bis 6, fadenförmig(Fig. 488 d) oder 3-lappig (Taf. 86, Fig. 2 b). Frucht meist eine 1-, seltener 2-samigeSchliessfrucht (Nuss), zuweilen mit Rudimenten der fehlschlagenden Samenanlagen. Samenmit 2 Integumenten, ohne Nährgewebe. Keimblätter nur bei Fagus über die Erde tretend(Fig. 487), sonst in der Fruchtschale eingeschlossen.

Die Fagaceen sindnamentlich im nördlich-extratropischenGebiete ver-breitet; in geringerer Zahlkommen sie auch im tro-pischen Asien vor (Pasania,Castanopsis). Eine Gattung(Nothofagus) tritt im ant-arktischen Südamerika (bisChile), in Südaustralienund auf Neu-Seeland auf.Ausser den 3 in Europavertretenen Gattungen ge-hören hieher noch die 3Gattungen Nothofagus(verwandt mit Fagus, abermännliche Blüten einzelnoder in 3-blütigen Dicha-sien in den Laubblatt-achseln stehend. EinzelneArten [z. B. N. Dom-beyi Oerst.] sind immer-grün), Castanopsis(ca. 25 Arten, meist im tro-pischen Asien, der GattungCastanea nahestehend, aberweibliche Blüten an be-sonderen Kätzchen, öfters

einzeln. Fruchtknoten 3-fächerig) und Pasania (ca. 100 Arten, ähnlich Quercus, aber männliche Blüten anaufrechten Kätzchen).

1. Männliche Blüten in fast kugeligen, langgestielten Büscheln. Narben 3 (Fig. 485 f). Blätter ganzrandig°der am Rande wellig. Fruchtbecher 4-spaltig, aussen weichstachelig.........Fagus CCXIII.

I*. Männliche Blüten in verlängerten Kätzchen (Scheinähren).............. 2.

2 - Achsenbecher aussen dicht stachelig, mehrere Früchte umschliessend, 4-klappig aufspringend (Fig. 488e).Männliche Kätzchen schmal, aufrecht. Narben meist 6, fadenförmig (Fig. 488d). . . . Castanea CCXIV.

2 *- Achsenbecher becherförmig, meist nicht stachelig, nur eine Frucht umschliessend, nicht auf-springend. Männliche Kätzchen hängend. Narben 2- bis 3- (4-) lappig......-. . Quercus CCXV.

CCXIII. FägUS 1 ) L- Buche.

_____ _____j^_ dieser Gattung gehören ca. 8 Arten im nördl. extratropischen Florenreich, von denen bei uns

Fig. 485. a und b Knospen von Alnus glutinosa und A. viridis. c, d, e Laubblatt-

entfaltung bei Fagus silvatica. f "Weibliche Blüte (von aussen), g, h Längs- und Querschnitt

durch den Fruchtknoten. /, k Frucht (von der Seite und von unten). /, m Querschnitte durch die

Frucht, n Diagramm eines weiblichen Blütenstandes.

) Name dieses Baumes bei den Römern (vgl. pag. 96).