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Tafel 83.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Populus tremula (pag. 61). Zweig mit
männlichen Kätzchen.„ la. Junges weibliches Kätzchen.„ Ib. Beblätterter Zweig.„ lc. Männliche Blüte mit Tragblatt.„ Id. Aeltere weibliche Blüte mit Tragblatt.„ 2. Populus alba (pag. 59). Zweig mit jungen
weiblichen Kätzchen.„ 2a. Zweig mit einem männlichen Kätzchen.
Fig. 2 b. Stockausschlag.„ 3. Carpinus Betulus (pag. 66).3 jungen männlichen (unten)weiblichen Kätzchen (oben).„ 3 a. Zweig mit Fruchtstand.„ 3 b. Staubblatt.„ 3 c. Frucht.„ 3 d. Same.„ 3e. Längsschnitt durch den Samen.
Zweig mitund einem
Schwarz-Pappel (auch die von P. balsamifera) enthalten ein ätherisches Oel und waren früher als Gemmae Pöpulioffizineil. Die Rinde der meisten Arten weist 2 bis 3% Gerbstoff auf. Die reichlich vorhandene Samenwolleversuchte man schon als Gespinstfasern (statt Baumwolle) zu verarbeiten. Aehnlich wie die Weiden enthaltendie Populus-Arten ein Enzym (die sog. Salikase), welches Salicin in Glukose und Saligenin spaltet (Sigmund). Diezarte, leichte Kohle geht unter der Bezeichnung Carbo populi (eine Spezialität in Frankreich ist Carbo Belloci).Im Gegensatz zu den Weiden sind die Pappeln als windblütige Pflanzen zu bezeichnen; ihre Blütensind nektarlos, ihr Pollen ist staubartig, trocken. Allerdings werden die Blüten zuweilen von der Honigbienebesucht. Bei P. tremula finden sich an der Blattbasis der jungen Blätter nektarabsondernde Drüsen (bei P. nigraauf den Blattzähnen), welche Bienen, kleine Fliegen, Ameisen, Schlupfwespen etc. anlocken. Die vegetativeVermehrung geschieht in reichlichem Masse durch die Entwicklung von Wurzelbrut (die Wurzeln treiben Laub-sprosse). — Pappeln kommen einzeln oder meist zu mehreren nebeneinander in Familienwappen vor, so bei denBäumler (Bayern), Häufler v. Rasen (Tirol), Hügel (Württemberg), eine Linie der Hörwarth v. Hochenberg etc. — DiePappeln tragen zahlreiche und zum Teil sehr häufige Gallbildungen. Als Galltiere sind hier in erster LinieBlattläuse (Aphiden) zu nennen. An den Blattstielen der Schwarz-Pappel und der Pyramiden-Pappel bildetPemphigus spirothecae Pass. eine bedeutende Verbreiterung des Blattstieles, welche sich spiralig aufrollt,bis 20 mm Länge und 10 mm Breite erreicht (Fig. 468 a) und aussen oft rötlich angelaufen ist. In ihremInnern finden sich die schon mit blossem Auge sichtbaren Galltiere. Andere Pemphigus-Arten bilden sehrverschiedenartige, meist beuteiförmige Auftreibungen des Mittelnervs (Fig. 468 b) und am Stiel, Zusammen-faltung oder Randrollung der Blattfläche, Knospenmissbildungen usw. Bei der Zitter-Pappel, seltener auch beider Silber-Pappel, entstehen am Grunde der Blattfläche zu beiden Seiten der Insertionsstelle des Blattstiels2 bis 3 mm grosse, unregelmässige, meist gelblich oder rot gefärbte warzige Höcker (Fig.. 468c). Eine Gallmilbe,Eriophyes diversipunctätu s Nah, ruft diese Neubildungen aus den dort befindlichen Drüsen hervor.Andere Gallmilben verursachen sehr bedeutende Knospenwucherungen. Rundliche oder spindelförmige, harte,bis 5 mm grosse, mehr oder minder rötlich gefärbte Gallen treten am Blattstiel der Zitter-Pappel (Fig. 468 d)-und der Silber-Pappel auf. Sie sind ein- oder mehrkammerig und werden durch eine Gallmücke (Harmändia(p e tioli Kieff.) hervorgebracht. Andere Gallmücken verursachen kleinere oder grössere, rundliche, bald aufder Oberseite, bald auf beiden Seiten hervortretende Gallen. Die Larve des Pappelbockkäfers (S aper dapopulnea L.) lebt in dem Mark junger Espentriebe, welche dann eine längliche, spindelförmige, meist sehrauffallende Anschwellung zeigen.
1. Tragblätter der Blüten zottig bewimpert (Fig. 470b, c). Staubblätter 6 bis 8 (Taf. 83, Fig. 1 c) 2.1*. Tragblätter der Blüten kahl (Fig. 470 h). Knospenschuppen kahl, klebrig. Staubblätter 12 bis
30 (Fig. 470 f)............................p. nigra nr. 767-
2. Ausgewachsene Laubblätter unterseits grau- oder weissfilzig. Tragblätter ungleich gezähnt(Taf. 77, Fig. 23 und 24) bis fast ganzrandig.................P. alba nr. 765.
2*. Ausgewachsene Laubblätter beiderseits kahl (nie filzig). Tragblälter handförmig-zerschlitzt(Taf. 83, Fig. lc)..........................p. tremula nr. 766.
765. Populus alba L. Silber-Pappel, Weiss-Pappel. Franz.: Peuplier blanc, Ypreau,Blanc de Hollande; engl.: White oder Silver-leaf poplar, Abele; ital.: Pioppo bianco,trattice, Alberello; Pobbia (Tessin). Taf. 83, Fig. 2, Taf. 77, Fig. 23, 24, Fig. 4/0n
und Fig. 469.
j .. ame Silber-Pappel bezieht sich auf die unterseits weissfilzigen Blätter des Baumes; aus
Grunde heisst er im Thurgau Mehlbomm. Zu den Bezeichnungen Alber, Alba, Albabam,