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(Fig. 466 d), Vs bis 72 so lang als der Fruchtknoten, zuweilen an der Spitze geteilt. Narben2-lappig, aufrecht abstehend, purpurrot. — VI, VII.
Stellenweise auf Triften, felsigen Abhängen, an Bachufern, in der Ericaceen-Heide,auf Geröllhalden, Alluvionen der Alpen (besonders in den Zentralalpen), von ca. 1700 bisüber 2500 m (Virgljoch in Tirol 2600 m, Val Prünas im Camogask in Graubünden 2640 m);selten tiefer. Auf Kalk und Urgestein. Fehlt in Deutschland gänzlich.
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpen, Karpaten, Apennin, Sibirien,Altai, Baikalien, Dahurien, Schottland, Kamtschatka, Tschuktschen-Halbinsel, Skandinavien,Island, arktisches Europa, Grönland, Labrador.
Aendert ab: var. typica Koehne (= var. serräta Neilr.). Blätter am Rande fein drüsig gesägt(Zentral- und Westalpen, östlich bis Tirol, Oberösterreich [Augensteindlgruben am Dachstein; hier mit Sempervivummontanum und Arabis caerulea], Kärnten; in Steiermark angeblich auf der Koralpe). Im allgemeinen gernauf Urgebirge. — var. Jacquiniäna (Willd.) Koch (= var. Jacqui'nii Wimmer, = var. integrifölia Neilr.,= S. fusca Jacq.. = S. alpfna Scop.). Laubblätter ganzrandig oder nur spärlich klein gesägt (Kalkformder östlichen Alpen [östlich bis zum Wiener Schneeberg, Rax, Oetscher etc.]; fehlt in der Schweiz vollständig.In den Ostalpen gern in Gesellschaft von S. retusa. Selten auch tiefer [Vitriolwand in Kärnten, 900 m]; zu-weilen herabgeschwemmt [am Fuss des Buchstein und in der Bärenschütz bei Mixnitz in Steiermark]). Wirdvon vielen Autoren auch als besondere Art aufgefasst. — var. lanäta Gaud. Laubblätter seidig-wolligbehaart, am Rande drüsig-gesägt, — var. leioeärpa Wimm. Fruchtknoten kahl. — Diese zierliche Weidegedeiht in der Kultur nicht gut.
764. Salix arbüscula J ) L. (= S. corüscans Jacq., = S. glaucescens Moench, = S. carinätaSm., = S. alpestris Wulfen). Bäumchen-Weide. Taf. 82, Fig. 7 und Fig. 452s.
Dichter, reichverzweigter, dichtbelaubter, bis 50 (100) cm hoher Zwergstrauch vonsehr verschiedenartiger Gestalt (bald aufrecht, buschig, bald niederliegend). Zweige rot-bräun oder gelb, kahl (seltener + kurz behaart). Laubblätter kurz gestielt (Stiel bis 0,7 cmlang, meist kahl), breit-lanzettlich bis verkehrt-eiförmig, 2 bis 27a mal so lang als breit(1 bis 5 cm lang und 0,6 bis 2 cm breit), stumpflich oder kurz zugespitzt, ganzrandig oderentfernt gesägt (Fig. 452 s), in der Jugend zuweilen unterseits schwach seidenhaarig, späterkahl, oberseits tiefgrün, etwas glänzend, unterseits matt, blaugrün oder grau, beim Ver-trocknen nicht schwarz werdend. Nebenblätter sehr klein, eiförmig oder fehlend. Kätzchenmit den Blättern zugleich hervorbrechend, an beblätterten, bis 1 cm langen Trieben end-ständig, aufrecht oder etwas nach seitwärts gekrümmt, länglich-oval bis zylindrisch, 1,5 bis3 (die weiblichen später bis 5) cm lang, dichtblütig. Tragblätter verkehrt-eiförmig,nach dem Grunde zu stark verschmälert, hellbraun oder gelb, an der abgerundeten Spitzerotbraun bis dunkelpurpurn, zottig-behaart. Staubblätter 2, frei (Taf. 82, Fig. 7 b), kahl,bis 3 mal so lang als die Tragblätter. Staubbeutel kugelig, rötlich, später gelb. HintereDrüse eiförmig, stark gestutzt. Fruchtknoten sitzend oder sehr kurz gestielt, aus ei-förmigem Grunde kurz kegelförmig verschmälert, kurz filzig-behaart. Griffel verlängert,/s bis 2 / 3 so lang als der Fruchtknoten, an der Spitze zuweilen gespalten (Taf. 82, Fig. 7a).Narbenlappen zweiteilig, gelb. Hintere Drüse oval, stark gestutzt, an der Spitze zuweilenausgerandet oder gespalten. — VI, VII.
Häufig und ziemlich verbreitet an steinigen, grasigen Abhängen, zuweilen unterKrummholz und Alpenrosen, in Erlenbeständen, auf feuchtem Geröll der Alpen, vonca. 1750 bis 2765 m; auf Kalk und Urgestein.
.. Wahrend S. arbüscula in der Schweiz besonders auf kalkarmem Gestein auftritt, ist sie in den
os ic en Alpen umgekehrt in den Kalkalpen stark verbreitet und in den Zentralalpen seltener. In den nörd-
und südlichen Kalkalpen gehört sie zu den nie fehlenden Bestandteilen der Latschenzone oder des
l ) Bäumchen, diminutiv zu Iat. ärbor = Baum.Hegi, Flora Bd. III.
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