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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Tafel 80.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Salix viminalis (pag. 26). Laubspross.

1 a. Zweig mit weiblichen Kätzchen.

,, Ib. Zweig mit männlichen Kätzchen.

1 c. Männliche Blüte mit Tragblatt.

1 d. Weibliche Blüte mit Tragblatt.

» 1 e. Narbe (vergrössert).

2. Salix incana (pag. 26). Laubspross.

2 a. Zweig mit männlichen Kätzchen.

2 b. Zweig mit weiblichen Kätzchen.

,, 2 c. Männliche Blüte mit Tragblatt.

2 d. Weibliche Blüte mit Tragblatt (von der Seite).

2e. Narbe (vergrössert).

Fig. 3. Salix cinerea (pag. 34.). Laubspross.

3a. Zweig mit männlichen Kätzchen.

,, 3b. Zweig mit weiblichen Kätzchen.

3 c Männliche Blüte mit Tragblatt.

3d. Weibliche Blüte mit Tragblatt.

,, 3e. Narbe (vergrössert).

4. Salix caprea (pag. 35). Laubspross.

,, 4 a. Zweig mit männlichen Kätzchen.

,, 4 b. Zweig mit weiblichen Kätzchen.

,, 4 c. Männliche Blüte mit Tragblatt.

4d. Weibliche Blüte mit Tragblatt.

4e. Narbe (vergrössert).

grauflaumig, am Grunde jedoch grünlich- oder gelblichbraun und kahl, innere Rinde grün.Laubblätter kurz gestielt, schmal-lanzettlich bislineal-lanzettlich, ca. 6 bis 18 mal länger als breit(8 bis 15 cm lang und 5 bis 12 [18] mm breit), unter der Mitte am breitesten, nach dem Grunde zukeilförmig, zugespitzt, drüsig-gezähnelt, am Rande umgerollt (Fig. 451 q) bis wellig-gekerbt,oberseits freudiggrün, nur mit kleinen Härchen bestreut, unterseits dicht weiss seidig-behaart (die Haare angedrückt, in der Richtung der Seitennerven [nicht der Rippe]liegend), atlasartig schimmernd, mit vortretender, gelber Mittelrippe. Nebenblätter hin-fällig, schmal-lanzettlich. Kätzchen länglich-walzenförmig, sitzend, dick, ziemlich kurz,([8] 15 bis 30 [40] mm lang und [5] 8 bis 12 mm breit), dichtblütig, vor den Blättern hervor-brechend. Tragblätter länglich bis eiförmig, lang seidenhaarig, rötlichgelb, an der Spitzeschwärzlich. Blüten mit nur 1 (hinteren) langen, schmal-linealen, oberwärts etwas zurück-gekrümmter Drüse. Staubblätter 2. Staubfäden frei, kahl (Taf. 80, Fig. 1 c). Fruchtknotensehr kurz gestielt bis sitzend, kegelförmig, spitz, dicht anliegend, seidig-behaart (Taf. 80,Fig. 1 d). Griffel lang, dünn, mit langen, fadenförmigen, selten ganz gespaltenen Narben(Taf. 80, Fig. 1 e). III, IV (etwas später als S. daphnoides und caprea).

Ziemlich häufig, aber doch nicht überall wild (scheint z. B. in Kärnten ganz zufehlen), an Ufern (besonders von grösseren Flüssen); fast nur in der Ebene, selten höhersteigend (Leukerbad im Wallis, 1415 m). Ausserdem vielfach angepflanzt.

Allgemeine Verbreitung: Mitteleuropa (nördlich bis Skandinavien bis 60 anördl. Breite), seltener in Südeuropa, Orient, Kaukasus, Sibirien (bis 75° 15' nördl. Breite),Turkestan, Dsungarei, Japan, Nord- und Südamerika.

Aendert wenig ab: var. tenuifölia Kerner. Laubblätter fast Hnealisch, 8 bis 15 cm lang und 0,5bis 1 cm breit. var. spien dens (Turcz.) Anderss. Laubblätter länglich-elliptisch bis schmal-lanzettlich,5 bis 10 cm lang und 1 bis 1,5 cm breit, oberseits dicht kurzhaarig, unterseits stark seidig-glänzend. Kätzchenschmächtiger, + gekrümmt (Nicht wild im Gebiet). Ausserdem lassen sich nach der Färbung der Rindegelb- und braunrindige Spielarten unterscheiden. S. viminalis gehört mit S. triandra zu den besten Kulturweiden,welche die grössten Erträge liefert. Allerdings werden die Ruten vom Weidevieh und Wild (namentlich vomReh) gern verbissen. Auch von Seite der Insekten hat sie mehr als die andern Kulturweiden zu leiden.Betreff. S. dasy ciados Wimra. siehe bei den Bastarden.

744. Salix herbäcea L. (= S. ptimila Salisb.). Kraut-Weide. Engl.: Dwarf willow.

Taf. 82, Fig. 1 und Fig. 451 f.

Winzigkleiner, 1 bis 8 cm hoher, niederliegender, kriechender, zum grössten Teilim Boden ausgebreiteter Zwergstrauch. Zweige braun, kahl oder im ersten Jahr zuweilenetwas behaart. Laubblätter kurz gestielt (Stiel bis 0,5 cm lang, kahl oder zerstreut be-