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3 (1912) Dicotyledones : (I. Teil)
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Tafel 79.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Salix alba (pag. 22). Zweig mit männlichen

Kätzchen.la. Zweig mit weiblichen Kätzchen.Ib. Laubspross.

lc. Männliche Blüte mit Tragblatt.Id. Weibliche Blüte mit Tragblatt.2. Salix purpurea (pag. 23). Zweig mit jungen

weiblichen Kätzchen.2a. Zweig mit männlichen Kätzchen.

Fig. 2b. Laubspross.

,, 2c. Reife Fruchtkapsel.

,, 2d. Same.

3. Salix daphnoides (pag. 24). Zweig mit

männlichen Kätzchen.

3a. Zweig mit jungen weiblichen Kätzchen.

., 3 b. Laubspross.

3c. Männliche Blüte.

3d. Weibliche Blüte.

täler (Brenner in Tirol, Münster im Oberwallis 1300 m). Ausserdem wie S. fragilis häufigals Kopfweide gepflanzt.

Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (in Norwegen nördlich bis 63°52' Breite), gemässigtes Asien, Nordafrika; in Amerika ursprünglich eingeführt.

Aendert ab: var. vitellina (L) Seringe. Dotter-Weide. Zweige auffallend gelbbraun, gelbrot oder rötlich(Häufig als Kopfweide angepflanzt). var. splendens Anderss. (= var. argentea Wimm.). Zweige schmutzigbraungrün. Blätter auf beiden Seiten dicht weissgrau bis weisseidig-behaart. var. caerulea (Sm.) Koch.Laubblätter verkahlend, unterseits grau oder graublau (Zerstreut). var. ovälis Wimm. Laubblätter eiförmig.

Die Silber- oder Weissweide ist im Tieflande die häufigste aller einheimischen Weiden-Arten underreicht auch die grösste Höhe. Als ungeköpfter Baum ist sie eine Zierde der Baumanlagen und bildet besondersan Flussufern schöne, hoch emporstrebende Kronen (Fig. 455). An ihrer silbergrauen Färbung lässt siesich schon aus der Ferne erkennen. Obwohl sie einen grossen Nässegrad (auch vorübergehende Ueber-schwemmungen) ertragen kann, ist ihr eine stehende Nässe doch wenig zuträglich. Ihr Wuchs ist ein sehrrascher. Ihre Stämme können gelegentlich bis 1,3 m Durchmesser erreichen. Die Dotter-Weide bleibt in ihremWüchse und Stärke hinter der Stammart bedeutend zurück.

Nach den schmalen bandartigen Zweigen heisst die Dotter-Weide Bandwide, Rebwidli (zumAufbinden der Reben), B an d, B an dli, B en d ara (Schweiz); nach deren dottergelben Farbe: Gähl [= gelb]Wied (Mecklenburg); Gold weide, Dotter weide. FleischwiedU nennt man sie im Kanton St. Gallendeshalb, weil das zum Räuchern bestimmte Fleisch an ihren Zweigen in den Kamin gehängt wird. In vielen Gegendenschlingt man einen Zweig dieserWeidenart (mit der linken Hand")um den Hals eines jungen Hundes,um ihn vor der ,Suchf zu schützen.

740. Salix purpurea L. (=

S. monändra Ard., = S. fissaWahlenb.). Purpur-Weide 7Korb- oder Krebs-Weide.Franz.: Osier rouge, Säulepourpre,Verdiau; engl.: Purpleosier, Purple willow; ital.:Salcio rosso, Salcio da Vimini,"V imini,Vetrice rossa, Salicello,Salcio porporino; Sares ross(Tessin). Taf. 79, Fig. 2, Taf.77,Fig. 11, 12 und Fig. 451 m.9 bis 50 dm hoher, auf-rechter Strauch (seltener baum-

, . 1n Fig 455 Silber-Weiden (Salix alba L.) an der Amper bei München. Phot. V, Ziind,

artig, bis 10 m hoch). Zweige München-Luzern.