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seits glänzend, lebhaft grün, unterseits matt hellgrün, im Alter lederartig (besonders inder Jugend stark balsamisch riechend). Mittelnerv oberseits wenig hervortretend, gelb,unterseits stark hervortretend. Nebenblätter länglich-eiförmig, drüsig-gesägt, bald abfallend.Knospen braun, glänzend, kahl. Kätzchen mit den Blättern erscheinend, bogig hängend;die männlichen zylindrisch, bis 7 cm lang und 1,5 cm dick (Fig. 453b), dichtblütig, mit sehrkurz- und dichtbehaarter Achse, an sehr kurz-graubehaarten, beblätterten Seitentrieben. Trag-blätter einfarbig, gelb, stumpf, häutig, geädert, am Grunde (innen und aussen) kurz kraus-haarig, vorn verkahlend, am Rande drüsig (Fig. 453 c), ungefähr halb so lang als dieStaubblätter. Männliche Blüten mit 5 bis 8 (hie und da bis 12 oder gar 19, seltenernur 3 oder 4) freien, am Grunde wollig-behaarten Staubblättern (Fig. 453 d, e). Staub-beutel rundlich, gelb. Honigdrüsen 2, ungefähr l / a so lang als das Tragblatt, einfach oderoberwärts etwas eingeschnitten, zuweilen auch mit schmalen Nebenlappen. Weibliche Kätzchenzylindrisch (Fig. 453 f), 2 bis 6,5 cm lang und 7 bis 12 mm dick, lockerblütig. Trag-blätter vor der Fruchtreife abfallend. Fruchtknoten sehr kurz gestielt (Fig. 453 g), ausovalem Grunde lang pfriemlich verschmälert, kahl, etwa doppelt so lang als das Tragblatt.Griffel kurz (ungefähr ! / 4 s0 l an g a l s der Fruchtknoten), am oberen Ende gabelig-geteilt.Weibliche Blüten gleichfalls mit 2 Drüsen (die vordere kurz). Narben kurz, gespalten. — V, VI.Stellenweise in Sümpfen, Mooren, feuchten Wäldern, an Teichrändern, Gräben,an Ufern, auf Flussalluvionen, Dünen, trockenem Sandboden. Besonders in den Gebirgs-tälern; hier bis ca. 2000 m hinaufsteigend. Ausserdem nicht selten als Ziergehölz kultiviert.
Diese durch ihre oberseits stark glänzenden, lorbeerähnlichen, dunkelgrünen Laubblätter leicht kenntlicheArt tritt in den Gebirgstälern (besonders der Zentralalpen) zuweilen in grösseren Beständen auf. Andrerseitskommt sie auch in den Erlenbrüchen (Alnus glutinosa) des mittlem und nördlichen Deutschlands neben Prunuspadus, Rhamnus frangula, Rubus idaeus etc. vor. In der Ausbildung und Grösse der Blätter und Kätzchenist sie ziemlich veränderlich. In den Alpen (Tirol, Schweiz) erscheint eine schmalblätterige alpine Form (var.lanceoläta Toepffer, ? = var. angustifölia C. F. W. Meyer). Auf trockenem Sandboden bleibt S. fragilis klein,entwickelt niederliegende Zweige und kleinere Blätter (nach Bolle z.B. in der Mark Brandenburg). Exemplaremit mehr als 5 Staubblätter werden häufig als f. polyändra de Bray (= S. lücida Zabel) unterschieden.
Allgemeine Verbreitung: Gemässigtes Europa (im Süden mehr im Gebirge[fehlt in der ungarischen Tiefebene]; in Norwegen nördlich bis 70° 2' nördl. Breite),Kaukasus, Buchara, Sibirien (bis 64° nördl. Breite), Mandschurei.
737. Salix fragilis L. (= S. pendula Ser., = S. decipiens Hoffm., = S. fragilior Host,= S. persicifolia Schleich.). Bruch-Weide, Knack-, Glas- oder Spröck-Weide. Franz.: Säulefragile; engl.: Crack willow, Withy; ital.: Salcio fragile. Taf. 78, Fig. 3 und Fig. 451c.
In Mecklenburg, Bremen, Münsterland etc. heisst diese Art Bro o kwi e d [= Bruchweide], Sprook -wied, Sproochwichel [sprok = brüchig], in Oesterreich Brastelfeller [„brasten, bresten" = mit Schallbersten). Im italienischen Dialekt des Tessin wird sie wie auch S. triandra und alba Sares selvadigh benannt.
Strauch oder bis 12 (15) m hoher Baum. Zweige gelb oder braun, glänzend (anBäumen zuweilen lang und hängend), die jungen an der Ansatzstelle leicht (mit knackendemGeräusch) abbrechend. Laubblätter kahl (in der Jugend klebrig), lanzettlich bis länglich-lanzettlich (Fig. 451c), 4 bis 7 mal so lang als breit (bis 18 cm lang und bis 4 cm breit),gestielt (Stiel kahl, nur am obern Ende mit wenigen Drüsen), lang-zugespitzt, in der unternHälfte am breitesten, am Rande grob-knorpelig gesägt, kahl, oberseits lebhaft grün, glänzend,unterseits matt, hell- bis blaugrün. Mittelnerv oberseits wenig, unterseits stark hervor-tretend. Adernetz weitmaschig, wenig hervortretend. Nebenblätter klein, halbherzförmig,gesägt, meist fehlend. Knospen braun, kahl. Kätzchen mit den Blättern zugleich hervor-brechend. Männliche Kätzchen an bis 3 cm langen, oberwärts grau-behaarten, beblättertenSeitentrieben endständig, bis 6 cm lang und 7 bis 12 mm dick, dichtblütig, später + locker, mit
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