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geordneten Samenanlagen (Taf. 77, Fig. 19). Frucht eine loculicide kapsei, meist 2-klappigaufspringend (Taf. 77, Fig. 20). Samen zahlreich, mit Haarschopf (Taf. 77, Fig. 21, 22)und mit dünner Samenhaut, ohne Nährgewebe. Keimling gerade.
Die Familie mit den beiden Gattungen Salix und Pöpulus ist vor allem in der nördlich-gemässigtensowie in der arktischen Zone zu Hause. Nur eine verhältnismässig kleine Zahl von Salix-Spezies kommt auchin den Tropen und Subtropen vor. Die meisten Beziehungen scheint die Familie mit den Juglandaceen undMyricaceen zu haben: mit den Tamaricaceen, mit denen die Familie früher mehrfach (Bartling, Grisebach,AI. Braun Hegelmaier) in Verbindung gebracht worden ist, haben die Salicaceen nichts zutun. Hallier leitetsie neuerdings von den (bei ihm allerdings erweiterten) Hamamelidaceen ab.
1. Tragblätter der Blüten ganzrandig (Taf. 77, Fig. 14, 18), ein- oder zweifarbig. Blüten mit 1 oder 2Honigdrüsen oder seltener mit einem ringförmigen, gelappten Drüsenbecher. Kätzchen steif. Staubblätter meistwenig zahlreich. Laubblätter lanzettlich, linealisch oder elliptisch (niemals dreieckig-herzförmig) Salix CCVI.
1*. Tragblätter der Blüten gezähnt oder zerschlitzt. Drüsenbecher schräg abgeschnitten (Taf. 77,Fig. 23, 24). Kätzchen schlaff herabhängend. Staubblätter zahlreich. Laubblätter 3-eckig, elliptisch, herz-oder eiförmig............................ Populus CCVII.
CCVI. Salix 1 ). Weide. Franz.: Säule, Osier; engl.: Willow; ital.: Saldo, Salice.Bäume oder Sträucher (in den Alpen und in der Arktis zahlreiche Zwergsträucher),selten scheinbar krautartig (S. herbacea). Knospen seitenständig, kahl oder behaart, zuweilenklebrig. Laubblätter stets einfach, ungeteilt, lanzettlich, linealisch oder elliptisch, ge-wöhnlich kurz gestielt, kahl oder (namentlich auf der Unterseite) + behaart, mit + hervor-tretendem, weit- oder engmaschigem Adernetz, auf der Unterseite oft bläulich, beimTrocknen zuweilen schwärzlich werdend. Nebenblätter häufig stark ausgebildet, oft früh-zeitig abfallend oder gänzlich fehlend. Blutenstände achselständig, meist vielblütige Aehren(„Kätzchen") bildend, vor den Laubblättern oder gleichzeitig (namentlich alpine Arten) mitdenselben erscheinend, am Grunde gewöhnlich von kleinen schuppen- oder laubblattartigenBlättern umgeben, an Kurztrieben seitenständig oder aber scheinbar endständig. Aehren-achse dünn, meist behaart. Blüten normal eingeschlechtig, zweihäusig, von einem Trag-blatt gestützt; letzteres ganzrandig, einfarbig, gelbgrün (Taf. 77, Fig. 9, Taf. 79, Fig. 1 c)oder zweifarbig, d. h. an der Spitze etwas dunkler, rotbraun oder schwarz (Taf. 77,Fig. 11), häutig oder lederartig, meist behaart, seltener ganz kahl. Männliche Blüten mit2 bis 5 (vereinzelt bis 24) Staubblättern (Taf. 77, Fig. 13, 9, 7, 15); die letztern meist frei,seltener + verbunden (Taf. 77, Fig. 11, Taf. 80, Fig. 2 c, Fig. 465 f). Staubfäden kahl oder amGrunde behaart. Staubbeutel rundlich oder oval, gelb oder rötlich, nach dem Verstäubenzuweilen grau oder schwärzlich werdend. Weibliche Blüten mit einem länglichen, + ge-stielten bis sitzenden, kahlen oder behaarten, aus 2 Fruchtblättern bestehenden 1-fächerigenFruchtknoten. Samenanlagen zahlreich (Taf. 77, Fig. 19), an 2 wandständigen, medianenPlazenten. Griffel fehlend oder ± lang, seltener 2-spaltig. Narben 2, kurz, aufrecht odernach seitwärts gebogen, ungeteilt, ausgerandet oder gespalten (Taf. 77, Fig. 8, 10, 14). AmGrunde der Staubblätter oder des Fruchtknotens befinden sich 1 oder 2 (vordere und hintere)schmal-lineale, rundliche, elliptische, gestutzte, abgerundete, ausgerandete oder gespalteneoder in der Mitte eingeschnürte, in der Mediane stehende Honig-, Torus- oder Diskusdrüsen(Taf. 77, Fig. 9, 10, 11, 12, 18), seltener ein gelappter Ring (Taf. 77, Fig. 15 bis 17). Fruchteine 2-klappig aufspringende, fachspaltige (loculicide) Kapsel; letztere nach dem Aufspringen±. stark sichel- oder schneckenförmig nach auswärts gerollt (Taf. 77, Fig. 20). Samen klein,dunkelgrün oder bräunlich, mit grundständigem Haarschopf (Taf. 77, Fig. 21, 22).
Die Blüteneinrichtung der Weiden ist die einfachste, welche sich bei den insektenblütigen Pflanzenvorfindet. Da die Blüten gewöhnlich zu reichen und dichten Blütenständen (Kätzchen) vereinigt sind, fallensie — zumal sie (besonders im Tieflande) noch vor dem Laubausbruche erscheinen — trotz ihrer relativen
') Name der Weiden bei den Römern.