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bestimmun gen also ausgeschlossen sind, sind z. B. die Messungder Erniedrigung des Gefrierpunktes von Lösungen (kryo-skopische Methode); sie beruht darauf, daß eine gleicheAnzahl von Molekülen eines gelösten Stoffes in demselbenMedium stets die gleiche Erniedrigung des Gefrier-punktes bewirkt; die gleiche Menge in Grammen also um somehr, je kleiner ihre Molekulargröße ist. Man setzt also einebekannte Menge zu, stellt den Gefrierpunkt fest und kann darausdas Molekulargewicht berechnen. Auf einem ganz analogen Ver-halten beruht die Methode der Molekulargewichtsbestimmungdurch Dampfdruckerniedrigung, die sich in einer Er-höhung des Siedepunktes dokumentiert. Die kryoskopischeMethode wird auch vielfach zu physiologischen Zwecken in derUntersuchung von Körperflüssigkeiten (Blutserum, Harn) an-gewendet, um über die Konzentration der darin enthaltenenStoffe gewdsse Aufschlüsse zu erhalten.
"Wir haben also die Möglichkeit, für die meistenKörper eine Formel aufstellen zu können, welche dieAnzahl der einzelnen Atome im Molekül angibt, die sog.empirische Formel. . Doch das genügt noch nicht.Schon lange hat man Körper von gleicher empirischerFormel entdeckt, die trotzdem verschiedene chemischeNatur besitzen. So haben z. B. der gewöhnliche Äthyl-alkohol und der Dimethyläther, völlig verschiedeneKörper, beide die empirTschlTFormel
C 2 H 6 0.
Solche Körper, die bei gleicher empirischer (oderBrutto-) Formel doch verschieden sind, heißen isomer.
Derartige A^erschiedenheiten müssen also ihrenGrund haben in Verschiedenheiten im Bau, in derStruktur des Moleküls. Man hat nun Mittel undWege gefunden, um diesen feineren Bau der Molekülezu untersuchen: Struktur- oder Konstitutions-formeln aufzustellen]"
§ 4 -Der Kohlenstoff ist vierwertig, es kann sich alsoein Kohlenstoffatom mit vier einwertigen Atomen ver-binden, z. B.: