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Alkohol.
Auch hier hat man aber gelernt, die Unterschiede auszugleichen.Ganz einfach ist die Sache nicht, wie sich aus folgendem ergibt.
Der »Holzessig« enthält nicht nur Methylalkohol und Acetonneben Essigsäure, sondern auch die Homologen der letzteren. Manbewirkt also
B. die Verarbeitung des Holzessigs durch Bildung eines zurReinigung geeigneten Salzes der Essigsäure.
Zunächst wird das Calciumsalz hergestellt, jedoch so, daß Methyl-alkohol und Aceton dabei nicht verloren gehen. Namentlich Acetonist nur in geringer Menge vorhanden.
Der rohe Holzessig enthält etwa 8—14°/o Säuren und 4—6°/oMethylalkohol, aber nur 0,2 °,'o Aceton.
Von den Salzen der Essigsäure kommt für einzelne Zwecke das-jenige des Eisens in Betracht, weil Ferroacetat durch die stark reduzierendenNebenstoffe des Holzessigs vor Oxydation geschützt wird und alsBeize in der Färberei geschätzt wird x ).
Hauptsächlich aber macht man Kalksalz, um daraus die Essig-säure wieder abzuscheiden. Dazu destilliert man von neuem undleitet das Destillat in Kalkmilch, so daß Essigsäure und ihre Homologengebunden werden, welche dann zu trennen sind. Dabei gehen Methyl-alkohol und Aceton weiter und werden besonders verdichtet.
Das erhaltene Gemenge von rohen Calciumsalzen verwandelt mandurch Umsetzung mit Natriumsulfat unter Abscheidung von Gips inlösliches Natriumsalz. Das Natriumacetat hat ein ausgezeichnetesKristallisationsvermögen, so daß die Salze der anderen, im Holzessigvorhandenen Säuren, nämlich der Propionsäure, Buttersäure, Valerian-säure und Kapronsäure, ziemlich vollständig durch Kristallisation be-seitigt werden.
Das so erhaltene Natriumacetat, NaC 2 H a 0 2 , schließt jedoch neutrale,empyreumatische Stoffe ein und wird im trockenen Zustande so weiterhitzt, daß diese verkohlen, ohne daß das Salz selbst zersetzt wird.
Es erscheint dann sehr einfach, aus dem reinen Acetat die Säureabzudestillieren, nachdem man eine stärkere Mineralsäure zugesetzt hat.Da aber die sogenannte reine Essigsäure, wie schon erwähnt, alsSpeiseessig verwendet wird, kommt dabei noch einiges in Betracht.Die gewöhnlich benutzten Mineralsäuren, Schwefelsäure und Salzsäure,enthalten häufig Arsenverbindungen und liefern daher arsenhaltigesDestillat, wenn man mit organischen Stoffen erhitzt.
Die Arsenfreiheit, welche demnach zu verlangen ist, findet man
Vgl. Chemische Industrie 1908 365.