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Kohlenhydrate.
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Sirup bestehen. Es ist in Anbetracht dieses Umstandes erforderlich,einen gewissen Anhalt dafür zu haben, welchen Raffinationswert derZucker hat.
Man hat also noch Verfahren, die Ausbeute an festem, weißenZucker, die von irgend einem Rohzucker zu erwarten ist, vorher zubestimmen.
Insbesondere ist das Scheibler'sche Auswaschverfahren vonK o y d 1 wieder aufgenommen und dann neuerdings als richtig befundenworden *).
Das Scheiblersche Verfahren hat auch in den von Wichelhausausgeführten Fabrikversuchen seine Bestätigung gefunden 2 ).
Im ganzen ergibt sich, daß sehr bedeutende Fortschritte bei derVerarbeitung des zu Anfang minderwertig erscheinenden Rohstoffs ge-macht wurden.
Am deutlichsten treten diese Fortschritte darin hervor, daß man beiuns in Deutschland im Jahre 1836 18 kg Rüben gebrauchte, um 1 kgRohzucker zu machen, während jetzt etwa 6,3 kg Rüben gebrauchtwerden.
Auch die Raffination des Rohzuckers hat sich entsprechend ver-bessert, und besonders ist durch die richtige Verarbeitung der Melasseeine höhere Ausbeute an kristallisiertem Zucker erzielt worden.
Merkwürdig ist es zu sehen, daß damit auch der Verbrauch vonZucker stetig zunimmt. Bei uns ergibt sich dies aus amtlich festgestelltenZahlen, und zwar für Perioden von je fünf Jahren, wie folgt:
Jährlicher Verbrauch pro Kopf der Bevölkerung
1840—1845 ......2,56 kg Saccharose
1860—1865...... 4,55 «
1890—1895...... 10,63 «
1895—1900...... 12,25 «
1900—1905 ...... 15,14 «
Jetzt ist der Verbrauch bei uns auf 19,6 kg angelangt. In Frankreichist er etwas kleiner, in England viel höher: etwa 40 kg.
Das hängt wohl mit dem allgemeinen Wohlstand, aber auch mitbesonderen Gewohnheiten zusammen.
Auf die allgemeine Zunahme des Verbrauchs ist aber noch Bezugzu nehmen, wenn die Frage der Einführung anderer Süßmittel, die anStelle von Zucker vorgeschlagen wurden, erörtert wird.
x ) Vgl. Zeitschrift für Zuckerindustrie 1909 Bd. 59, S. 54S.2 ) Vgl. Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbefleißes 1879.S. 1 ff.