Zellulose.
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Während diese Substanz durch Natron in der Kälte verändert unddurch Kochen mit Natronlauge gereinigt wird, aber doch immer diewesentlichen Eigenschaften der Faserstoffe behält, tritt beim Schmelzenmit Alkalien eingreifende Veränderung, d. h. vollständige Spaltung ein.Es entsteht hauptsächlich Oxalsäure — so im technischen Betriebe ausHolzfaser.
Die Einwirkung der Säuren verläuft ähnlich; der Erfolg hängt vonden Bedingungen ab. Schwefelsäure z. B. wirkt unter Umständen nurgelatinierend. So entsteht aus Zellulose in Form von Papier das so-genannte Pergamentpapier. Es wird dabei etwas Zellulose gelöst unddurch Zusatz von Wasser bzw. etwas Ammoniak wieder ausgefällt, als
Fig. 117 Zellulose.
gallertartiges Amyloid, welches sich auf dem Papier niederschlägt unddieses undurchlässig macht, wenigstens für gewisse Zeit. Dieser beiPapier noch zu erläuternde Vorgang führt auch zu einer, von der Zelluloseabzuleitenden Zuckerart, die gärungsfähig ist und Alkohol liefert.
Durch energischere Wirkung von Mineralsäuren wird Zelluloseweiter verändert; es entsteht Hydrozellulose, C 12 H 22 O u , welche leichtzerreiblich ist. Da unter Umständen Wolle dieser Einwirkung wider-steht, so kann man aus halbwollenen Lumpen die Wolle wiedergewinnen,indem man die Baumwolle zerstört, z. B. durch fünfprozentige Schwefel-säure bei 40°. Dies findet in großem Umfange bei Herstellung dersogenannten Kunstwolle (Shoddy) statt, und zwar mit Hilfe von Salz-säure oder Schwefelsäure.
Wie danach zu erwarten ist, widersteht Zellulose auch der Ein-