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Kieselsäure und Silikaie.
79 Teile Si0 2 (Kieselsäure)
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[ Al 2 O s (Tonerde)Teile | K 2 0 (Kaliumoxyd)
ICaO u. MgO (Calciumoxyd und Magnesiumoxyd).
Das entspricht ungefähr der Zusammensetzung eines Feldspats;eine solche Glasur wird daher richtig als »Spatglasur« bezeichnet. Sieschmilzt sehr schwer und paßt eben nur für eine im Feuer nichtnachgebende Masse, bei Herstellung eines im ganzen sehr widerstands-fähigen Produktes, wie es Porzellan ist.
Macht man eine solche Glasur undurchsichtig, indem man Zinn-oxyd oder Calciumphosphat hinzufügt, so schmilzt sie natürlich nochschwerer, allerdings dann zu einem weißen Email. Im ganzen schmilztsie so schwer, daß sie auf einem nachgiebigen, plastischen Ton zurHerstellung einer Majolikaarbeit nicht anzuwenden ist.
Darin liegt der Grund, weshalb sich neben der Spatglasur vieleandere eingebürgert haben. Man hat ja keine Schwierigkeit, leichterschmelzende Glasuren herzustellen. Sobald mehr Alkali und außerdempassende Bleiverbindungen benutzt werden, bilden sich Bleisilikate;diese schmelzen, wie beim Glase gezeigt, ganz leicht, auch indemsie Zinnoxyd usw. aufnehmen. Deshalb sind fast alle neueren Glasuren,die dem Produkt ein gefälliges Aussehen geben, sowohl weiße alsfarbige: Bleiglasuren.
Diese haben nun eine wesentlich andere Zusammensetzung; z. B.hat eine Ofenkachelglasur:
auf 100 Teile Si0 2 (Kieselsäure)
111 „ Al 2 O a (Tonerde)13 „ K 2 0 + Na 2 0 (Kalium und Natriumoxyd)60 „ PbO (Bleioxyd)und außerdem 34 „ SnO (Zinnoxyd).
Eine solche Glasur mit hohem Alkali- und Bleigehalt ist natürlichlange nicht so haltbar wie die Spatglasur. Dieser Unterschied wirdkaum bemerkt bei Gegenständen, die nur den Angriff der Atmosphä-rilien auszuhalten haben, aber nicht eigentlich gebraucht werden. Esmuß schon eine mit Blei überladene oder sonst ganz unrichtig zu-sammengesetzte Glasur sein, die auf einer fest angebrachten Platte demAngriff der Atmosphärilien nachgibt, z. B. auf einer Ofenkachel.
Ebenso hat die Sache keine Bedeutung bei Kunstgegenständen,weil man damit vorsichtig umzugehen pflegt. Wohl aber hat die An-greifbarkeit ihre Bedeutung bei Gebrauchsgegenständen, und doch wird