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Vorlesungen über chemische Technologie
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Porzellan.

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muß denselben also Halt und Schutz geben durch sogenannte Kapseln.Auch würde die weiße Farbe durch Ruß und Staub leiden, die Ge-schirre würden bei dem stärkeren Brande sich verbiegen, wenn dieseKapseln nicht geschlossen und der Form angepaßt wären.

Aus diesen Gründen verlangt jedes größere Stück, z. B. jeder Teller,seine besondere Kapsel. Kleinere Grundflächen, wie diejenigen derUntertassen, gestatten ein Zusammenstellen in Zylindern mit Hilfe von»Pinnen«, wobei die Löcher nach dem Einsetzen durch Lehm ver-stopft werden. Immerhin wird der Betrieb dadurch umständlich unddas Verfahren zeitraubend.

Nach dem ersten Brande findet man die Modellierung vollständigerhalten. Die Zusammenziehung hat zwar stattgefunden, aber ohneirgendeinen Schmelzvorgang und deshalb ohne Veränderung, trotz Ver-kleinerung der in erwähnter Weise vor dem Verbiegen geschützten Form.

Man bezeichnet sie im Betriebe als die «verglühte Porzellanware«.Ua mit soll nicht etwa etwas Verdorbenes bezeichnet werden. Es gibtaber insofern viel Ausschuß, als diese schwach gebrannten Produktesehr brüchig sind. Sie haben außerdem eine Eigentümlichkeit, welchesie unbrauchbar macht: sie sind porös wie die Gipsabgüsse undnehmen nicht nur Wasser, sondern auch Öl und mit diesen Flüssig-eren andere Stoffe in einer durch Waschen nicht zu beseitigendeneise auf. Den Gegenständen muß also nicht nur mehr Festigkeit,ondern auch eine andere Oberfläche gegeben werden. Das letzterenamentlich, die Herstellung einer anderen Oberfläche, macht diesenAbschnitt und die folgenden anderen Brände nötig.

D 'e größere Festigkeit erzielt man durch stärkeres Glühen. Der

zweite Brand erfolgt bei einer Temperatur von etwa 1450°, so daß der

£ •** scn milzt, während der Kaolin unverändert bleibt.

ma ht en " also '. wie angenommen, der Feldspat ein Viertel der Masse aus-

ki d ,u ' _■ SC mi ' zt dieses Viertel in den Poren der übrigens unverändert

bleibenden festp« n* ,

wesentlich F Mas se; das Ganze gewinnt Halt und Festigkeit ohne

ist »Ri 0 tL-! mveränd erung und wird dicht auf der Oberfläche. Das

Die Seh"T-" 131 gebrannte Ware "aber auch diese h "'^ Dichtigkeit der Oberfläche des Porzellans hatnur ,»,o„„ ' j raucnba re Erzeugnis noch nicht. Dazu kommt man

D™üZr S, ZWeite " Brande die ° laSUr auf g etra S en wird -der FpM ■ j° Zt dann in dem schärferen Feuer, ebenso wie

reidspat in den Poren der Masse. Infolgedessen überzieht sichd e fein modelherte, weiße Ware mit einem durchsichtigen Glase, einemglanzenden, glatten Überzüge; sie wird Porzellan, eine aus mehrerenachten, aus Masse und Glasur bestehende Ware.

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