Porzellan.
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2.
3.4.5.
österreichische: Zedlitz bei Karlsbad in Böhmen; Brenditz inMähren; Prinzdorf in Ungarn;französische: St. Yrieux bei Limoges;englische: Cornwall für »cornish stone«;China und Japan.Mit diesen Vorkommen hängen die meisten im Laufe der Zeitberühmt gewordenen Fabriken von Tonwaren zusammen.
Verarbeitung der Kaoline auf Porzellan. In dem besonderenZweige der Tonwarenindustrie, der Porzellan herstellt, spielt neben demKaolin der Feldspat eine große Rolle, wie sich aus folgender ge-schichtlichen Entwicklung der Sache ergibt.
Die Bezeichnung »Porzellan« wird wohl am richtigsten auf porcella,den Namen einer Muschel, zurückgeführt. Als muschelartige Gebilde(opera porcellanea) erschienen den Europäern bis zum Anfange des18. Jahrhunderts gewisse aus China kommende, dünne, weiße Ton-waren , die man lange Zeit vergebens nachzuarbeiten versuchte. InChina wurden sie schon seit 6—700 Jahren gemacht (vgl. J. J. Rein,Japan nach Reisen und Studien II, 548).
An solchen muschelartigen Produkten läßt sich in der Tat dasWesen des Porzellans am leichtesten erkennen; sie zeigen, von derOberfläche aus betrachtet, was man sonst nur auf der Bruchfläche er-kennen kann, nämlich daß das Ganze aus mehreren Schichten besteht,einer inneren, weißen, schwach durchscheinenden und einer äußeren,die wasserhell und durchsichtig, wie Glas, die innere vollständig, wieein Mantel umgibt. Auch ist wohl, wie bei Muscheln, die innereSchicht etwas gewellt, so daß man Rippen unterscheidet. Das Ganze•st durchscheinend, so daß man z. B. den Henkel durch die Tassesehen kann.
Für den Kenner von Tonwaren liegt nun darin, daß eine Warea us mehreren Schichten besteht, nichts Besonderes; man sagt, sie be-steht aus einer Masse, die mit Glasur überzogen ist. Auch ergab dieAnalyse, woraus beides bestand: im wesentlichen aus Kaolin und ause 'dspat oder wenigstens aus einem Doppelsilikat dieser Art.
wenn man aber versuchte, Kaolin und ein solches Doppelsilikatden Regeln der europäischen Tonwarenindustrie zu einem solchenuk t zu verbinden, entstand nichts Gutes.
Kaolin schwindet bedeutend, weil das Hydrat in Anhydrid über-
°, " ^er Feldspat erfährt keine derartige Veränderung beim Schmelzen.
r kann daher dem Schwinden des Tones nicht folgen, sondern be-
°mmt, wenn er auf einer Tonunterlage erkaltet, lauter Risse und
Sprünge.