Kieselsäure und Silikate.
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II.
III.
2. Oxyden schwerer Metalle, z. B. von Mangan, Eisen, Zinn, Kupfer,Kobalt, Antimon, Uran und Chrom,
3. Salzen und salzartigen Verbindungen von Calcium, Blei, Silberund Gold,
4. Schwefelverbindungen, z. B. Schwefelkalium und Schwefelnatrium.Beim Wasserglase ist die Braunfärbung durch Schwefelkalien bereitserwähnt. Die nun dazu kommenden Metalle und Metallpräparate be-wirken eine große Mannigfaltigkeit von Färbungen des Glases.
Wesentlich dreierlei ist zu unterscheiden:I. Das Metallpräparat suspendiert sich beim Schmelzen in dem Glase,so daß letzteres Farbe bekommt und seine Durchsichtigkeit verliert.Man erhält weiße oder bunte undurchsichtige Gläser, sogenannteEmailgläser und Glaspasten, die schmelzbar und formbar sind.Das Metall tritt in den Bestand des Silikats ein; man bekommtdann die Farbe eines Polysilikats und behält die Durchsichtigkeit.Es entstehen sehr mannigfaltige und farbige durchsichtige Gläser.Das Metallpräparat erfährt in der Schmelze eine Reduktion, sodaß Oxydul oder Metall gebildet wird. Dann kommen Farben-effekte zustande, weil diese Veränderungsprodukte im Glase sichverteilen.Für I. geben Emailgläser und Glaspasten Beispiele sehr bekannterBenutzung. Wenn z. B. Zinnoxyd in ein Glas, zu dessen Schmelzenkeine hohe Temperatur erforderlich ist, also in ein Bleialkalisilikat,eingerührt wird, während das Glas erkaltet, so entsteht ein weißesschmelzbares Email, das allgemein zu den Zifferblättern der Uhrenverwendet wird.
Ähnlich wirken andere weiße Stoffe, die sich beim Schmelzen desGlases nicht verändern, z. B. arsenigsaures Blei. Schwächer wirkt Calcium-phosphat, mit dem man das sogenannte Beinglas, d. i. Milchglas, macht.Groß ist die Zahl der bunten Glaspasten. Schon die Oxyde desEisens allein, die durch Glühen von Eisenvitriol erzeugt werden, lieferneine große Zahl von Abstufungen des Braun, Rot und Violett, die sichals solche der Glasmasse mitteilen lassen. Mit anderen Metalloxydenläßt sich jeder Farbenton erreichen, und dadurch erhält das Kunst-handwerk grüne, blaue, gelbe und andere »schmelzbare Farben«.Diese werden in mannigfacher Weise benutzt. Man kann sie
1. nebeneinander und miteinander verschmelzen, so daß geflammteMuster entstehen;
2. in Schnittstücken zu Mustern und zu feinen Darstellungen ver-einigen, so daß Mosaikarbeiten einfacher Art oder solche vonkünstlerischem Werte entstehen;
Wichelhaus, Chemische Technologie. III. Aufl. 25